Gedenkstunde zum 76. Jahrestag des Aufstandes im Warschauer Ghetto und 74. Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager
Donnerstag, den 7. März 2019Mittwoch, 1. Mai, 18:30 Uhr
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Christian Springer: »Frustlos einmischen« zwischen bayerischem Protest und humanitärem Tun
Mittwoch, den 6. März 2019Ein Solo von Christian Springer.
Montag, 1. April, 19 Uhr
anschließend Gespräch mit Louis Lewitan
In seinem aktuellen Programm stellt Christian Springer fest: „Alle machen. Keiner tut was!“ und packt darum deutlich zu. „Wo sind unsere Werte?“, fragt er. Das Publikum weiß es genau: bei 120 zu 80. Denn Deutschlands wichtigster Wert ist der Blutdruck. Gleich dahinter kommen Cholesterin, Feinstaub und Pünktlichkeit. Es ist eine Freude, dem Kabarettisten auf seiner Suche nach den Werten zuzuhören. Und zuhören muss man. Denn Christan Springer macht Kabarett vom Feinsten. Weiterlesen »
Vernissage zur Ausstellung „Jewy Louis auf Rollen“
Dienstag, den 5. März 2019Vernissage zur Ausstellung „Jewy Louis auf Rollen“ und
Gespräch mit dem Künstler Ben Gershon, Autor des Buches »Schalömchen. Witzige koschere Comics«
Jewy Louis zeigt uns humorvolle Situationen aus dem jüdischen Leben in einer nichtjüdischen Mehrheitsgesellschaft. Jewy Louis ist dem deutschsprachigen Publikum durch seine wöchentlichen Auftritte in der »Jüdischen Allgemeinen« sowie im Schweizer Wochenmagazin »Tachles« und durch Ausstellungen quer durch Europa ein Begriff. Weiterlesen »
Der letzte Rabbiner. Das unorthodoxe Leben des Leo Trepp
Donnerstag, den 21. Februar 2019Buchpräsentation mit Gunda Trepp
Leo Trepp (1913-2010), der aus einer orthodox-jüdischen Familie in Mainz stammte, wirkte von 1936 bis 1938 als letzter Landesrabbiner in Oldenburg. Nach seiner Inhaftierung im KZ Sachsenhausen gelang ihm noch die Flucht in die USA, wo er in Kalifornien weiter als Rabbiner arbeitete. Immer wieder kehrte er später nach Deutschland, die „gestohlene Heimat“, für Vorträge und als Vermittler im jüdisch-christlichen Dialog zurück.
ABGESAGT: „An die Gemeinschaft und an die Welt – Gedanken zu drängenden Fragen der Zeit“
Dienstag, den 12. Februar 2019Die Veranstaltung mit Rabbiner Goldschmidt muss aus organisatorischen Gründen leider entfallen. Über einen möglichen Nachholtermin informieren wir Sie so bald wie möglich.
Jüdische Filmtage: „Die Berufung – Ihr Kampf für Gerechtigkeit“ („On the Basis of Sex“)
Freitag, den 18. Januar 2019Hinweis: Die Vorstellung ist ausverkauft.
Der Film ist ab dem 7. März regulär im Filmtheater am Sendlinger Tor sowie im Mathäser Filmpalast zu sehen.
Spielfilm
Regie: Mimi Leder. Drehbuch: Daniel Stiepleman
Produzent: Jonathan King. Kamera: Michael Grady. Schnitt: Michelle Tesoro. Musik: Mychael Danna.
Darsteller: Felicity Jones, Armie Hammer, Kathy Bates, Justin Theroux, Sam Waterston u.a.
USA 2018, 120 Min., amerik. OF mit dt. Untertiteln

Paula Bader Ginsburg (Felicity Jones) als Jura-Studentin in Harvard © »Die Berufung – Ihr Kampf für Gerechtigkeit«, Entertainment One Germany / Twentieth Century Fox
Es sind die 1950er Jahre in den Vereinigten Staaten von Amerika. Frauen dürfen weder als Polizeibeamtinnen arbeiten noch in Princeton studieren. Ruth Bader Ginsburg will diese Zustände verändern. Sie studiert als eine von wenigen Frauen Jura an der Elite-Universität Harvard. Nach ihrem Abschluss als Jahrgangsbeste muss sie sich mit einer Stelle als Professorin zufriedengeben, obwohl sie lieber die Gerichtssäle erobern würde – ein Privileg, das – vorerst – ihren männlichen Kollegen vorbehalten ist. Dank ihres Mannes, des Steueranwalts Marty Ginsburg, wird sie eines Tages auf den Fall von Charles Moritz aufmerksam. Trotz der aufopfernden Pflege seiner kranken Mutter, wird Moritz nicht der übliche Steuernachlass gewährt – aufgrund seines Geschlechts. RBG, wie sie heute, längst selbst Richterin am Obersten Gerichtshof, genannt wird, entwickelt daraus einen Präzedenzfall gegen die Diskriminierung von Frauen (und Männern).
Jüdische Filmtage: „Itzhak Perlman – Ein Leben für die Musik“
Freitag, den 18. Januar 2019Dokumentarfilm
Regie: Alison Chernick
Kamera: Chris Dapkins, Christopher Gallo, Daniel Kedem, Mikko Timonen
Mitwirkende: Itzhak Perlmann, Billy Joel, Alan Alda u.a.
Israel/USA 2018, 82 Min., amerik. OF mit dt. Untertiteln
Die Filmbiographie des weltberühmten Violinvirtuosen ist eine einzige Liebeserklärung: an das Leben und an die Musik. Zu Interviews mit den wichtigsten Menschen in seinem Leben – vor allem mit seiner Frau Toby – gibt es facettenreiche Einblicke in seine lange Karriere und sein Privatleben.

Itzhak Perlman © Arsenal Filmverleih
Für Musik-Interessierte ist der Film voller Schätze. Es gibt viele aktuelle und ältere Aufnahmen mit dem Künstler quer durch verschiedene Musikrichtungen. Dank des liebenswürdigen Protagonisten und seiner Leidenschaft für die Musik wird aus der gut komponierten Dokumentation ein ganz besonderes Filmerlebnis.
Er bete mit der Violine – so beschreibt der berühmte Geigenbauer Amnon Weinstein die Kunst des renommierten Geigers Itzhak Perlman. Dessen Eltern emigrierten aus Polen nach Israel, wo er am 31. August 1945 in Tel Aviv geboren wurde. Als Kind erkrankte er an Polio. Er hatte anfangs Probleme, bis ihn die Academy of Music in Jaffa 1954 doch aufnahm, 1958 zog er in die Vereinigten Staaten, um an der Juillard School in New York zu studieren. Seine erfolgreiche Karriere als Geiger, Dirigent und Musikpädagoge beeinträchtigte es keineswegs, dass er nur im Sitzen auftreten kann.
Das Repertoire des geistreichen und humorvollen Musikers reicht von Schubert über Strauß und Bach bis hin zu Billy Joel. In Alison Chernicks Dokumentarfilm steht Perlmans Werdegang im Fokus. Dabei gelangen der Regisseurin vertrauensvolle Gespräche mit ihm, mit Freunden, Musiker-Kollegen und Perlmans Familie, allen voran der Ehefrau Toby, mit der er seit über 50 Jahren verheiratet ist.
Eintritt frei
Anmeldung erbeten unter (089)202400-491 oder per E-Mail karten@ikg-m.de
Veranstalter: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern
Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München
Jüdische Filmtage: Vortrag „Die Situation ist neu und reizvoll“ – Thomas Mann im Tonfilm (1929)
Donnerstag, den 17. Januar 2019Vortrag mit Filmbeispielen von Dr. Dirk Heißerer

Thomas Mann im Aufnahmestudio, Berlin 1929 © Presse-Foto GmbH
Als einer der ersten Schriftsteller überhaupt trat Thomas Mann (1875–1955) im Januar 1929 in einem Tonfilm mit dem Titel »Worte zum Gedächtnis Lessings« auf. Er thematisierte darin die Möglichkeiten des neuen Mediums und verband den antiken Mythos mit der modernen Technik.
Thomas Mann war zeitlebens ein eifriger Kinogänger, verfasste selbst Drehbücher und sah Verfilmungen seiner Romane »Buddenbrooks« (1923) und »Königliche Hoheit« (1953). Im Exil unterstützte er die Zürcher Filmagentur von Julius Marx und Bernhard Diebold, die mit Hollywood über Verfilmungen nach Stoffen von Emigranten verhandelte. Sein ehrgeizigstes Filmprojekt, die Verfilmung der Tetralogie »Joseph und seine Brüder«, kam zwar, anders als vergleichbare Historienfilme, wie »Land of The Pharaohs« (1955) oder »The Ten Commandments« (1956), nicht zustande. Doch anhand von Illustrationen zur »Joseph«-Legende und mit Blick auf die Moses-Novelle »Das Gesetz« (1944) kann man erahnen, wie der Film hätte aussehen können.
Der Vortrag korrespondiert mit dem gleichnamigen Aufsatz in der Zeitschrift. JUNI-Magazin für Literatur und Kultur (Bielefeld, Aisthesis Verlag), H. 55/56, Januar 2019.
Der Tonfilm vom 22. Januar 1929 wurde von der Tobis-Industrie GmbH in Berlin aufgenommen. Dauer: 3:52, archiviert im Bundesarchiv-Filmarchiv, Berlin (Signatur: BArch 20520).
Dr. Dirk Heißerer ist Literaturwissenschaftler in München, Veranstalter literarischer Spaziergänge und Exkursionen (www.lit-spaz.de) sowie Vorsitzender des Thomas-Mann-Forums München (www.tmfm.de).
Eintritt 5 Euro (Schüler, Studenten, Münchenpass-Inhaber Eintritt frei)
Karten unter Telefon (089)202400-491, per E-Mail an karten@ikg-m.de und an der Abendkasse
Veranstalter: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern & Thomas-Mann-Forum München
Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München
Jüdische Filmtage: „116 Cameras“
Donnerstag, den 17. Januar 2019Dokumentarkurzfilm
Regie: Davina Pardo
Produzent: Davina Pardo
USA 2017, 15 Min., amerik. OF
Anschließend Podiumsgespräch
Wer erzählt die Geschichte von NS-Verfolgung und Holocaust, wenn keine Zeitzeuginnen und Zeitzeugen mehr da sind? Ausgehend von dieser Frage hat das Shoah Foundation Institute for Visual History and Education an der University of Southern California in Los Angeles ein ehrgeiziges neues Projekt in Angriff genommen, um Überlebende als digitale 3D-Projektionen dazustellen, die mit zukünftigen Generationen interagieren werden.

Eva Schloss © USC Shoah Foundation
Der Kurzfilm »116 Cameras« folgt der Auschwitz-Überlebenden Eva Schloss, während sie an diesem einzigartigen Prozess teilnimmt und reflektiert, wie sich ihre Rolle als Zeitzeugin des Holocaust im Laufe der Zeit verändert hat. Die Mutter von Eva Schloss war ab 1953 übrigens in zweiter Ehe mit Anne Franks Vater verheiratet.
Zur Frage nach »digitalen Zeitzeugen« und damit zum Thema, wie sich das Erinnern verändern wird, wenn es die Stimmen lebender Zeitzeuginnen und Zeitzeugen nicht mehr geben wird, diskutieren:
Michaela Melián, Professorin an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg, 2008 Gewinnerin des Kunstwettbewerbs der Stadt München »Opfer des Nationalsozialismus – Neue Formen des Erinnerns und Gedenkens«, mit dem Audiokunstprojekt »Memory Loops«;
Verena Lucia Nägel, Politologin, u.a. seit 2017 Betreuerin des Archivs »Fortunoff Video Archive for Holocaust Testimonies« der Yale University an der Freien Universität Berlin;
Armand Presser, Sprecher für Rundfunk- und Filmbeiträge, Berater für das BR-Projekt »Die Quellen sprechen«
und
Dr. Jörg Skriebeleit, seit 1999 Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
Moderation: Prof. Dr. Mirjam Zadoff, Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München
Eintritt frei
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum München in Kooperation mit dem Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Öberbayern
Veranstaltungsort: NS-Dokumentationszentrum München, Max-Mannheimer-Platz 1, 80333 München
Jüdische Filmtage: „Schwarzer Honig. Leben und Werk von Abraham Sutzkever“
Donnerstag, den 17. Januar 2019„Black Honey. The Life and Poetry of Avraham Sutskever“
Dokumentarfilm
Regie: Uri Barbash
Drehbuch: Uri Barbash, Hadas Kalderon
Produzent: Yair Qedar
Kamera: Tulik Galon
Schnitt: Ori Derdikman
Musik: Alon Lothringer. Ton: Ami Arad
Israel 2018, 76 Min., hebr./engl./jidd. OV mit dt. Untertiteln
Abraham Sutzkever (1913–2010) zählt zu den bedeutendsten Jiddisch schreibenden Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Bei Wilna geboren, verbrachte er fünf Jahre seiner Kindheit in Sibirien, wohin die Eltern 1915 deportiert worden waren.
Seit den frühen 1930er Jahren gehörte er zum avantgardistischen jüdischen Autoren- und Künstlerkreis »Jung-Wilne«. Ab 1934 veröffentlichte er regelmäßig in Warschauer und Wilnaer

Abraham Sutzkever © Familienbesitz
Zeitschriften. 1937 erschien sein erster Gedichtband »Lider« (Lieder). Im Ghetto von Wilna schloss er sich einer Untergrundorganisation an und rettete Handschriften und Dokumente vor der Vernichtung durch die Deutschen. Dort musste er auch mitansehen, wie seine Mutter und sein Sohn ermordet wurden. Ihm gelang als einem von wenigen die Flucht aus dem Ghetto. Zunächst ging er nach Moskau, wo er bereits 1944 über die Vernichtung der Juden in seiner Heimat berichtete. In späteren Arbeiten dokumentierte er die Gräuel der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.
Nach dem Krieg war Sutzkever Zeuge im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess, 1947 emigrierte er nach Israel, wo er die renommierte Literaturzeitschrift »Di goldene kejt« gründete.
Der Film des israelischen Regisseurs Uri Barbash porträtiert einen Menschen, dem die Poesie half das Erlebte zu überstehen und Zeugnis abzulegen. Sutzkevers Werke sind in über 30 Sprachen übersetzt.
Einführung: Dr. Evita Wiecki, Jiddisch-Lektorin am Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur an der Ludwig-Maximilians-Universität München
Schlusswort: Yair Qedar, preisgekrönter israelischer Filmproduzent
Eintritt: 5 Euro (Schüler, Studenten, Münchenpass-Inhaber frei)
Karten unter 089/20 24 00-491, per E-Mail an karten@ikg-m.de und an der Abendkasse
Veranstalter: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern
Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18
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Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
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