Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Der Kreislauf des Jahres

Die jüdischen Fest- und Gedenktage sind durch den jüdischen Kalender festgelegt und fallen – abgesehen vom Sabbat – immer auf dieselben Daten.

Foto: hagalil.com

Die von der Thora gebotenen Feiertage teilen sich in zwei Gruppen:

  1. die drei Wallfahrtsfeste (Pessach, Schawuot und Sukkot)
  2. die „erhabenen Tage“ (Rosch Haschana und Jom Kippur).

Zur Erinnerung an freudige Ereignisse werden Chanuka und Purim gefeiert.

Zu den Fest- und Gedenktagen, die jüngeren Zeit in die jüdische Tradion Einzug gefunden haben, zählen etwa der Jom Haatzmaut oder der Jom Haschoa.

An traurige Ereignisse erinnern der 9. Aw (Tischa Be’Aw) und andere Trauer- und Fasttage.

Der höchste Feiertag ist der Schabbat – und der wird jede Woche gefeiert, am siebten Tag.

Schabbat und die von der Thora gebotenen Feiertage sind Tage, die der Förderung des geistigen Wohles dienen und an denen weltliche Arbeiten verboten sind.

Eine Übersicht der jüdischen Feiertage von 2018-2022 zum herunterladen finden Sie hier (PDF-Datei, 14 kb).

Feiertage im Verlauf eines Jahres

 Tischre (September/Oktober)

  • Die 10 Hohen Tage zwischen Rosh Haschanah, dem Neujahrsfest, und Jom Kipur, dem Versöhnungstag.
  • Sukkot, das Laubhüttenfest und Simchat Torah, das Fest der „Thorahfreude“.

Cheschwan (Oktober/November)

  • In diesem Monat liegt kein Feiertag, daher auch mitunter die Bezeichnung „bitterer Cheschwan“.

Kislew (November/Dezember)

  • Chanukka, die Wiedereinweihung des Tempels.

Tewet (Dezember/Januar)

  • Zehnter Tewet, ein Fast- und Trauertag für die Opfer der Schoah und die Verschleppung in’s Exil.

Schwat (Januar/Februar)

  • Tu biSchwat, der 15.Shwat = der Neujahrstag der Bäume.

Adar (Februar/März)

  • Purim, die Errettung der persischen Juden.

Nissan (März/April)

  • Pessach, die Befreiung aus Ägypten.
  • Jom HaSchoa, Gedenktag für die 6.000.000 Opfer des nationalsozialistischen Massenmordes.

Ijar (April/Mai)

  • Jom Hazikaron, der Gedenktag für die Gefallenen und Ermordeten für die Freiheit des Staates Israel.
  • Jom HaAzma’ut, der Tag der Unabhängigkeitserklärung des Staates Israel 14.Mai 1948, 5.Ijar.
  • Lag BaOmer, der Gedenktag für das Innenhalten des Seuchentodes der Schüler Rabbi Akibas, am 18.Ijar.

Siwan (Mai/Juni)

  • Schawuot, die Gebote G’ttes werden am Sinai verkündet.

Tamus (Juni/Juli)

  • Der 17. Tamus ist der Beginn der Trauerwochen um die Zerstörung Jerusalems.

Aw (Juli/August)

  •  Tisha BeAw, der 9. Aw, also der neunte Tag des Monats Aw ist der Gedenk- und Fasttag, zur Erinnerung an die Zerstörung sowohl des ersten als auch des zweiten Tempels in Jerusalem.

Elul (August/September)

  • Der ganze Monat Elul ist dominiert und geprägt on der Vorbereitungen auf die „Hohen Feiertage“.

Alle (Feier-)Tage beginnen am Vorabend vor Sonnenuntergang und enden am eigentlichen Tag etwa eine Stunde nach Sonnenuntergang, gemäss den von den örtlich zuständigen Rabbinaten veröffentlichten Kalendern. Die genauen Zeiten zum Lichtzünden in München finden Sie hier.

 

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Aktuelle Veranstaltungen


Do. 27.06.2019 | 24. Siwan 5779

Kultur

»Unsere Hände sind rein von den Greueln des Chaos«: Die Münchner Juden in Revolution und Räterepublik 1918/19

Beginn 19:00

Vortrag von Prof. Dr. Michael Brenner

Donnerstag, 27. Juni, 19 Uhr Weiterlesen »

Mi. 03.07.2019 | 30. Siwan 5779

Kultur

»Jüdische Geschichte in Bayern. Von den Anfangen bis zur Gegenwart«

Beginn 20:00

Buchvorstellung des neuesten Bandes in der von Prof. Dr. Michael Brenner und Dr. Andreas Heusler herausgegebenen Reihe »Studien zur jüdischen Geschichte und Kultur in Bayern«

Mittwoch, 3. Juli 2019, 20 Uhr c.t. Weiterlesen »

Mi. 17.07.2019 | 14. Tamusz 5779

Kultur

»In No Great Hurry. 13 Lessons in Life with Saul Leiter«

Beginn 19:00

Filmvorführung

Mittwoch, 17. Juli, 19 Uhr Weiterlesen »

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