Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Das Café Zelig

In der Region München leben derzeit etwa 1.200, oft hochbetagte Überlebende der Shoah. Die meisten haben nach den traumatischen Erlebnissen in der Zeit des Nationalsozialismus in ein geregeltes Leben zurückgefunden, haben Familien gegründet und sind ihren Berufen nachgegangen. Zum Großteil konnten und wollten sie nie über ihre Erfahrungen aus dieser Zeit sprechen. Wenn jedoch Beruf, Partner, Kinder und soziales Umfeld nicht mehr das Leben bestimmen, nimmt die Beschäftigung mit der eigenen Vergangenheit einen immer größeren Raum ein. Im Alter entsteht bei vielen erstmals das Bedürfnis, über das Erlebte nicht mehr zu schweigen.

Zu den seelischen Belastungen der Überlebenden kommen oft auch finanzielle Nöte. Häufig leben die Menschen an oder unterhalb der Armutsgrenze, weil sie nur geringe Renten bekommen und auf Sozialleistungen angewiesen sind. Die psychischen und wirtschaftlichen Einschränkungen haben nicht selten den Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben und eine zunehmende Vereinsamung zur Folge. cafe_zelig_logo_20161124Dem will das Café Zelig der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern entgegenwirken.

Seit April 2016 gibt es mit dem Café Zelig in München – mehr als 70 Jahre nach dem Ende der Shoah – erstmals einen Ort der Begegnung für diese Menschen. Jede Woche können die Seniorinnen und Senioren im geschützten Raum des Café Zelig zu Kaffee und Kuchen zusammenkommen und ein vielseitiges kulturelles Programm erleben. Eine sozialpädagogische Fachkraft bietet zudem individuelle psychosoziale Unterstützung und ggf. weitere Vermittlung an.

Der Name Zelig geht auf das jiddische Wort für „gesegnet“ zurück, spielt aber auch auf Gefühle von Heimat, Zugehörigkeit und Leichtigkeit an.

Kooperation:
  Das Café Zelig wird in Kooperation mit Dr. Joram Ronel, Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, angeboten.


Für die freundliche Unterstützung des Café Zelig danken wir

  der Stiftung „Erinnerung. Verantwortung. Zukunft“

sowie der B’nai B’rith Hebraica-Menorah-Loge München e.V.


Kontakt:

Jeweils montags von 10.00 bis 15.00 Uhr sind wir für Sie erreichbar unter
Tel. 089 202400-273
E-Mail: cafe.zelig@ikg-m.de

Das Café Zelig  ist auf weitere finanzielle Unterstützung angewiesen, um die wir uns an unterschiedlicher Stelle bemühen.

Sie möchten das Café Zelig unterstützen?
Wir danken für Ihre Spende an folgende Bankverbindung:

Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern K.d.ö.R.
IBAN: DE 07 7015 0000 0111 1020 00  – SWIFT-BIC:  SSKMDEMM
Verwendungszweck: Café Zelig

Spenden sind steuerlich absetzbar.

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Aktuelle Veranstaltungen


Mo. 16.03.2026 | 27. Adar 5786

Kultur

Spielfilm: »Sallah – oder: Tausche Tochter gegen Wohnung«

Beginn 19:00

Montag, 16. März 2026, 19 Uhr
Beitrag zu den 17. Jüdischen Filmtagen

Israel 1964, 98 Min., Originalsprache Hebräisch, dt. F.
Regie: & Drehbuch: Ephraim Kishon
Produktion: Menahem Golan, Musik: Yohanan Zaray
Kamera: Floyd Crosby & Nissim Leon
Darsteller: Chaim Topol als Sallah Shabati, Geula Nuni als Habbubah Shabati, Gila Almagor als Bathsheva Sosialit u.v.a.

Der jemenitische Jude Sallah Shabati wandert mit seiner kinderreichen Familie nach Israel ein. Bis zum versprochenen Einzug in eine Neubauwohnung haust man in einer Baracke in einem Übergangs-Camp. Sallah, der über seinen Clan Familie wie ein König herrscht, lebt lieber in den Tag als selbst zu arbeiten.  Im Lexikon des Internationalen Films heißt es, der Film schildere mit liebenswürdiger Selbstkritik »den Kampf mit dem modernen technischen Leben und die Schwierigkeiten des jungen Staates: Geistreiche Unterhaltung mit Witz, Humor und glänzenden Darstellern«. 1964 wurde er als bester fremdsprachiger Film für den Oscar nominiert und u. a. mit zwei Golden Globes ausgezeichnet. Weiterlesen »

Mi. 25.03.2026 | 7. Nissan 5786

Kultur

„Un Tango Para Rachel“

Beginn 19:00

Kurzspielfilm & Konzert
Mittwoch, 25. März 2026, 19 Uhr
Beitrag zu den 17. Jüdischen Filmtagen

Deutschlandpremiere

Argentinien, USA, Schweiz 2025, 25 Min.
Regie/ Drehbuch / Produktion: Lea Kalisch
Darsteller: Sabrina Birmajer, Luciano Borges, Martín Goldber, Lea Kalisch

Im Jahr 1915 entdeckt eine religiöse junge Jüdin den Tango und begibt sich ausgerechnet in ein Bordell in Buenos Aires, um mehr darüber zu erfahren. Dort begegnet sie der Prostituierten Rivka. Es wird eine Reise der Befreiung.

Anschließend Kurzinterview mit der Allroundkünstlerin und Konzert »Yiddish & Tango« mit Lea Kalisch (Gesang), begleitet von Tobias Moss (Gitarre) und Pavel Shalman (Violine)

Die gebürtige Schweizerin Lea Kalisch und der Amerikaner Rabbi T sind ein junges, dynamisches Duo, das jüdische Musik mit einem frischen Twist zu neuem Leben erweckt, hier ergänzt durch den Wiener Musiker Pavel Shalman. Tobias Moss ist im Hauptberuf seit 2024 Rabbiner der liberalen Gemeinde Or Chadasch in Wien. Seine Frau Lea, genannt die rappende Rebbetzin und Yiddish Queen of Pop, ist Sängerin, Songtexterin, Schauspielerin und inzwischen auch Filmemacherin. Weiterlesen »

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