Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Alle Beiträge der Kategorie Nachrichten

« Zurück

»Sie kamen, um uns zu töten. Mein Leben als Jüdin vor und nach dem 7. Oktober« – Ein Abend mit Dafna Gerstner

Mittwoch, den 23. September 2026

Buchpräsentation & Gespräch mit der Autorin
Mittwoch, 7. Oktober 2026, 19 Uhr

Lesung: Ulla Wagener
Moderation: Richard Volkmann

Dafna Gerstner stammt aus Israel und lebt seit 2011 in Deutschland. 2023 wurde sie Zeugin des brutalen Massakers der Hamas vom 7. Oktober im Kibbuz Be’eri. Wie durch ein Wunder überlebte sie in einem nicht abschließbaren Schutzraum in der Wohnung ihres Bruders Eitan. Dreißig Menschen von dort, darunter Kleinkinder, wurden nach Gaza verschleppt – nicht alle haben die Geiselhaft überlebt. Es starben insgesamt 102 aus dem Kibbuz Be‘eri, darunter auch Dafnas Bruder Eitan, der als Mitglied der Bereitschaftseinheit das Leben zahlreicher Kibbuz-Mitglieder rettete im für ihn tödlichen Kampf gegen die Terroristen.

In ihrem Buch erzählt die Überlebende Dafna Gerstner vom Leben im Kibbuz vor und nach dem Massaker, aber auch davon, was es heißt zu überleben. Sie berichtet von den traumatischen Folgen des Terrorangriffs – sowohl für sie persönlich als auch für die israelische Gesellschaft. Doch auch die Spaltung der deutschen Gesellschaft hat ihr Leben als Jüdin in Deutschland verändert.

Weiterlesen »

Charlotte Knobloch zum Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: „Statik unserer Demokratie funktioniert nicht mehr“

Sonntag, den 6. September 2026

Magdeburg/München, 6.9.2026.  Die „Alternative für Deutschland“ hat die heutige Landtagswahl in Sachsen-Anhalt klar gewonnen, die absolute Mehrheit der Mandate nach ersten Ergebnissen aber verpasst. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern K.d.ö.R., Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, reagierte mit Entsetzen auf das Ergebnis:

„An Tagen wie diesem fällt es mir schwer, meine Heimat noch wiederzuerkennen. Dass Rechtsextreme in Deutschland in dieser Art wieder Wahlen gewinnen, das hätte ich mir in meinen schlimmsten Albträumen nicht vorstellen können. Das Wahlergebnis aus Sachsen-Anhalt ist ein Zeichen, dass die Statik der Demokratie in unserem Land nicht mehr funktioniert – und ich sage ganz offen: Das macht mir Angst.“ Weiterlesen »

Neuer Gemeindevorstand konstituiert – Knobloch als IKG-Präsidentin wiedergewählt

Montag, den 6. Juli 2026

München, 6.7.2026. Einen Tag nach Abschluss der Gemeindewahlen hat sich der neue Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKGM) am heutigen Montagabend im Jüdischen Gemeindezentrum am St.-Jakobs-Platz konstituiert.

Dabei wurde Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch als Präsidentin einstimmig und ohne Gegenkandidaten im Amt bestätigt. Als Vizepräsidenten gewählt wurden der Unternehmer Yehoshua Chmiel, der dieses Amt bereits seit 2016 ausübt, und Dr. jur. Michael Holland, der Antisemitismusbeauftragte des Landkreises Dachau. Holland war mit der gestrigen Wahl erstmals in den Vorstand eingezogen.

Das Präsidium amtiert, ebenso wie der Vorstand der Kultusgemeinde, für vier Jahre. Bei der Wahl am 2. und 5. Juli hatten die Mitglieder der IKGM über die Zusammensetzung des Vorstandes entschieden, der mit der heutigen konstituierenden Sitzung und der Wahl des Präsidiums die Arbeit aufgenommen hat. Charlotte Knobloch hat das Amt der Gemeindepräsidentin seit 1985 ununterbrochen inne.

Ergebnisse der Gemeindewahlen 2026

Sonntag, den 5. Juli 2026

München, 5.7.2026.  Am heutigen Sonntag sind die diesjährigen Vorstandswahlen der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKGM) zu Ende gegangen. Gemäß dem Ergebnis des Urnengangs vom 2. und 5. Juli 2026 gehören dem neu gewählten Vorstand an (Reihenfolge gemäß der Zahl der erhaltenen Wählerstimmen): Weiterlesen »

Antrittsbesuch von OB Dominik Krause in der IKG – Knobloch: „Ein fester Verbündeter und ein wirklich treuer Freund“

Mittwoch, den 10. Juni 2026

München, 10.6.2026.  Am heutigen Mittwoch war der neue Münchner Oberbürgermeister Dominik Krause zu seinem Antrittsbesuch im Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKG) zu Gast. Am St.-Jakobs-Platz traf der Oberbürgermeister mit IKG-Präsidentin Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, den beiden Vizepräsidenten Yehoshua Chmiel und Peter Guttmann sowie dem Vorstandsmitglied Eugen Alter und IKG-Geschäftsführer Steven Guttmann zusammen.
Im Verlauf des Austauschs kamen die Teilnehmer zunächst auf soziale Fragen wie den immer knapperen Wohnraum zu sprechen; später verschob sich der Fokus auf für die jüdische Gemeinschaft zentrale Themen wie die öffentliche Sicherheit und den Kampf gegen Judenhass sowie den wachsenden politischen Extremismus. Weiterlesen »

Buchvorstellung mit Tuvia Tenenbom: „Wie nennt Ihr dieses Land hier? Unter Siedlern“

Freitag, den 29. Mai 2026

Buchpräsentation und Gespräch
Mit Fotos von Isi Tenenbom
Montag, 15. Juni 2026, 19 Uhr

Nach seinen Expeditionen »Allein unter Deutschen«, war er allein unter Juden, Amerikanern, Flüchtlingen und orthodoxen Juden. Inzwischen verbrachte Tenenbom acht Monate im Westjordanland unter Siedlern und sprach mit allen: religiösen Zionisten, politisch engagierten Siedlern, antizionistischen Charedim, mit Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen dort leben, mit Aktivisten, Journalisten, Politikern und Palästinensern.

Je mehr Gespräche er führte, desto deutlicher wurde: Ein einheitliches Bild lässt sich angesichts dieser komplexen Gemengelage nicht zeichnen. Gewalt verschweigt er nicht: »Ich gebe niemandem einen ›Rabatt‹. Ich weise nur darauf hin, dass dies ein kleiner Teil einer äußerst komplexen Geschichte ist – einer Geschichte mit vielen Schichten.« Weiterlesen »

Bildungszentrum von Yad Vashem kommt nach München – Knobloch: „Nötiges Gegengewicht zu politischem Extremismus“

Donnerstag, den 28. Mai 2026

München, 28.5.2026.  Yad Vashem hat bekanntgegeben, dass sein erstes Bildungszentrum in Deutschland in München entstehen soll, Leipzig erhält eine Außenstelle. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, begrüßte die Entscheidung: „Yad Vashem hat mit dem Entschluss, sein erstes Bildungszentrum in Deutschland in München zu eröffnen, die richtige Entscheidung getroffen. Mit ihrer Geschichte als frühere ‚Hauptstadt der Bewegung‘ und ihrer Gegenwart als Ort des Erinnerns und Knotenpunkt des jüdischen Lebens in Europa bietet unsere Stadt perfekte Voraussetzungen für eine Einrichtung, die die Gedenkkultur in einer neuen Epoche stärken soll.“ Weiterlesen »

„Vier Tage im Juni. Eine nahöstliche Tetralogie. Mossul – Tel Aviv – Babel – Istanbul“ mit Mona Yahia

Freitag, den 8. Mai 2026

Lesung und Gespräch
Dienstag, 9. Juni 2026, 19 Uhr

In ihrem Roman »Vier Tage. Eine nahöstliche Tetralogie« erzählt Mona Yahia die Geschichte einer jüdischen Familie zwischen Mossul, Tel Aviv, Babel und Istanbul. Ausgehend von einem Wendepunkt im Jahr 1918 entfaltet sich über vier Generationen hinweg ein vielschichtiges Panorama von Aufbruch, Verlust und Exil.  In eindringlichen Momentaufnahmen – jeweils verdichtet auf einen einzigen Tag – verknüpft die Autorin persönliche Schicksale mit den Umbrüchen des 20. Jahrhunderts und stellt die Frage nach Zugehörigkeit, Erinnerung und dem eigenen Platz in der Welt. Weiterlesen »

„Wir waren die Zukunft. Leben im Kibbuz“ von und mit der Autorin Yael Neeman

Donnerstag, den 30. April 2026

Buchpräsentation und Gespräch
Mittwoch, 13. Mai 2026, 19 Uhr 

Im jungen Berliner Verlag Altneuland erschien 2025 ein hebräischer Klassiker in deutscher Übersetzung, der die Geschichte der Kibbuz-Bewegung exemplarisch beschreibt.

Yael Neeman wurde 1960 in einem Kibbuz geboren, den ihre aus Ungarn und Wien geflohenen Eltern 1946 mitbegründet hatten. In »Wir waren die Zukunft« öffnet Neeman Einblicke in das kollektivistische Lebenskonzept ihrer Kindheit und Jugend sowie in die ideologische und soziale Welt dieser bedeutenden Ära der israelischen Geschichte. Es entsteht damit ein Porträt dieses Sozialexperiments, mit dessen Hilfe in Israel an einer neuen, utopischen jüdischen Gesellschaft jenseits von Pogromen und Diaspora gearbeitet wurde und wo es heute steht.

Das Gespräch mit Yael Neeman führt ihre Übersetzerin Lucia Engelbrecht. Weiterlesen »

Spielfilm: „The Survivor“

Dienstag, den 14. April 2026

Spielfilm nach wahren Begebenheiten
Donnerstag, 16. April 2026, 19 Uhr
Beitrag zu den 17. Jüdischen Filmtagen

Kanada/Ungarn/USA 2021, 129 Min., OF Englisch (Vorführung in deutscher Fassung)
Regie: Barry Levinson; Drehbuch: Justine Juel Gillmer,
Musik: Hans Zimmer; Kamera: George Steel
Darsteller: Ben Foster, Billy Magnussen, Danny DeVito, Vicky Krieps u. v. a.

Der Film beginnt im Jahr 1963 am Strand von Brighton Beach, wo der Boxer Harry Haft (dargestellt von Ben Foster) von Erinnerungen an seine Jugendliebe Leah überwältigt wird. Er wird wie auch die Zuschauer in Flashbacks, zu denen ein Interview mit einem Journalisten beiträgt, noch einmal mit seiner Überlebensgeschichte im KZ Auschwitz – nämlich Schauboxen auf Leben und Tod zur Belustigung der Wachmannschaften – konfrontiert. 1948 emigrierte er und hielt sich in New York mit Boxkämpfen über Wasser. Weiterlesen »

« Vorherige Einträge

VeranstaltungenÜberblick »

Aktuelle Veranstaltungen


Sa. 17.10.2026 | 6. Cheschwan 5787

Kultur

Zum 27. Mal: »Die lange Nacht der Münchner Museen

Beginn 20:30 Uhr:

Beitrag der IKG München und Oberbayern

Auf einen Blick:

Vorträge (je 30 Min.)
20:30 Uhr Dinah Zenker
22:00 Uhr Ellen Presser

Konzerte des Synagogenchors »Schma Kaulenu«
unter Leitung von David Rees
21:15 Uhr und 22:30 Uhr (ca. 30 Min.)

Eine Synagoge, wörtlich Ort der Zusammenkunft (zum Gebet), ist von zentraler Bedeutung für jüdisches Leben. Der Vortrag erläutert, woher der Name »Ohel Jakob kommt, ferner architektonische Besonderheiten und die Rolle der Musik.

Musikalische Begleitung: Luisa Pertsovska

Veranstaltungsort: Synagoge »Ohel Jakob«, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München

Das Restaurant Einstein im Jüdischen Gemeindezentrum bietet koschere Köstlichkeiten.

Das Ticket kostet 20 Euro und berechtigt zum Eintritt in über 100 beteiligte Häuser.

Weitere Informationen unter www.muenchner.de und www.ikg-m.de

So. 18.10.2026 | 7. Cheschwan 5787

Kultur

»Shvayg Mayn Harts«. Jiddische Lieder aus der goldenen Ära des New Yorker Yiddish Theatre

Beginn 17:00 Uhr:

Sasha Lurje & Roman Grinberg – Gesang
Shvayg Mayn Harts Orchestra
Dirigent: Michael Alexander Willens

Mit „Shvayg Mayn Harts“ erfüllt sich Michael Alexander Willens einen lang gehegten persönlichen Traum: die Musik seiner beiden Großväter Alexander Olshanetsky und
Herman Yablokoff wieder auf die Bühne zu bringen. Beide gehörten zu den prägenden Persönlichkeiten des jiddischen Theaters in New York.
Als Komponisten, Sänger und Bühnenstars schufen sie Lieder, die weit über die jüdische Gemeinschaft hinaus bekannt wurden und bis heute zum Schatz des jiddischen Musiktheaters zählen. Werke wie „Papirosn“, „Mayn Shtetele Belz“, „Hopkele“ oder „Ikh hob dikh tsufil lib“ erzählen von Liebe und Sehnsucht, von Heimweh und Hoffnung, von den Erinnerungen an die alte Heimat und vom Traum eines neuen Lebens in Amerika.
Gemeinsam mit dem eigens gegründeten „Shvayg Mayn Harts Orchestra“ lässt Michael Alexander Willens diese musikalische Welt neu aufleben. Mit Sasha Lurje und Roman Grinberg, der auch für die Orchesterarrangements verantwortlich zeichnet, stehen zwei der führenden Stimmen der internationalen jiddischen Musikszene auf der Bühne. Sie führen durch ein Programm voller Emotionen, Humor und Lebensfreude und schlagen eine Brücke von den Anfängen des jiddischen Theaters in Osteuropa bis zu seiner Blütezeit in New York.

Voranmeldung erforderlich möglichst bis 7. Oktober unter: festkonzert@ikg-m.de

Weiterlesen »

Mi. 21.10.2026 | 10. Cheschwan 5787

Kultur

Filmvorführung „Noga“

Beginn 19:00

Filmvorführung
Mittwoch, 21. Oktober 2026, 19 Uhr

Ein Film von Jono & Benji Bergmann mit Noga Erez und Ori Rousso
Produktion: Babka Film in Koproduktion u.a. mit Sperl Film + Fernsehproduktion
Österreich/ Deutschland/ Israel 2026, 96 Min.
Originalsprache: Hebräisch, Englisch, mit deutschen Untertiteln

Die israelische Musikerin Noga Erez ist mit ihrem kreativen Partner und Lebensgefährten Ori Rousso auf dem Weg zum internationalen Durchbruch. Zwischen ausverkauften Konzertsälen mit provokanten Hits wie »End of the Road«, politischer Zuspitzung und persönlichen Spannungen, kämpft sie darum, weiterhin gehört, vor allem aber verstanden zu werden – in einer Welt, die zunehmend aus den Fugen gerät. Weiterlesen »

Alle Veranstaltungen »

Israelitische Kultusgemeinde
Kontakt
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100
Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
E-Mail: empfang@ikg-m.de