Gedenken zum 74. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau
Sonntag, den 5. Mai 2019München/Dachau, 5.5.2019. Anlässlich des 74. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau warnte Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, bei der Gedenkstunde am jüdischen Mahnmal in der KZ-Gedenkstätte, die vergangenen Jahre hätten gezeigt, „wie leicht unsere demokratischen Freiheiten in Gefahr geraten können.“
Knobloch würdigt verstorbenen Klaus Kinkel als „großen Außenminister“
Dienstag, den 5. März 2019München, 5.3.2019. Der ehemalige Außenminister Klaus Kinkel ist am gestrigen Montag im Alter von 82 Jahren gestorben. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erklärt hierzu: „Mit Klaus Kinkel ist einer der großen Außenminister in der Geschichte der Bundesrepublik von uns gegangen. Bereits als Justizminister, vor allem aber in seinen Jahren im Auswärtigen Amt war Kinkel eine der prägenden Politiker Deutschlands, der als Vizekanzler das Zusammenwachsen unseres Landes ebenso wie der europäischen Gemeinschaft entscheidend vorantrieb.“ Weiterlesen »
Verfassungsschutz erklärt AfD zum Prüffall – Knobloch: „Wichtiger erster Schritt“
Dienstag, den 15. Januar 2019München, 15.01.2019. Nach übereinstimmenden Medienberichten will das Bundesamt für Verfassungsschutz noch heute die Alternative für Deutschland auf Bundesebene zum Prüffall erklären. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erklärt hierzu: „Ich begrüße die Entscheidung des Bundesamtes für Verfassungsschutz. In Anbetracht der offenen Verachtung für die freiheitlich-demokratische Grundordnung, mit der Vertreter der AfD in den vergangenen Jahren wieder und wieder aufgefallen sind, kann dieser wichtige Beschluss jedoch nur ein erster Schritt auf dem Weg zu einer Beobachtung der Gesamtpartei sein.“ Weiterlesen »
Knobloch lobt BDS-Urteil des Verwaltungsgerichts: „Wichtiges Signal im Kampf gegen Antisemitismus“
Mittwoch, den 19. Dezember 2018München, 19.12.2018. Das Verwaltungsgericht München hat in seinem heute ergangenen Urteil den Beschluss „Gegen jeden Antisemitismus! – Keine Zusammenarbeit mit der antisemitischen BDS-Bewegung“ des Münchner Stadtrats bestätigt. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erklärte hierzu: „Das heutige Urteil ist ein gutes und wichtiges Signal im Kampf gegen Antisemitismus. Mit seiner Entscheidung hat das Verwaltungsgericht gezeigt, dass kommunale Verwaltungen wirkungsvolle Maßnahmen gegen die antisemitische Boykottkampagne BDS treffen können.“
Nach Entscheidung der Staatsanwaltschaft Würzburg gegen Rechtsmittel im Fall Palij – Knobloch: „Zutiefst enttäuschende Entscheidung“
Sonntag, den 4. November 2018München, 4.11.2018 Die Staatsanwaltschaft Würzburg, die im Zuge der Abschiebung des ehemaligen SS-Mannes Jakiw Palij aus den USA nach Deutschland noch einmal mögliche Rechtsmittel gegen ihn geprüft hatte, sieht nach Medienberichten nunmehr von einer Strafverfolgung Palijs ab. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erklärte hierzu:
„Ich bin von der Entscheidung der Würzburger Staatsanwaltschaft zutiefst enttäuscht. Es ist ein fatales Signal, wenn Menschen, die während des Zweiten Weltkrieges im Dienste der SS die Verbrechen der Nationalsozialisten persönlich unterstützt haben, heute in Deutschland einen ruhigen Lebensabend verbringen können. Das gilt für Herrn Palij, und das muss für jeden einzelnen gelten, der Schuld auf sich geladen hat – und zwar unabhängig vom Alter.“
Knobloch weiter: „Entscheidungen der Justiz sind zu akzeptieren, auch wenn man sie nicht immer nachvollziehen kann. Das ‚Nie wieder‘, das aktuell rund um den 80. Jahrestag der Novemberpogrome von 1938 viel zitiert wird, schloss in der Geschichte der Bundesrepublik stets auch die strafrechtliche Verfolgung der Täter mit ein. Dass ehemalige SS-Mitglieder heute nicht gerichtlich belangt werden können, bleibt besonders vor diesem Hintergrund unverständlich.“
Knobloch betonte abschließend: „Viele Opfer von damals haben bis heute keine Gerechtigkeit erfahren. Wann immer möglich, bleibt es daher die Pflicht der deutschen Justiz, die Täter von damals vor Gericht zu stellen.“
Knobloch zum Einzug der AfD in den Landtag: „Schlechte Nachricht für die demokratische Kultur Bayerns“
Sonntag, den 14. Oktober 2018München, 14.10.2018. Die Hochrechnungen am Wahlabend zeigen, dass im nächsten Bayerischen Landtag erstmals auch die AfD vertreten sein wird. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erklärte hierzu: „Der wahrscheinliche Einzug der AfD in den Bayerischen Landtag ist eine schlechte Nachricht für unser Land und seine über Jahrzehnte gewachsene demokratische Kultur.“
Knobloch fordert wehrhafte Demokratie gegen die AfD
Montag, den 3. September 2018München, 3.9.2018. Im Nachgang der rechtsextremen Demonstrationen in Chemnitz mehren sich die Forderungen nach einer Beobachtung der „Alternative für Deutschland“ durch den Verfassungsschutz. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erklärte hierzu: „Die Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz ist aus meiner Sicht überfällig.
Nach Auslieferung nach Deutschland: Knobloch fordert Prüfung aller Rechtsmittel gegen ehemaligen SS-Mann
Mittwoch, den 22. August 2018München, 22.8.2018. Jakiv Palij, ehemaliger Aufseher im Zwangsarbeiterlager Trawniki, wurde am gestrigen Dienstag von den USA nach Deutschland abgeschoben. Hierzu erklärte die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch: „Es ist angemessen, dass Jakiv Palij, der während des Zweiten Weltkrieges schwere persönliche Schuld auf sich geladen hat, nicht länger in den Vereinigten Staaten verbleiben darf.“
Urteile im „NSU-Prozess“ verkündet – Knobloch: „Urteil kann kein Schlussstrich sein“
Mittwoch, den 11. Juli 2018München, 11.7.2018. Mit der Verurteilung u.a. von Beate Zschäpe zu lebenslanger Haft ist in München nach mehr als fünf Jahren der sog. NSU-Prozess zu Ende gegangen. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erklärte dazu: „Die heutigen Schuldsprüche sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Aufarbeitung des Terrors durch den sogenannten ‚NSU‘.“
Zum Tode von Claude Lanzmann – Knobloch: „Ein Kämpfer gegen das Vergessen“
Donnerstag, den 5. Juli 2018München, 5.7.2018. Im Alter von 92 Jahren ist heute der Regisseur und Filmproduzent Claude Lanzmann gestorben. Dazu Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern: „Mit großer Trauer habe ich heute vom Tode von Claude Lanzmann erfahren. Mit ihm ist heute eine der wichtigsten Stimmen des Holocaustgedenkens für immer verstummt, sein Ableben hinterlässt eine schmerzliche Lücke in der Erinnerungsarbeit und in der europäischen Kultur ganz allgemein.“
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November 2025 | Cheschwan-Kislew
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Aktuelle Veranstaltungen
So. 30.11.2025 | 10. Kislew 5786
Kultur
„Das Sterben der Demokratie“: Ein Abend mit Richard C. Schneider und Peter R. Neumann
Beginn 18:00Buchpräsentation und Gespräch
Sonntag, 30. November 2025, 18 Uhr
Moderation: Shahrzad Eden Osterer (Bayerischer Rundfunk)
Weltweit gewinnen Rechtspopulisten massiv an Unterstützung und gefährden die liberale Demokratie. Peter R. Neumann, einer der international renommiertesten Extremismus-Experten, und der vielfach ausgezeichnete Journalist und Dokumentarfilmer Richard C. Schneider haben sich unter anderem in Ungarn, Frankreich, den Niederlanden, Italien und den USA umgesehen. Ihre augenöffnende Recherche (Rowohlt Berlin) zeigt wie unter einem Brennglas, welcher Gefahr Deutschland gegenübersteht. Weiterlesen »
Mi. 03.12.2025 | 13. Kislew 5786
Kultur
„Vom Überleben ins Leben“: Eine jüdische Biografie im München der Nachkriegszeit mit Roman Haller
Beginn 19:00Buchpräsentation und Gespräch
Mittwoch, 3. Dezember 2025, 19 Uhr
Vorstellung der Autobiografie von Roman Haller
Moderation: Shahrzad Osterer (BR)
Roman Haller erzählt von seiner Geburt 1944 in einem Waldversteck in Polen, vom Aufwachsen in Deutschland, einem Land, das seine Eltern ermordet hätte, wenn es ihrer in der NS-Zeit habhaft geworden wäre, vom jüdischen Alltag zwischen Schwarzmarkt und Schulbank, Davidstern und Lederhose. Mit Humor schildert er, wie das Leben trotz allem weiterging und wie er seinen Platz im München der Nachkriegszeit fand. Weiterlesen »
Do. 04.12.2025 | 14. Kislew 5786
Kultur
„Schweigend stand sie vor der geschlossenen Tür“ – Zwiesprache mit Zeruya Shalev und Anne Birkenhauer
Beginn 19:00Lesung und Gespräch
Donnerstag, 4. Dezember 2025, 19 Uhr
Die Schriftstellerin Zeruya Shalev und Anne Birkenhauer, ihre Übersetzerin, unterhalten sich auf Hebräisch und Deutsch über Shalevs vorletzten Roman »Schicksal«.
Lesung in hebräischer und deutscher Sprache
Moderation und Übersetzung des Zwiegesprächs: Anne Birkenhauer Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
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