Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Die neue Hauptsynagoge

Seit der Einweihung der Ohel-Jakob-Synagoge am 9. November 2006 bietet die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern Führungen in ihrer neuen Hauptsynagoge an. Die Ohel-Jakob-Synagoge (Zelt Jakobs) ist ein Meisterwerk zeitgenössischer (Sakral-)Architektur. Sie gehört zu den größten und eindruckvollsten Synagogenneubauten in Europa.

Das freistehende G-tteshaus auf dem St.-Jakobs-Platz setzt ein sichtbares Zeichen: Das Judentum ist wieder in der Mitte der Stadt und der Gesellschaft angekommen. So war der Umzug der jüdischen Gemeinde aus einer Hinterhofsynagoge ins Herz Münchens ein symbolträchtiger Meilenstein in der jüdischen Geschichte in Deutschland.

Die Synagoge ist der Blickfang eines modernen Gebäudeensembles, der auch das Jüdische Museum und das Gemeindezentrum umfasst. Das Zentrum vereint alle bislang über das ganze Stadtgebiet verstreute jüdische Einrichtungen wie Kindergarten, Schule, Verwaltung, Rabbinat, Kultur- und Jugendzentrum, das koschere Restaurant Einstein sowie Repräsentations- und Veranstaltungsräume.

 

Leitmotive Tempel und Zelt

Foto: AndreasGregor.de

Foto: AndreasGregor.de

 

Die ausdrucksstarke Architektur der Synagoge wird geprägt durch zwei aufeinander gestellte Kuben: ein massiver Felssockel unter einem filigranen, gläsernen Aufbau, den ein bronzefarbener, Metallschleier umhüllt. Dieses Wechselspiel aus Stabilität und Fragilität, Dauerhaftigkeit und Provisorium ist eine eindrucksvolle bauliche Metapher für die jüdischen Leitmotive Tempel und Zelt. Der schnörkellose Innenraum ist von unglaublicher Intensität.

Den im Jahre 2001 von der Stadt München ausgeschriebenen Architektenwettbewerb konnte das Saarbrückener Architekturbüro Wandel Höfer Lorch für sich entscheiden.

 

Der Gang der Erinnerung

Gang der Erinnerung. Foto: AndreasGregor.de

Der Gang der Erinnerung. Foto: AndreasGregor.de

 

Die Besucher erreichen die Synagoge über den unterirdischen „Gang der Erinnerung“, der die Synagoge mit dem Gemeindezentrum verbindet. Der 32 Meter lange „Gang der Erinnerung“ ist ein künstlerische Installation des Künstlers Georg Soanca-Pollak.

Hinterleuchtete Glasplatten bilden die Namen von über 4.500 Münchner Juden ab, die während der Zeit des Nationalsozialismus deportiert und ermordet wurden.

 

Führungen in der Synagoge

Informationen über die Anmeldung zu einer Führung in der Ohel-Jakob-Synagoge finden Sie hier.

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März 2019 | Adar I-Adar II | « »

Aktuelle Veranstaltungen


Mo. 01.04.2019 | 25. Adar II 5779

Kulturzentrum

Christian Springer: »Frustlos einmischen« zwischen bayerischem Protest und humanitärem Tun

Beginn 19:00

Ein Solo von Christian Springer

anschließend Gespräch mit Louis Lewitan

In seinem aktuellen Programm stellt Christian Springer fest: „Alle machen. Keiner tut was!“ und packt darum deutlich zu. „Wo sind unsere Werte?“, fragt er. Das Publikum weiß es genau: bei 120 zu 80. Denn Deutschlands wichtigster Wert ist der Blutdruck. Gleich dahinter kommen Cholesterin, Feinstaub und Pünktlichkeit. Es ist eine Freude, dem Kabarettisten auf seiner Suche nach den Werten zuzuhören. Und zuhören muss man. Denn Christan Springer macht Kabarett vom Feinsten. Weiterlesen »

Mi. 01.05.2019 | 26. Nissan 5779

Kulturzentrum

Gedenkstunde zum 76. Jahrestag des Aufstandes im Warschauer Ghetto und 74. Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager

Beginn 18:30

Programm

Mincha

»Elohai N‘zor Leschoni«
(aus dem Amida-Gebet) Weiterlesen »

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Israelitische Kultusgemeinde
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St.-Jakobs-Platz 18
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Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
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