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12. März 2020
Charlotte Knobloch zur Beobachtung des „Flügels“ durch den Verfassungsschutz: „Dringend nötig, um Schaden von der Demokratie abzuwenden“
München, 12.3.2020. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat den AfD-internen „Flügel“ offiziell unter Beobachtung gestellt. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erklärt hierzu: „Die Beobachtung des ‚Flügels‘ durch den Verfassungsschutz ist der einzig richtige Schritt. Für eine offensichtlich rechtsextremistische Gruppierung ist eine Beobachtung dringend geboten, um weiteren Schaden von unserem demokratischen Gemeinwesen abzuwenden. Gleichzeitig müssen die staatlichen Stellen genau prüfen, wie groß der Einfluss der Gruppe innerhalb der AfD ist. Am Ende muss meiner Meinung nach eine Beobachtung der gesamten Partei stehen, die auch als Ganzes bei Wahlen antritt und in toto eine Gefahr für die freiheitliche Demokratie darstellt.“
Knobloch weiter: „Die AfD hat an vielen Stellen bewiesen, dass sie den Idealen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung feindlich gegenübersteht. Ihre Vertreter – besonders, aber bei Weitem nicht nur im ‚Flügel‘ – waren und sind Stichwortgeber für rechtsextreme Terroristen und untergraben tagtäglich das friedliche Zusammenleben in unserem Land. In den Parlamenten attackieren sie die Demokratie aus deren eigener Herzkammer heraus. All das kann der wehrhafte Rechtsstaat nicht tolerieren.“
Knobloch betonte abschließend, dass auch die Politik weiterhin in der Verantwortung stehe: „In der Auseinandersetzung mit der AfD haben die demokratischen Parteien in den letzten Wochen und Monaten oftmals keine gute Figur abgegeben. Das muss sich schnell ändern, um die Angriffe der Extremisten abzuwehren und die gewachsene demokratische Kultur in Deutschland zu erhalten. Politik muss die Ideale der Demokratie auf eine Art und Weise verteidigen, die solche Problemfälle verhindert, bevor sie entstehen.“
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Der Film beginnt im Jahr 1963 am Strand von Brighton Beach, wo der Boxer Harry Haft (dargestellt von Ben Foster) von Erinnerungen an seine Jugendliebe Leah überwältigt wird. Er wird wie auch die Zuschauer in Flashbacks, zu denen ein Interview mit einem Journalisten beiträgt, noch einmal mit seiner Überlebensgeschichte im KZ Auschwitz – nämlich Schauboxen auf Leben und Tod zur Belustigung der Wachmannschaften – konfrontiert. 1948 emigrierte er und hielt sich in New York mit Boxkämpfen über Wasser. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
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