Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Alle Beiträge der Kategorie Kulturzentrum

Nachrichten  |  Religion  |  Kultur  |  Jugend

« Zurück

Der letzte Rabbiner. Das unorthodoxe Leben des Leo Trepp

Donnerstag, den 21. Februar 2019

Buchpräsentation mit Gunda Trepp

Leo Trepp (1913-2010), der aus einer orthodox-jüdischen Familie in Mainz stammte,  wirkte von 1936 bis 1938 als letzter Landesrabbiner in Oldenburg. Nach seiner Inhaftierung im KZ Sachsenhausen gelang ihm noch die Flucht in die USA, wo er in Kalifornien weiter als Rabbiner arbeitete. Immer wieder kehrte er später nach Deutschland, die „gestohlene Heimat“, für Vorträge und als Vermittler im jüdisch-christlichen Dialog zurück.

Weiterlesen »

ABGESAGT: „An die Gemeinschaft und an die Welt – Gedanken zu drängenden Fragen der Zeit“

Dienstag, den 12. Februar 2019

Die Veranstaltung mit Rabbiner Goldschmidt muss aus organisatorischen Gründen leider entfallen. Über einen möglichen Nachholtermin informieren wir Sie so bald wie möglich.

Jüdische Filmtage: „Die Berufung – Ihr Kampf für Gerechtigkeit“ („On the Basis of Sex“)

Freitag, den 18. Januar 2019

Hinweis: Die Vorstellung ist ausverkauft.
Der Film ist ab dem 7. März regulär im Filmtheater am Sendlinger Tor sowie im Mathäser Filmpalast zu sehen.

Spielfilm
Regie: Mimi Leder. Drehbuch: Daniel Stiepleman
Produzent: Jonathan King. Kamera: Michael Grady. Schnitt: Michelle Tesoro. Musik: Mychael Danna.
Darsteller: Felicity Jones, Armie Hammer, Kathy Bates, Justin Theroux, Sam Waterston u.a.
USA 2018, 120 Min., amerik. OF mit dt. Untertiteln

Paula Bader Ginsburg (Felicity Jones) als Jura-Studentin in Harvard © Entertainment One Germany -TCF

Paula Bader Ginsburg (Felicity Jones) als Jura-Studentin in Harvard © »Die Berufung – Ihr Kampf für Gerechtigkeit«, Entertainment One Germany / Twentieth Century Fox

Es sind die 1950er Jahre in den Vereinigten Staaten von Amerika. Frauen dürfen weder als Polizeibeamtinnen arbeiten noch in Princeton studieren. Ruth Bader Ginsburg will diese Zustände verändern. Sie studiert als eine von wenigen Frauen Jura an der Elite-Universität Harvard. Nach ihrem Abschluss als Jahrgangsbeste muss sie sich mit einer Stelle als Professorin zufriedengeben, obwohl sie lieber die Gerichtssäle erobern würde – ein Privileg, das – vorerst –  ihren männlichen Kollegen vorbehalten ist. Dank ihres Mannes, des Steueranwalts Marty Ginsburg, wird sie eines Tages auf den Fall von Charles Moritz aufmerksam. Trotz der aufopfernden Pflege seiner kranken Mutter, wird Moritz nicht der übliche Steuernachlass gewährt – aufgrund seines Geschlechts. RBG, wie sie heute, längst selbst Richterin am Obersten Gerichtshof, genannt wird, entwickelt daraus einen Präzedenzfall gegen die Diskriminierung von Frauen (und Männern).

Weiterlesen »

Jüdische Filmtage: „Itzhak Perlman – Ein Leben für die Musik“

Freitag, den 18. Januar 2019

Dokumentarfilm
Regie: Alison Chernick
Kamera: Chris Dapkins, Christopher Gallo, Daniel Kedem, Mikko Timonen
Mitwirkende: Itzhak Perlmann, Billy Joel, Alan Alda u.a.
Israel/USA 2018, 82 Min., amerik. OF mit dt. Untertiteln

Die Filmbiographie des weltberühmten Violinvirtuosen ist eine einzige Liebeserklärung: an das Leben und an die Musik. Zu Interviews mit den wichtigsten Menschen in seinem Leben – vor allem mit seiner Frau Toby – gibt es facettenreiche Einblicke in seine lange Karriere und sein Privatleben.

7 Itzhak Perlman brilliert auf seiner Geige © Arsenal Filmverleih

Itzhak Perlman © Arsenal Filmverleih

Für Musik-Interessierte ist der Film voller Schätze. Es gibt viele aktuelle und ältere Aufnahmen mit dem Künstler quer durch verschiedene Musikrichtungen. Dank des liebenswürdigen Protagonisten und seiner Leidenschaft für die Musik wird aus der gut komponierten Dokumentation ein ganz besonderes Filmerlebnis.

Er bete mit der Violine – so beschreibt der berühmte Geigenbauer Amnon Weinstein die Kunst des  renommierten Geigers Itzhak Perlman. Dessen Eltern emigrierten aus Polen nach Israel, wo er am 31. August 1945 in Tel Aviv geboren wurde. Als Kind erkrankte er an Polio. Er hatte anfangs Probleme, bis ihn die Academy of Music in Jaffa 1954 doch aufnahm, 1958 zog er in die Vereinigten Staaten, um an der Juillard School in New York zu studieren.  Seine erfolgreiche Karriere als Geiger, Dirigent und Musikpädagoge beeinträchtigte es keineswegs, dass er nur im Sitzen auftreten kann.

Das Repertoire des geistreichen und humorvollen Musikers reicht von Schubert über Strauß und Bach bis hin zu Billy Joel. In Alison Chernicks Dokumentarfilm steht Perlmans Werdegang im Fokus. Dabei gelangen der  Regisseurin vertrauensvolle  Gespräche  mit ihm, mit  Freunden, Musiker-Kollegen und Perlmans  Familie, allen voran der Ehefrau Toby, mit der er seit über 50 Jahren verheiratet ist.

Eintritt frei

Anmeldung erbeten unter (089)202400-491 oder per E-Mail karten@ikg-m.de

Veranstalter: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München

Jüdische Filmtage: Vortrag „Die Situation ist neu und reizvoll“ – Thomas Mann im Tonfilm (1929)

Donnerstag, den 17. Januar 2019

Vortrag mit Filmbeispielen von Dr. Dirk Heißerer

6a Thomas Mann im Aufnahmestudio_.22.01.1929,Berlin

Thomas Mann im Aufnahmestudio, Berlin 1929 © Presse-Foto GmbH

Als einer der ersten Schriftsteller überhaupt trat Thomas Mann (1875–1955) im Januar 1929 in einem Tonfilm mit dem Titel »Worte zum Gedächtnis Lessings« auf. Er thematisierte darin die Möglichkeiten des neuen Mediums und verband den antiken Mythos mit der modernen Technik.

Thomas Mann war zeitlebens ein eifriger Kinogänger, verfasste selbst Drehbücher und sah Verfilmungen seiner Romane »Buddenbrooks« (1923) und »Königliche Hoheit« (1953). Im Exil unterstützte er die Zürcher Filmagentur  von Julius Marx und Bernhard Diebold, die mit Hollywood über Verfilmungen nach Stoffen von Emigranten verhandelte. Sein ehrgeizigstes Filmprojekt, die Verfilmung der Tetralogie »Joseph und seine Brüder«, kam zwar, anders als vergleichbare Historienfilme, wie »Land of The Pharaohs« (1955) oder »The Ten Commandments« (1956), nicht zustande. Doch anhand von Illustrationen zur »Joseph«-Legende und mit Blick auf die Moses-Novelle »Das Gesetz« (1944) kann man erahnen, wie der Film hätte aussehen können.

Der Vortrag korrespondiert mit dem gleichnamigen Aufsatz in der Zeitschrift. JUNI-Magazin für Literatur und Kultur (Bielefeld, Aisthesis Verlag), H. 55/56, Januar 2019.

 Der Tonfilm vom 22. Januar 1929 wurde von der Tobis-Industrie GmbH in Berlin aufgenommen. Dauer: 3:52, archiviert im Bundesarchiv-Filmarchiv, Berlin (Signatur: BArch 20520).

Dr. Dirk Heißerer ist Literaturwissenschaftler in München, Veranstalter literarischer Spaziergänge und Exkursionen (www.lit-spaz.de) sowie Vorsitzender des Thomas-Mann-Forums München (www.tmfm.de).

Eintritt 5 Euro (Schüler, Studenten, Münchenpass-Inhaber Eintritt frei)

Karten unter Telefon (089)202400-491, per E-Mail an karten@ikg-m.de und an der Abendkasse

Veranstalter: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern & Thomas-Mann-Forum München

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München

Jüdische Filmtage: „116 Cameras“

Donnerstag, den 17. Januar 2019

Dokumentarkurzfilm
Regie: Davina Pardo
Produzent: Davina Pardo
USA 2017, 15 Min., amerik. OF

Anschließend Podiumsgespräch

Wer erzählt die Geschichte von NS-Verfolgung und Holocaust, wenn keine Zeitzeuginnen und Zeitzeugen mehr da sind? Ausgehend von dieser Frage hat das Shoah Foundation Institute for Visual History and Education an der University of Southern California in Los Angeles ein ehrgeiziges neues Projekt in Angriff genommen, um Überlebende als digitale 3D-Projektionen dazustellen, die mit zukünftigen Generationen interagieren werden.

5a Eva Schloss in '116cameras' Foto USC Shoah Foundation

Eva Schloss © USC Shoah Foundation

Der Kurzfilm »116 Cameras« folgt der Auschwitz-Überlebenden Eva Schloss, während sie an diesem einzigartigen Prozess teilnimmt und reflektiert, wie sich ihre Rolle als Zeitzeugin des Holocaust im Laufe der Zeit verändert hat. Die Mutter von Eva Schloss war ab 1953 übrigens in zweiter Ehe mit Anne Franks Vater verheiratet.

Zur Frage nach »digitalen Zeitzeugen« und damit zum Thema, wie sich das Erinnern verändern wird, wenn es die Stimmen lebender Zeitzeuginnen und Zeitzeugen nicht mehr geben wird, diskutieren:

Michaela Melián, Professorin an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg, 2008 Gewinnerin des Kunstwettbewerbs der Stadt München »Opfer des Nationalsozialismus – Neue Formen des Erinnerns und Gedenkens«, mit dem Audiokunstprojekt »Memory Loops«;

Verena Lucia Nägel, Politologin, u.a. seit 2017 Betreuerin des Archivs »Fortunoff Video Archive for Holocaust  Testimonies« der Yale University an der Freien Universität Berlin;

Armand Presser, Sprecher für Rundfunk- und Filmbeiträge, Berater für das BR-Projekt »Die Quellen sprechen«

und

Dr. Jörg Skriebeleit, seit 1999 Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Moderation: Prof. Dr. Mirjam Zadoff, Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München

Eintritt  frei

Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum München in Kooperation mit dem Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Öberbayern

Veranstaltungsort: NS-Dokumentationszentrum München, Max-Mannheimer-Platz 1, 80333 München

Jüdische Filmtage: „Schwarzer Honig. Leben und Werk von Abraham Sutzkever“

Donnerstag, den 17. Januar 2019

„Black Honey. The Life and Poetry of Avraham Sutskever“

Dokumentarfilm
Regie: Uri Barbash
Drehbuch: Uri Barbash, Hadas Kalderon
Produzent: Yair Qedar
Kamera: Tulik Galon
Schnitt: Ori Derdikman

Musik: Alon Lothringer. Ton: Ami Arad
Israel 2018, 76 Min., hebr./engl./jidd. OV mit dt. Untertiteln

Abraham Sutzkever (1913–2010) zählt zu den bedeutendsten Jiddisch schreibenden Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Bei Wilna geboren, verbrachte er fünf Jahre seiner Kindheit in Sibirien, wohin die Eltern 1915 deportiert worden waren.

Seit den frühen 1930er Jahren gehörte er zum avantgardistischen jüdischen Autoren- und Künstlerkreis »Jung-Wilne«. Ab 1934 veröffentlichte er regelmäßig in Warschauer und Wilnaer

4a AVRAHAM SUTZKEVER © Familie Sutzkever

Abraham Sutzkever © Familienbesitz

Zeitschriften. 1937 erschien sein erster Gedichtband »Lider« (Lieder). Im Ghetto von Wilna schloss er sich einer Untergrundorganisation an und rettete Handschriften und Dokumente vor der Vernichtung durch die Deutschen. Dort musste er auch mitansehen, wie seine Mutter und sein Sohn ermordet wurden. Ihm gelang als einem von wenigen die Flucht aus dem Ghetto. Zunächst ging er nach Moskau, wo er bereits 1944 über die Vernichtung der Juden in seiner Heimat berichtete. In späteren Arbeiten dokumentierte er die Gräuel der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Nach dem Krieg war Sutzkever Zeuge im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess, 1947 emigrierte er nach Israel, wo er die renommierte Literaturzeitschrift »Di goldene kejt« gründete.

Der Film des israelischen Regisseurs Uri Barbash porträtiert einen Menschen, dem die Poesie half das Erlebte zu überstehen und Zeugnis abzulegen. Sutzkevers Werke sind in über 30 Sprachen übersetzt.

Einführung: Dr. Evita Wiecki, Jiddisch-Lektorin am Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur an der Ludwig-Maximilians-Universität München

Schlusswort: Yair Qedar, preisgekrönter israelischer Filmproduzent

Eintritt: 5 Euro (Schüler, Studenten, Münchenpass-Inhaber frei)

Karten unter 089/20 24 00-491, per E-Mail an karten@ikg-m.de und an der Abendkasse

Veranstalter: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18

 

Jüdische Filmtage: „Hummus!“ – The Movie

Mittwoch, den 16. Januar 2019
3b Filmszene aus 'Hummus!' © Oren Rosenfeld

Hummus © Oren Rosenfeld

Dokumentarfilm
Regie: Oren Rosenfeld
Produzent: Michal Lee Sapir, Raphael Shore
Kamera: Hanna Abu Saada, Yuval Sayag
Schnitt: Raphael Aboulafia.  Musik: Jonathan Bar-Giora
Mitwirkende: Suhela Alhindi, Jalil Dabit, Elijahu Shmueli u.a.
Israel 2015, 60 Min.
Deutschsprachige Synchronfassung 2018, erstellt von Armand Presser

Die Liebe zum Hummus ist im Nahen Osten allgegenwärtig. Der Brei aus Kichererbsen und Tahini ist Grundnahrungsmittel und Soulfood, in Israel ebenso wie im gesamten Mittelmeerraum. Nur über die Herkunft und das richtige Rezept gibt es verschiedene Auffassungen.

Oren Rosenfelds Dokumentarfilm ist eine unwiderstehliche Mischung aus geheimen Rezepturen, mehrfach gebrochenen Guinnessbuchrekorden und der Magie des Hummus, der Juden, Muslime und Christen täglich zusammenbringt.

Im Zentrum der Reise durch die Hummus-Küchen Israels stehen u. a. drei ganz unterschiedliche Protagonisten, die alle die Liebe zu dem Ausnahmegericht eint: Suheila, eine muslimische Selfmadefrau aus Akko, die durch die TV Kochshow »Israel Hummus Genius« berühmt wurde und von sich sagt, »mit dem Hummus verheiratet zu sein«; Jalil, der christliche Araber,  der in seinem Lokal in Ramla Rockkonzerte organisiert und von einem Laden in Berlin träumt; und Elijahu, der nach unsteten Wanderjahren zu seinen orthodox-jüdischen Wurzeln gefunden hat und mittlerweile eine erfolgreiche Restaurantkette führt.

Ein in jeder Hinsicht köstlicher Film über ein vielseitiges Lebensmittel und eine ebenso bunte Gesellschaft, die dieses zu genießen weiß. Ein Film, der Appetit macht auf Land und Leute!

Oren Rosenfeld ist ein israelischer Fotojournalist und Filmemacher, der zahlreiche Dokumentarfilme und Berichte für Sender wie BBC, National Geographic und History Channel produziert hat.

2a Ladenschild 'Hummus Elijahu, Jokne'am Kascher' © Oren Rosenfeld

Ladenschild „Hummus Elijahu, Jokne’am Kascher“ © Oren Rosenfeld

Eintritt incl. Hummus-Spezialitäten 10 Euro (Schüler, Studenten, Münchenpass-Inhaber 7,– Euro)

Voranmeldung erforderlich bis 21. Januar unter Telefon (089)202400-491 oder per E-Mail an karten@ikg-m.de

Veranstalter: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern in Kooperation mit dem Jüdischen Filmfestival Berlin & Brandenburg (JFFB) mit freundlicher Unterstützung des  Restaurant Einstein

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München

Jüdische Filmtage: Filmpreview »Die Stille schreit«

Dienstag, den 15. Januar 2019

Dokumentarfilm
Regie/Kamera/Schnitt & Montage: Josef Pröll
Redaktion:  Miriam Friedmann M.A., Dr. Friedhelm Katzenmeier, Dr. Bernhard Lehmann
Musik: Nikola David
Deutschland 2019, 74 Min.

Grußwort: Prof. Dr. Bernhard Maaz, Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen

Erzählt wird die Geschichte der jüdischen Familien Friedmann und Oberdorfer aus Augsburg. Die »Arisierung« ihrer Betriebe und Immobilien führte zunächst zum Zwangsverkauf ihres gesamten Besitzes. Anschließend wurde das Ehepaar Oberdorfer deportiert und ermordet. Die Friedmanns nahmen sich, zusammen mit anderen Leidensgefährten, vor ihrer Deportation das Leben.

Eugen und Emma Caroline Oberdorfer © Film »Die Stille schreit«

Miriam Friedmann, in den USA geboren und aufgewachsen, kehrte 2001 an den Herkunftsort ihrer Eltern, des Amerikanistik-Professors Friedrich Georg Friedmann und seiner Frau Elisabeth, nach Augsburg zurück.  Seitdem ging sie, unterstützt von ihrem Ehemann, dem Psychiater Friedhelm Katzenmeier,  der Familiengeschichte nach, speziell dem Schicksal ihrer beiden Großelternpaare, vor deren Kenntnisse die Eltern sie hatten verschonen wollen.

Im Juli 2018 veranlasste die Bayerische Staatsgemäldesammlung als Restitution die Rückgabe des Bildes »Bauernstube«  aus dem vormaligen Besitz von Ludwig Friedmann an dessen Enkelin Miriam. Es war nach dem Suizid des Ehepaars Ludwig und Selma Friedmann vom Finanzamt Augsburg-Stadt  »zur Verwertung« eingezogen und für 128,40 Reichsmark an die Bayerische Staatsgemäldesammlung weiterveräußert worden.

1b Dr. Friedhelm Katzenmeier & Miriam Friedhelm (vorne), Josef Pröll. Foto_privat

Dr. Friedhelm Katzenmeier & Miriam Friedmann (vorne), Josef Pröll. Foto © privat

Der Dokumentarfilm bezieht seine Spannung aus einer höchst informativen, anschaulichen Darstellung  mit zahlreichen filmischen Impressionen der Schauplätze und Originaldokumente, die deutlich machen, dass  geschehenes Unrecht unvergessen ist und sichtbar gemacht werden kann. Bis heute.

Anschließend Gespräch mit Miriam Friedmann und Josef Pröll.

Moderation: Ellen Presser

Eintritt frei

Anmeldung unter Telefon (089)202400-491 oder per E-Mail an karten@ikg-m.de

Veranstalter: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München

Gesprächsrunde: Jüdisches Amerika

Montag, den 10. Dezember 2018

»Amerika ist die Ferne. Amerika heißt die Freiheit. In Amerika lebt immer irgendein Verwandter.« (Joseph Roth, 1927)

»Lady Liberty«, die New York vorgelagerte Freiheitsstatue, war für Generationen von Einwanderern  das erste Zeichen für ein besseres Leben in der neuen Welt. Darunter waren mehr als zwei

Deidre Berger ist seit 2000 Direktorin des American Jewish Commi

Deidre Berger © AJC

Millionen Juden, die Pogrome in Osteuropa im 19. Jahrhundert und die drohende Vernichtung während der NS-Zeit zu dieser Reise ins Ungewisse veranlasst hatten. Für viele der deutschen Juden war Amerika zwar ihre neue Adresse, aber das Band, das sie mit Berlin oder Frankfurt, Hamburg oder München und anderen Orten verband, war nicht so leicht zu trennen. Sie blieben oft ihren Wurzeln emotional tief verbunden. Erst die nächste Generation wollte so schnell wie möglich amerikanisch werden.

Über Juden in Amerika und die Beziehungen im deutsch-amerikanisch-jüdischen Kontext diskutieren

Deidre Berger (geb. in St. Louis), seit 2000 Direktorin des American Jewish Committee Berlin
Deborah Feldman (geb. in New York City), Schriftstellerin, heute Berlin

Michael L. Miller © LMU München

Michael L. Miller © LMU München

Michael L. Miller (geb. in Poughkeepsie, New York), Historiker, Professor an der Central European University und derzeit am Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur der LMU München

Debora-Feldman @ Marina Maisel

Deborah Feldman © Marina Maisel

Moderation: Mirjam Zadoff, 2014–2018 Professorin für Geschichte an der Indiana University Bloomington, Inhaberin des Alvin H. Rosenfeld Lehrstuhls für Jüdische Studien, seit Mai 2018 Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München.

Eintritt 7 Euro (Schüler, Studenten, Münchenpass-Inhaber Eintritt frei)

Anmeldung erbeten im Büro des IKG-Kulturzentrums unter (089) 202400-491 oder karten@ikg-m.de

Veranstalter
Kulturzentrum der Israelitischen Kultus­gemeinde München und Oberbayern und Münchner Volkshochschule im Rahmen des Themenschwerpunkts USA im Winterhalbjahr 2018/2019

Veranstaltungsort Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18

Einen Übersichtsflyer im PDF-Format finden Sie hier.

Mirjam Zadoff © Orla Connolly

« Vorherige Einträge Nächste Einträge »

VeranstaltungenÜberblick »

April 2026 | Adar II-Nissan | « »

Alle Veranstaltungen »

Israelitische Kultusgemeinde
Kontakt
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100
Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
E-Mail: empfang@ikg-m.de