Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

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Knobloch: Hut ab vor dem Mut der Preisträger, die diesen Preis nicht mehr mittragen wollen

Mittwoch, den 18. April 2018

München, 18.04.2018. Statement von Dr. h.c. Charlotte Knobloch zur jüngsten Entwicklung nach der Echo-Verleihung an Kollegah und Farid Bang: Weiterlesen »

Statement von Charlotte Knobloch zum Echo an die Rapper Kollegah und Farid Bang

Freitag, den 13. April 2018

„Es ist ein verheerendes Zeichen, den wichtigsten deutschen Musikpreis an vermeintliche Künstler zu verleihen, die mit bestimmten Textzeilen ihrer Songs ein gesellschaftliches Klima bedienen, in dem Antisemitismus offenbar wieder normal ist. Geschichtsvergessene Geschmacklosigkeiten und antijüdische Vorurteile sind keine Kunst, müssen geächtet und konsequent aus dem öffentlichen Raum verbannt werden. Die beiden Rapper erreichen mit ihren menschenverachtenden Botschaften Millionen, meist junge, Menschen. Für viele sind sie Idole. Gerade erst entsteht hierzulande endlich die ersehnte Sensibilität für den erstarkten Antisemitismus in unserer Gesellschaft, insbesondere an Schulen. Mitten in diese Debatte fällt nun diese Auszeichnung von Musik, die jene Phänomene zu befördern vermag. Wenn am Jom HaSchoa, dem jüdischen Holocaustgedenktag, Rapper ausgezeichnet werden, die sich vorwerfen lassen müssen, bewusst auch mit antisemitischen Ressentiments zu spielen, darf sich niemand wundern, dass ‚Jude’ in Klassenzimmern wieder Schimpfwort ist und jüdische Menschen alltäglich Opfer von Diffamierung und Aggression werden.“

Knobloch: Situation in Frankreich als Menetekel für Deutschland

Dienstag, den 27. März 2018

Knobloch zur Ermordung von Mireille Knoll in Frankreich – antisemitisches Motiv vermutet. In Paris wurde die 85-jährige Holocaustüberlebende Mireille Knoll in ihrer Wohnung erstochen und verbrannt. Die Polizei geht Medienberichten zufolge von einer antisemitischen Tat aus. Dazu Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern: Weiterlesen »

Charlotte Knobloch zur Wahl von Dr. Angela Merkel zur Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland

Mittwoch, den 14. März 2018

Charlotte Knobloch: „Ich gratuliere Angela Merkel von Herzen zu ihrer erneuten Wahl zur Bundeskanzlerin. Sie hat Herausragendes für unser Land geleistet. Ich schätze Sie als integre Persönlichkeit, ihre besonnene und zugleich bestimmte Politik und ihre geschichts- und verantwortungsbewusste Haltung, die sie zu einer Garantin für Freiheit und Demokratie macht. Ich habe tiefes Vertrauen in ihre Amtsführung und bin überzeugt, dass es ihr gelingen wird, die enormen nationalen und internationalen Herausforderungen zu meistern. Es geht jetzt darum, die destruktiven Kräfte in unserem Land und die Fundamentalisten jeder Couleur entschlossen und konsequent zu bezwingen. Die gesellschaftliche Spaltung darf sich nicht vertiefen und muss überwunden werden. Die europäische Einigung ist auf allen Ebenen zu festigen. Ich bin erleichtert, dass wir ab heute wieder eine stabile und engagierte Regierung haben, die um ihre Verantwortung weiß. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten einen demütigen, selbstkritischen und hoch engagierten Einsatz für unser Land und das Wohl der Menschen. Dann wird es auch gelingen, verlorenes Vertrauen wiederherzustellen. Und das ist dringend nötig.“

Charlotte Knobloch zum Tode von Karl Kardinal Lehmann

Sonntag, den 11. März 2018

„Meine Begegnungen mit Karl Kardinal Lehmann werde ich stets als Bereicherung erinnern. Seine intellektuelle Kraft als Theologe und Lehrer, seine menschliche Größe als Seelsorger im weiteren Sinne und seine integere Haltung gaben ihm eine einzigartige Aura, die man nur sehr selten antrifft. Nicht nur in seiner Zeit als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz hat er mit seinem Denken und Handeln die Katholische Kirche positiv geprägt. Er zählte zu den weitsichtigen Vordenkern, liberalen Kräften und wirkte als besonnener Reformer, ganz im Sinne des aktuellen Papstes Franziskus. Lehmann verkörperte und verwirklichte den Aufbruch des Zweiten Vatikanischen Konzils und mithin auch den Geist von Nostra aetate. Er war ein treibender Vermittler im offenen und ehrlichen christlich-jüdischen Dialog, ein Brückenbauer. Liberalität und gegenseitiger Respekt waren für Karl Kardinal Lehmann innere Triebfedern. Auf der anderen Seite verurteilte er jede Form von Antisemitismus auf das Schärfste. Für den Holocaust-Leugner Bischof Williamson sah er keinen Platz in der Kirche. Dessen Rehabilitierung durch Benedikt XVI. nannte er „eine Katastrophe“. Seine unverrückbare, tiefe Verwurzelung in den Grundsätzen seines Glaubens und seiner Theologie gaben ihm die Stärke und den Mut zu gebotener Kontinuität und unerlässlicher Veränderung.“

Umgang mit NS-Geschichte in Polen | Knobloch: „Gesetzesänderung darf nicht zur Geschichtsverzerrung führen“

Montag, den 29. Januar 2018

München, 29.1.2018. Das polnische Parlament hat am 26.1.2018 einen Gesetzesentwurf verabschiedet, der künftig unter anderem die Bezeichnung „polnische Todeslager“ für die Konzentrations- und Vernichtungslager der Nationalsozialisten im von Deutschland besetzten Polen unter Strafe stellt. Dazu Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern: „Es besteht kein Zweifel, dass die Mordfabriken der Nazis deutsche Todeslager waren und nicht polnische. Aber das neue Gesetz und die dahinter stehende Idee, den ‚guten Ruf‘ Polens zu schützen, darf nicht dazu führen, die belegten Narrative zu verfälschen und zu verharmlosen.“ Weiterlesen »

27. Januar: Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus | Knobloch: „Erinnern in der Verantwortung für die Zukunft“

Freitag, den 26. Januar 2018

München, 25.01.2018. Am 27. Januar wird in Deutschland und weltweit der Opfer des Nationalsozialismus, insbesondere des Holocaust, der systematischen, akribisch geplanten und industriell betriebenen Vernichtung der europäischen Juden, gedacht. Weiterlesen »

Beschluss im Deutschen Bundestag „Antisemitismus entschlossen bekämpfen“ | Knobloch: „Wichtiger Schritt! Systematischer und konsequenter Kampf gegen Antisemitismus überfällig“

Donnerstag, den 18. Januar 2018

München, 18.01.2018. Auf Antrag der Fraktionen CDU/CSU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen hat der Deutsche Bundestag heute beschlossen, den Antisemitismus künftig entschlossen zu bekämpfen. Dazu Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern: „Dieser Beschluss ist für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland von existenzieller Bedeutung! Ich danke dem Bundestag für diesen wegweisenden Beschluss. Er setzt damit ein wichtiges Signal nach innen und nach außen: Endlich will Deutschland seiner Verantwortung gegen Judenhass angemessen gerecht werden.“ Weiterlesen »

Stadtrat bestätigt wegweisenden Beschluss | Knobloch: „Besonders jetzt ein wichtiges Zeichen gegen Antisemitismus“

Mittwoch, den 13. Dezember 2017

München, 13.12.2017. Der Stadtrat der Landeshauptstadt München hat heute auch im Plenum den Antrag der CSU- und SPD-Stadtratsfraktion verabschiedet, der für die Bekämpfung des Antisemitismus in Deutschland wegweisend ist. „Gerade angesichts der aktuellen Bilder setzt München damit ein bundesweit beachtetes Zeichen gegen Antisemitismus“, so Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern.  Weiterlesen »

Wegweisender Beschluss – Knobloch: „München setzt starkes Zeichen gegen Antisemitismus“

Mittwoch, den 6. Dezember 2017

München, 6.12.2017. Der Verwaltungs- und Personalausschuss der Landeshauptstadt München hat heute einen Antrag der CSU- und SPD-Stadtratsfraktion verabschiedet, der für die Bekämpfung des Antisemitismus in Deutschland wegweisend ist. „Mit diesem bemerkenswerten Vorstoß setzt München ein bundesweit beachtetes Zeichen gegen Antisemitismus“, sagte Charlotte Knobloch, Präsidentin der Kultusgemeinde München und Oberbayern.  Weiterlesen »

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Aktuelle Veranstaltungen


Do. 05.03.2026 | 16. Adar 5786

Kultur

»Wie rettet man das Tote Meer?«

Vorstellung eines Dokumentarfilmprojekts und Vortrag im Rahmen der 17. Jüdischen Filmtage

Initiatoren: Florentinfilm, Herzliya / Israel

Das Tote Meer stirbt. Es verliert anderthalb Meter pro Jahr. Der Wasserspiegel sinkt, die Strände verschwinden, Erdfälle öffnen sich. Wenn das so weitergeht, ist es in 30 Jahren verschwunden.

Der in Entstehung befindliche Film will die Geschichte dieses Binnenmeeres aus der Perspektive von drei Personen erzählen: Mosche Bernstein, einem orthodoxen jungen Mann, der statt in der Jeschiwa zu lernen, mit seiner Kamera die Salzschichten, Rückzugslinien, sich ändernden Farben, dokumentiert; Oded Rahav, Umweltaktivist , Extremsportler und Gründer der Initiative Dead Sea Guardians; Jackie ben Zaken, ehem. Marine-Soldat, der dort seine innere Ruhe wiederfand und nun Bewußtseins-Touren leitet, mit Blick auf die sich ändernden Landschaften und seltene geologische Phänomene, die das zurückweichende Wasser freigibt.

Präsentation des Film-Teasers zur in Vorbereitung befindlichen Film-Dokumentation mit den Filmemachern Harel Yana und Mordechai Malka

»Last chance to save the Dead Sea«
Vortrag des Umweltaktivisten Oded Rahav
in engl. Sprache mit Powerpoint-Präsentation

Moderation: Emanuel Rotstein

Eintritt frei.

Anmeldung erbeten unter karten@ikg-m.de oder (089) 202 400 4i91

Veranstalter: Kulturzentrum der IKG München & Oberbayern mit freundlicher Unterstützung von florentinfilm

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18

Di. 10.03.2026 | 21. Adar 5786

Kultur

„Lieber Gott als nochmals Jesus“ – eine humoristische Beichte mit Ilja Richter

Beginn 19:00

Buchpräsentation

Dienstag, 10. März 2026, 19 Uhr
Teil der Woche der Brüderlichkeit

Ilja Richter nimmt seine Zuhörerschaft mit auf (s)eine Suche nach religiöser Heimat und Zugehörigkeit. Dabei umkreist er das Thema Judentum / Christentum in bitter-komischen Geschichten, pointierten Glossen, mit Fakten und Zitaten – und Musik. Damit eröffnet er seinen ganz eigenen, ungewöhnlichen Blick in die Welt des Glaubens.

Ilja Richter, 1952 in Ost-Berlin geboren, ist das Kind einer jüdischen Mutter und eines nichtjüdischen Vaters, der als Kommunist 9 ½ Jahre in Zuchthaus und KZ verbrachte. Er gehört zu den vielseitigsten Künstlern in jeder nur denkbaren Sparte: als Schauspieler, Synchron- und Hörfunksprecher, Sänger, Autor, Theater- und Musical-Regisseur und -Darsteller. Frühe Berühmtheit erlangte er als jüngster TV-Moderator mit der Sendung »Disco« im ZDF. Weiterlesen »

Do. 12.03.2026 | 23. Adar 5786

Kultur

Ephraim Kishon. Ein Leben für den Humor

Beginn 19:00

Ein Abend mit der Biographin Silja Behre
Donnerstag, 12. März 2026, 19 Uhr
Teil der 
Woche der Brüderlichkeit

Seit den 1960er-Jahren führten Ephraim Kishons Bücher immer wieder die Bestseller-Listen an, wurden teilweise auch verfilm, inklusive zwei Oscar-Nominierungen. Wie kam es dazu, dass der aus Budapest stammende Israeli Ephraim Kishon (1924-2005) mit seinen Humoresken gerade beim deutschen Publikum seinen größten Erfolg hatte? Ausgehend von Kishons eigenen Aufzeichnungen, Erinnerungen von Zeitzeugen und Weggefährten sowie Presseberichten und Archivmaterial beschreibt die Biographin Silja Behre seine Erfolgsgeschichte im Spannungsfeld von Literatur, Humor und Politik. Weiterlesen »

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