Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

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Knobloch: „Rasse“ aus Grundgesetz streichen – Schutz aller Bürger gewährleisten

Mittwoch, den 17. Juni 2020

München, 17.6.2020.  Zur Debatte um die Streichung des Begriffs „Rasse“ aus dem Grundgesetz erklärte die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch: „Zum Zeitpunkt der Verabschiedung des Grundgesetzes diente die Verwendung des Begriff ‚Rasse‘ im Verständnis der Zeitgenossen vor allem dem Schutz der Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Angesichts eines veränderten Sprachgebrauchs und gesellschaftlichen Bewusstseins gefährdet der Gesetzestext in der aktuellen Form seine ursprüngliche Absicht. Daher ist aus meiner Sicht eine Änderung geboten, die den Geist des Artikels erhält.

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Knobloch zur Zunahme antisemitischer Straftaten: „Hass im Netz stärker bekämpfen“

Mittwoch, den 27. Mai 2020

München, 27.5.2020. Laut der heute vorgestellten Kriminalstatistik ist die Zahl der Straftaten mit antisemitischem Hintergrund im Jahr 2019 um 13 Prozent angestiegen. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erklärte hierzu: „Die Zunahme antisemitischer Straftaten kommt nicht mehr überraschend. Besorgniserregend ist vor allem, wie sehr Judenhass in den vergangenen Jahren wieder sichtbar geworden ist: Zwar hätte niemand geglaubt, dass er völlig überwunden sei, aber der Rückhalt, den er offenbar in Teilen der Bevölkerung genießt, ist schockierend. Verschiedene extremistische Gruppierungen haben dazu ihren Teil beigetragen, diesen Antisemitismus wieder salonfähig zu machen – allen voran die sogenannte Alternative für Deutschland.“ Weiterlesen »

Knobloch zu „Hygienedemos“: „Hass aus dem Internet auf die Straße getragen“

Sonntag, den 17. Mai 2020

München, 17.5.2020.  Auch am gestrigen Samstag haben bundesweit wieder tausende Menschen gegen die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie demonstriert – wiederum unter Rückgriff auf Verschwörungstheorien mit teils antisemitischen Motiven. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erklärte hierzu: „Unter dem Deckmantel des politischen Protests wurden inmitten deutscher Großstädte Verschwörungstheorien und teils offener Judenhass verbreitet. Mir macht große Sorgen, wie der Hass, der seit Jahren im Internet gärt, in großem Stil auf die Straße getragen wird. Ein erschreckender Extremismus breitet sich buchstäblich in unserer Mitte aus.“

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Knobloch zu Kommentaren zum 8. Mai: „Unerträglich von Gauland“

Mittwoch, den 6. Mai 2020

München, 6.5.2020.  Zu den Aussagen des AfD-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Alexander Gauland, betreffend die Bedeutung des 8. Mai als Gedenktag erklärte die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch: „Es ist keine Überraschung, dass Alexander Gauland im 8. Mai vor allem eine ‚absolute Niederlage‘ erkennt. Wo er als Vertreter seiner extremistischen Partei vom ‚Verlust von Gestaltungsmöglichkeit‘ redet, steht für die meisten Menschen in Deutschland fest: Der 8. Mai ist als Tag der Niederlage des NS-Regimes ein Grund für Freude und Dankbarkeit. Es war der Tag, der Freiheit und Demokratie in Deutschland wieder möglich machte.“ Weiterlesen »

Knobloch zum Hisbollah-Verbot: „Empfindlicher Schlag gegen antiisraelischen Terror in Deutschland“

Donnerstag, den 30. April 2020

München, 30.4.2020.  Am heutigen Donnerstagmorgen hat Bundesinnenminister Horst Seehofer die Hisbollah in Deutschland mit einem umfassenden Betätigungsverbot belegt. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erklärte hierzu: „Das vollständige Verbot der Hisbollah ist der einzig richtige Schritt und ein empfindlicher Schlag gegen den antiisraelischen Terror in Deutschland. Mein Dank gilt dem Bundesinnenministerium und der gesamten Bundesregierung, die damit ein deutliches Zeichen gegen den Israelhass und für die Sicherheit jüdischen Lebens hierzulande und in aller Welt gesetzt hat.“  Weiterlesen »

Charlotte Knobloch zu Anstieg rechter Straftaten: „Verunsicherung in der jüdischen Gemeinschaft nimmt zu“

Dienstag, den 7. April 2020

München, 7.4.2020.  Nach vorläufigen Informationen des Bundesinnenministeriums ist die Zahl der rechtsextremen Straftaten im vergangenen Jahr merklich angestiegen; auch die Zahl antisemitischer Straftaten nahm 2019 zu. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erklärte hierzu: „Die Zahlen des Innenministeriums belegen empirisch, was in der jüdischen Gemeinschaft nicht erst seit Halle bekannt ist: Das gesellschaftliche Klima wird für Minderheiten, zu denen auch und besonders jüdische Menschen zählen, zunehmend bedrohlich. Wir beobachten seit Langem, dass Rechtsextremismus politisch immer einflussreicher und gesellschaftlich immer anschlussfähiger wird – selbst hier in München.“ Weiterlesen »

Knobloch gratuliert OB Dieter Reiter zur Wiederwahl

Sonntag, den 29. März 2020

München, 29.3.2020.  Dieter Reiter konnte ersten Ergebnissen zufolge die Stichwahl um das Amt des Münchner Oberbürgermeisters deutlich für sich entscheiden. Dazu erklärte die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch: „Ich gratuliere dem alten und neuen Oberbürgermeister Dieter Reiter herzlich zu seiner Wiederwahl. Ich wünsche ihm für die kommenden sechs Jahre eine glückliche Hand und allen erdenklichen Erfolg zum Wohle unserer Stadtgesellschaft und aller Menschen in München.“ Weiterlesen »

Charlotte Knobloch zu Absage von „PEGIDA“-Demonstration und Gegenkundgebung: „Feinden der Demokratie die Grenzen aufzeigen“

Donnerstag, den 12. März 2020

München, 12.3.2020.  Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat die Landeshauptstadt München die für Sonntag geplante Demonstration der rechtsextremen Gruppe „PEGIDA“ sowie die Gegendemonstration von „München ist bunt“ abgesagt. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erklärt hierzu: „Ich bin froh und erleichtert, dass die rechtsextreme ‚PEGIDA‘ am Wahlsonntag nicht in Sichtweite der Synagoge gegen einen Grundpfeiler der jüdischen Religion demonstrieren kann.“ Weiterlesen »

Charlotte Knobloch zur Beobachtung des „Flügels“ durch den Verfassungsschutz: „Dringend nötig, um Schaden von der Demokratie abzuwenden“

Donnerstag, den 12. März 2020

München, 12.3.2020. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat den AfD-internen „Flügel“ offiziell unter Beobachtung gestellt. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erklärt hierzu: „Die Beobachtung des ‚Flügels‘ durch den Verfassungsschutz ist der einzig richtige Schritt. Für eine offensichtlich rechtsextremistische Gruppierung ist eine Beobachtung dringend geboten, um weiteren Schaden von unserem demokratischen Gemeinwesen abzuwenden. Gleichzeitig müssen die staatlichen Stellen genau prüfen, wie groß der Einfluss der Gruppe innerhalb der AfD ist. Am Ende muss meiner Meinung nach eine Beobachtung der gesamten Partei stehen, die auch als Ganzes bei Wahlen antritt und in toto eine Gefahr für die freiheitliche Demokratie darstellt.“ Weiterlesen »

Zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz – Knobloch: „‚Nie wieder‘ ist Bewährungsprobe für Demokratie“

Montag, den 27. Januar 2020

München/Oświęcim, 27.1.2020. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, nimmt am heutigen Montag in Oświęcim an den Gedenkfeierlichkeiten zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau teil. Hierzu erklärte sie: „Fast ein ganzes Menschenleben nach der Befreiung von Auschwitz bedroht das Vergessen uns heute wie nie zuvor. Die Erinnerung an die NS-Zeit verblasst immer mehr, Orte wie Auschwitz werden zu schrecklichen Fußnoten der Geschichte. Das ist ein Trend, der mich aufs Äußerste besorgt – gerade angesichts eines wiederaufflammenden Antisemitismus in Europa und besonders auch in Deutschland.“ Weiterlesen »

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Aktuelle Veranstaltungen


So. 18.01.2026 | 29. Tewet 5786

Kulturzentrum

„Balagan“ von und mit Mirna Funk

Beginn 17:00

Buchpräsentation und Gespräch
Sonntag, 18. Januar 2026, 17 Uhr

Moderation: Ellen Presser

Mirna Funk, eine der mutigsten und unkonventionellsten jüdischen Stimmen Deutschlands erzählt von Recht und Unrecht in der Kunstwelt, von schwieriger Restitution und von der Suche einer jungen Frau nach einem Weg durch das Chaos (hebr. »Balagan«), das die deutsch-jüdische Geschichte im Allgemeinen und in ihrer Familie angerichtet hat.

Mirna Funk, 1981 in Ost-Berlin geboren, studierte Philosophie und arbeitet als Autorin sowie freie Journalistin u. a. für NZZ, DIE WELT und Die ZEIT. Für ihr Romandebüt »Winternähe« wurde sie mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis ausgezeichnet. Mirna Funk lebt in Berlin und Tel Aviv.

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Mi. 21.01.2026 | 3. Schwat 5786

Kultur

Dan Ariely x Guy Katz: About the Path to Hate

Beginn 19:00

Gespräch in Englisch
Mittwoch, 21. Januar 2026, 19 Uhr

 

An Evening on the Psychology of Antisemitism

Antisemitism is growing, raising the painful question: why? Join world-renowned behavioral scientist Dan Ariely to explore the psychological mechanisms behind hatred and how we might break these destructive cycles. His work reveals predictable patterns in human behavior, even harmful. Weiterlesen »

Do. 29.01.2026 | 11. Schwat 5786

Kultur

Hommage: „Ein Abend für Gertrud Kolmar“

Beginn 19:00

Donnerstag, 29. Januar 2026, 19 Uhr

Mit Friederike Heimann und Anette Daugardt (Rezitation)

Gertrud Kolmar – geboren 1894 in Berlin, 1943 in Auschwitz ermordet – verleiht in ihren dichten, manchmal archaischen und doch oft überraschend modernen Bildwelten immer wieder dem Fremden und Ungekannten, dem Stummen und Sprachlosen, eine Stimme. Dabei durchdringen sich das Weibliche und das Jüdische in ihrer Poetik auf vielfache Weise. Nun seh‘ ich mich seltsam und kann mich nicht kennen / Da ich vor Rom, vor Karthago schon war, heißt es in „Die Jüdin“, die eine Forscherreise rüsten möchte in ihr eigenes uraltes Land.

Durch die Gedichtlesung führt Friederike Heimann, Literaturwissenschaftlerin und Autorin einer Biographie über Gertrud Kolmar» In der Feuerkette der Epoche« (Suhrkamp 2023).. Die Gedichte werden von der Berliner Schauspielerin Anette Daugardt vorgetragen. Weiterlesen »

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