Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Koscher Essen in München

Die nachfolgenden Restaurants und Ladengeschäfte stehen unter der ständigen Aufsicht des Rabbinats der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern.

Restaurant Einstein
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Telefon: (089) 20 24 00 332
Telefax: (089) 20 24 00 334
Internet: einstein-restaurant.de

 

DANEL Feinkost Koschere Delikatessen
Prinzregentenstraße 130
81677 München
Telefon: (089) 66 98 88
Telefax: (089) 66 98 20
E-Mail: info@danel-feinkost.com
Auch zu finden auf Facebook und Instagram

Öffnungszeiten:
Montag: 9-17 Uhr
Dienstag und Mittwoch: 9-18 Uhr
Donnerstag: 9-20 Uhr
Freitag: 9-15 Uhr
Samstag, Sonntag: geschlossen

Bezüglich Fragen zur Kaschrut bei Danel Feinkost wenden Sie sich bitte an Rabbiner Brodman: sbrodman@ikg-m.de.

 

Koschere Brote und Gebäcke
Die Koscher-Zertifikate sowie die Listen der koscheren Backwaren der Hofpfisterei und von Stocker’s Backstube finden Sie hier.

Jüdische Speisegesetze

„Koscher“ – kurz erklärt

Juden, die sich als gesetzestreu bekennen, halten sich hinsichtlich der Nahrungsmittel, die sie konsumieren, an bereits im Pentateuch verfügte Vorschriften. Diese Verfügungen sind in der späteren Literatur im Einzelnen präzisiert worden und werden unter dem Begriff Kaschrut zusammengefaßt. Der Genuß von Blut ist strikt verboten. Das führt dazu, daß bei der Schlachtung dem Tier das Blut möglichst vollständig entzogen wird. Aus diesem Grund wird das Tier geschächtet, d.h. man tötet es durch einen Schnitt durch die Kehle, ohne es vorher zu betäuben; denn eine Betäubung ist der Ausblutung hinderlich.

Fleisch und Fisch

Land: In der koscheren Küche erlaubt sind nur Säugetiere, die wiederkäuen, vier Füsse und gespaltene Hufe haben, also weder Schweine noch Pferde, Kamele, Kaninchen, Hasen oder Wildgeflügel. Das Fleisch von Rind, Schaf, Ziege und Huhn ist nur dann koscher, wenn ein professioneller Schächter ihnen mit einem einzigen Schnitt Nerven, Luft- und Speiseröhre und die Drosselvene durchtrennt hat. Das in der Fleischerei gekaufte Fleischstück muß in der häuslichen Küche durch Wässern und Salzen auch vom letzten Rest Blut befreit werden. Erst dann ist das Fleisch koscher, d.h. zum Verzehr geeignet. Koscher sind auch Rehe und Hirsche, sofern man sie schlachtet, nicht aber wenn sie geschossen werden.

Luft: Vögel – abgesehen von Raubvögeln – dürfen ebenfalls gegessen werden.

Wasser: Fische müssen Schuppen und Flossen aufweisen, andernfalls sind sie nicht koscher – „trejfe“ – und daher rituell verboten. Nicht koscher sind also Steinbutt, Wels, Hai, Aal oder Stör (und somit auch Kaviar). Andere Tiere, die im Wasser leben, wie Krebse, Krabben oder andere Schalentiere sowie Muscheln gelten als nicht eßbar.

Böcklein nicht in der Milch seiner Mutter kochen

Das bereits schränkt den Speisezettel ziemlich stark ein. Hinzu kommt die schwierige Beschaffung. Das wohl größte organisatorische Problem ist jedoch die strikte Trennung von Milch und Fleisch, die soziale Kontakte ausserhalb der orthodoxen Gemeinde erschweren kann.

Gestützt auf die biblische Vorschrift, man dürfe nicht das Böcklein in der Milch seiner Mutter kochen, besteht ein striktes Verbot, Milch und auch Milchprodukte gleichzeitig mit Fleischgerichten zu essen. Es gibt also fleischige Speisen und milchige. Wenn man Fleischspeisen gegessen hat, muß man einige Stunden warten, ehe man milchige Gerichte zu sich nehmen darf. Bei milchigen Speisen, die leichter und schneller verdaulich sind, ist die Wartezeit kürzer; eine halbe Stunde genügt.

Milch und Fleisch müssen in zwei Kühlschränken gelagert und in verschiedenen Pfannen gekocht werden. Das Geschirr muss und in verschiedenen Spülbecken oder Geschirrspülern gereinigt werden. Auf Reisen sind die Vorschriften so schwierig einzuhalten, dass orthodoxe Juden gefilten Fisch an Meerrettichsauce mit roten Rüben lieber von zuhause mitnehmen.

parwe – neutral

Es gibt natürlich Nahrungsmittel, die weder fleischig noch milchig sind, z.B. Fische, Eier, Gemüse, Früchte. Derartige Lebensmittel werden als „parwe“ bezeichnet, d.h. sie sind neutral und können darum mit Fleischigem oder Milchigem gleichzeitig genossen werden. Die Etymologie des Wortes „parwe“ ist bisher nicht eindeutig geklärt. Die Vorschrift der absoluten Trennung von Fleischigem und Milchigem erstreckt sich nun auch auf alle Küchengeräte, wie z.B. Töpfe, Teller, Bestecke usw. Sie müssen getrennt gehalten werden.

Erforderlich sind also verschiedene Geschirrschränke und gesondertes Abwaschen. Im Grunde benötigt ein jüdisch ritueller Haushalt alle Utensilien vierfach; milchige und fleischige und außerdem das gleiche noch einmal für das Pessachfest, denn anläßlich dieses Feiertages muß alles Gesäuerte aus dem Haus entfernt sein. Infolgedessen darf das Geschirr, das sonst verwendet wird, nicht in der Küche bleiben, sondern muß separiert werden.

Und was hat das alles mit Wein zu tun?

Alkohol wird, ob als Wein oder als Branntwein, von Juden seit biblischer Zeit genossen. Damit das Reinheitsgebot eingehalten wird (vergleichbar dem Reinheitsgebot der deutschen Bierbrauer), schaut der ein Kontrolleur dem Winzer über die Schultern – und der Rabbiner verleiht dem Wein den Reinheitsstempel.

VeranstaltungenÜberblick »

Juni 2024 | Ijar-Siwan | « »

Aktuelle Veranstaltungen


Mi. 19.06.2024 | 13. Siwan 5784

Kultur

Moses Mendelssohn, Gotthold Ephraim Lessing, Immanuel Kant und die Erziehung des Menschengeschlechts

Beginn 19:00

Vortrag von R. Prof. emer. Dr. Dr. h.c. Daniel Krochmalnik
Ein Beitrag der Reihe „Die Umkehr des Denkens. 300 Jahre Immanuel Kant“

Mittwoch, 19. Juni 2024, 19 Uhr

Anfang der 80er Jahre des 18. Jahrhunderts erscheinen in dichter Folge drei grundlegende Texte: „Die Erziehung des Menschengeschlechts“ von Gotthold Ephraim Lessing (1780), „Jerusalem oder Religiöse Macht und Judentum“ von Moses Mendelssohn (1783) und „Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht“ von Immanuel Kant (1784). Darin behandelt das Dreigestirn der deutschen Aufklärung das Problem des Fortschritts der Menschheit. Lessing ist davon überzeugt, Mendelssohn ist skeptisch, Kant formuliert die Bedingungen der Möglichkeit. Die Verfasser nehmen auch Bezug aufeinander und ihr kontroverses Gespräch ist für die Geschichtsphilosophie bis heute von grundlegender Bedeutung. Weiterlesen »

Mi. 26.06.2024 | 20. Siwan 5784

Kultur

„Was habe ich mit Juden gemeinsam?“ – Franz Kafkas Identitäten

Beginn 19:00

Reiner Stach in Zwiesprache mit Franz Kafka
Ein Beitrag zum 100. Todestag von Franz Kafka (1883 – 1924)

Mittwoch, 26. Juni 2024, 19 Uhr

Kafkas Werke beschreiben eine Welt, in der nichts verlässlich ist, in der sich Ordnung immerzu auflöst und das Vertrauteste plötzlich fremd werden kann. Wir wissen heute, dass dies keine Vision war, sondern gelebte Erfahrung. Kafka wuchs auf in einem Spannungsfeld zwischen Deutschen und Tschechen, zwischen orthodoxem, liberalem und zionistisch gesinntem Judentum, in dem die Frage der Identität fortwährend neu verhandelt wurde. Hinzu trat eine unglückliche familiäre Konstellation, die Kafka in die Rolle eines sozialen Zaungasts drängte. Gibt es überhaupt eine menschliche Gemeinschaft, so fragte er sich, zu der ich im tiefsten Sinn des Wortes „gehöre“? Weiterlesen »

Alle Veranstaltungen »

Israelitische Kultusgemeinde
Kontakt
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100
Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
E-Mail: empfang@ikg-m.de