Charlotte Knobloch zum Tod von Franz Beckenbauer: „Deutschen Fußball über Generationen geprägt“
Montag, den 8. Januar 2024München, 8.1.2024. Zum Tode des FC-Bayern-Ehrenpräsidenten Franz Beckenbauer im Alter von 78 Jahren erklärt die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch:
„Die Meldung vom Tode Franz Beckenbauers ist eine traurige Nachricht für den deutschen Fußball, für unser ganzes Land und für mich persönlich. Wie so viele andere verbinde ich mit ihm einige der schönsten Fußballerinnerungen meines Lebens. Die Europameisterschaft 1972, die WM-Titel als Spieler 1974 und als Teamchef 1990 und besonders seine triumphalen Jahre beim FC Bayern bleiben unvergesslich. In seiner langen Karriere als Spieler und Funktionär hat Beckenbauer dem deutschen Fußball über Generationen seinen Stempel aufgedrückt und die Fans begeistert – darunter auch mich. Der ‚Kaiser‘ war über Deutschlands Grenzen hinaus ein großartiger Botschafter seines Sports und unseres Landes. Die Lücke, die er hinterlässt, kann niemand schließen; aber die schönen Momente, die er allen Fußballfans geschenkt hat, werden für immer bleiben.“
Charlotte Knobloch zum Tode von Wolfgang Schäuble
Mittwoch, den 27. Dezember 2023München, 27.12.2023. Am gestrigen Dienstag ist der frühere Bundestagspräsident und langjährige Bundesminister Dr. Wolfgang Schäuble im Alter von 81 Jahren gestorben. Hierzu erklärt die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch: „Mit großer Trauer habe ich die Nachricht vom Tode Wolfgang Schäubles aufgenommen; meine Gedanken sind bei seiner Frau, seinen Kindern und Enkeln. In den langen Jahrzehnten seiner politischen Laufbahn habe ich Wolfgang Schäuble als außerordentlich aufrechten, unbeirrbaren Menschen wahrgenommen und schätzen gelernt als jemanden, dem das Wohl unseres Landes ehrlich am Herzen lag.“ Weiterlesen »
Charlotte Knobloch zum Tode von Henry Kissinger sel. A.
Donnerstag, den 30. November 2023München, 30.11.2023. Am gestrigen Mittwoch ist der aus Fürth stammende ehemalige amerikanische Außenminister Henry Kissinger im Alter von 100 Jahren gestorben. Hierzu erklärt die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch: „Mit großer Trauer habe ich vom Tode von Henry Kissinger sel. A. erfahren. Mit ihm verlieren wir nicht nur eine der prägenden Figuren der amerikanischen Politik, sondern einen Menschen, dessen Leben wie kaum ein anderes die Höhen und Tiefen des 20. Jahrhunderts abbildete. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.“ Weiterlesen »
Charlotte Knobloch zum Ergebnis der Landtagswahl in Bayern: „Wünsche dem Wahlsieger Erfolg und verlässliche Partner“
Sonntag, den 8. Oktober 2023München, 8.10.2023. Aus der heutigen Wahl zum 19. Bayerischen Landtag ist die CSU als deutlicher Sieger hervorgegangen, während Bündnis 90/Die Grünen und die AfD um den zweiten Platz konkurrieren. Zum Wahlausgang erklärte die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch: „Meine Gratulation am heutigen Abend geht an Ministerpräsident Dr. Markus Söder, der als Wahlsieger auch die kommende Staatsregierung anführen wird und so weiter für unser Land in der Verantwortung steht.“ Weiterlesen »
Charlotte Knobloch zur Entscheidung des Ministerpräsidenten in der Causa Aiwanger
Sonntag, den 3. September 2023München, 3.9.2023. Ministerpräsident Söder hat am heutigen Sonntag bekanntgegeben, dass er Hubert Aiwanger nicht aus seinem Amt als Staatsminister und stellvertrender Ministerpräsident entlassen wird. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, erklärt hierzu: „Die Entscheidung von Ministerpräsident Söder, Wirtschaftsminister Aiwanger im Amt zu belassen, ist politisch zu akzeptieren. Ich weiß, dass der Ministerpräsident diese Entscheidung als Ergebnis einer schwierigen Abwägung getroffen hat mit dem Ziel, einen gangbaren Weg für die Zukunft aufzuzeigen. Inwieweit es Hubert Aiwanger nun gelingen wird, die Vorwürfe, die noch im Raum stehen, mit Worten und Taten zu entkräften, wird sich dabei zeigen. Er muss Vertrauen wiederherstellen und deutlich machen, dass seine Aktionen demokratisch und rechtlich gefestigt sind. Die Türen der jüdischen Gemeinschaft waren für ihn immer offen.“ Weiterlesen »
Kulturzentrum der IKG feiert 40-jähriges Bestehen
Freitag, den 30. Juni 2023München, 30.6.2023. Das Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern hat am gestrigen Donnerstag sein 40-jähriges Bestehen gefeiert. Vor knapp 90 geladenen Gästen auf der sommerlichen Feier gratulierte IKG-Präsidentin Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch der langjährigen Leiterin des Kulturzentrums, Ellen Presser, zum außergewöhnlichen Jubiläum: „Vom Moment seiner Gründung an war das Kulturzentrum ein Leitstern und Magnet für alle, die sich für die jüdische Kultur interessierten. Für unzählige Menschen bot es einen ersten Berührungspunkt mit dem zeitgenössischen Judentum und wirkte damit weit über München hinaus.“ In einer Zeit wachsender Neugier über jüdisches Leben, so Knobloch weiter, habe die Gründung des Zentrums im Jahr 1983 der Mehrheitsgesellschaft eine erste Tür geöffnet. „Heute stehen diese Tore weit offen. Auch weil die jüdische Kultur die Herzen der Menschen angesprochen hat, konnte unsere Kultusgemeinde später ins Herz der Stadt zurückkehren.“ Weiterlesen »
AfD gewinnt Landratswahl in Sonneberg – Knobloch: „Ausrufezeichen gegen die Demokratie“
Sonntag, den 25. Juni 2023München, 25.6.2023. Medienberichten zufolge hat der Kandidat der AfD die Landratswahl im thüringischen Landkreis Sonneberg in der Stichwahl für sich entschieden. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, äußerte sich zutiefst besorgt: „Zehn Jahre nach der Gründung der AfD und sechs Jahre nach dem Einzug der rechtsextremen Partei in den Bundestag spreche ich heute nicht mehr von einem Dammbruch: Das würde das Wort entwerten. Die Gefahr für die jüdische Gemeinschaft und andere Minderheiten ist längst real. Wenn die Menschen in Sonneberg an diesem Sonntag zum ersten Mal einen Vertreter der AfD zum Landrat wählen, dann schlagen Sie damit der stabilen Demokratie in Deutschland einen weiteren Stützpfeiler aus.“ Weiterlesen »
Knobloch zum 85. Jahrestag des Abrisses der alten Münchner Hauptsynagoge am 9.6.: „Ende der alten Münchner Gemeinde“
Dienstag, den 6. Juni 2023München, 6.6.2023. Wenige Tage vor dem 85. Jahrestag des Ereignisses hat die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKGM), Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, an den Abriss der alten Münchner Hauptsynagoge am 9. Juni 1938 erinnert. Knobloch hatte die alte Hauptsynagoge als kleines Kind selbst noch kennengelernt: „Mein Vater war ein angesehenes Mitglied der Gemeinde, und wir waren immer wieder dort.“ Sie selbst habe natürlich noch nicht alles verstanden, „aber ich war fasziniert von der Liturgie und den Gesängen.“ Die tiefe Trauer der Menschen während des letzten G’ttesdienstes vor dem Abriss im Juni 1938 habe sich ihr bis heute ins Gedächtnis eingebrannt, so Knobloch: „Ich habe in meinem Leben selten ein solches Unglück in den Gesichtern gesehen wie an diesem Tag.“ Weiterlesen »
Geschützt: Rede von IKG-Präsidentin Knobloch zum Protest gegen das Konzert von Roger Waters
Sonntag, den 21. Mai 2023VeranstaltungenÜberblick »
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Aktuelle Veranstaltungen
Mi. 23.09.2026 | 12. Tischri 5787
Kultur
»Briefe an meinen Vater«. Von und mit Konrad Bernheimer
Beginn 19:00 Uhr:Moderation: Ellen Presser
Konrad Bernheimer stellt das Schicksal seines Vaters Kurt sehr persönlich in den historischen Kontext dessen Lebenszeit: als Sohn des renommierten Kunsthändlers und Antiquitätensammlers Otto Bernheimer, als Bruder, Student der Kunstgeschichte, Emigranten in den venezolanischen Anden und Familienvater. 1954 kommt Konrad mit Mutter und zwei Schwestern zum Großvater nach München – ohne den Vater. Erst viel später erfährt Konrad Bernheimer, inzwischen selbst ein international erfolgreicher Kunsthändler, was mit seinem Vater einst geschah. Aus überlieferten Dokumenten und Familienerinnerungen entwickelt Bernheimer jr. eine Zwiesprache mit dem abwesenden Vater über Scham und Schuld, Liebe und Prägungen und die Last, die einem die Geschichte auferlegt, denn »Erinnerung bedeutet, dass etwas bleibt – auch wenn so vieles verschwunden ist«.
Sa. 17.10.2026 | 6. Cheschwan 5787
Kultur
Zum 27. Mal: »Die lange Nacht der Münchner Museen
Beginn 20:30 Uhr:Beitrag der IKG München und Oberbayern
Auf einen Blick:
Vorträge (je 30 Min.)
20:30 Uhr Dinah Zenker
22:00 Uhr Ellen Presser
Konzerte des Synagogenchors »Schma Kaulenu«
unter Leitung von David Rees
21:15 Uhr und 22:30 Uhr (ca. 30 Min.)
Eine Synagoge, wörtlich Ort der Zusammenkunft (zum Gebet), ist von zentraler Bedeutung für jüdisches Leben. Der Vortrag erläutert, woher der Name »Ohel Jakob kommt, ferner architektonische Besonderheiten und die Rolle der Musik.
Musikalische Begleitung: Luisa Pertsovska
Veranstaltungsort: Synagoge »Ohel Jakob«, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München
Das Restaurant Einstein im Jüdischen Gemeindezentrum bietet koschere Köstlichkeiten.
Das Ticket kostet 20 Euro und berechtigt zum Eintritt in über 100 beteiligte Häuser.
Weitere Informationen unter www.muenchner.de und www.ikg-m.de
So. 18.10.2026 | 7. Cheschwan 5787
Kultur
»Shvayg Mayn Harts«. Jiddische Lieder aus der goldenen Ära des New Yorker Yiddish Theatre
Beginn 17:00 Uhr:
Sasha Lurje & Roman Grinberg – Gesang
Shvayg Mayn Harts Orchestra
Dirigent: Michael Alexander Willens
Mit „Shvayg Mayn Harts“ erfüllt sich Michael Alexander Willens einen lang gehegten persönlichen Traum: die Musik seiner beiden Großväter Alexander Olshanetsky und
Herman Yablokoff wieder auf die Bühne zu bringen. Beide gehörten zu den prägenden Persönlichkeiten des jiddischen Theaters in New York.
Als Komponisten, Sänger und Bühnenstars schufen sie Lieder, die weit über die jüdische Gemeinschaft hinaus bekannt wurden und bis heute zum Schatz des jiddischen Musiktheaters zählen. Werke wie „Papirosn“, „Mayn Shtetele Belz“, „Hopkele“ oder „Ikh hob dikh tsufil lib“ erzählen von Liebe und Sehnsucht, von Heimweh und Hoffnung, von den Erinnerungen an die alte Heimat und vom Traum eines neuen Lebens in Amerika.
Gemeinsam mit dem eigens gegründeten „Shvayg Mayn Harts Orchestra“ lässt Michael Alexander Willens diese musikalische Welt neu aufleben. Mit Sasha Lurje und Roman Grinberg, der auch für die Orchesterarrangements verantwortlich zeichnet, stehen zwei der führenden Stimmen der internationalen jiddischen Musikszene auf der Bühne. Sie führen durch ein Programm voller Emotionen, Humor und Lebensfreude und schlagen eine Brücke von den Anfängen des jiddischen Theaters in Osteuropa bis zu seiner Blütezeit in New York.
Voranmeldung erforderlich möglichst bis 7. Oktober unter: festkonzert@ikg-m.de
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100
Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
E-Mail: empfang@ikg-m.de
