Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

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30. November 2023

Charlotte Knobloch zum Tode von Henry Kissinger sel. A.

München, 30.11.2023.  Am gestrigen Mittwoch ist der aus Fürth stammende ehemalige amerikanische Außenminister Henry Kissinger im Alter von 100 Jahren gestorben. Hierzu erklärt die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch: „Mit großer Trauer habe ich vom Tode von Henry Kissinger sel. A. erfahren. Mit ihm verlieren wir nicht nur eine der prägenden Figuren der amerikanischen Politik, sondern einen Menschen, dessen Leben wie kaum ein anderes die Höhen und Tiefen des 20. Jahrhunderts abbildete. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.“

Knobloch weiter: „Henry Kissinger war eine Ikone der Zeitgeschichte. Als Wissenschaftler, als Politiker und als Privatperson hinterließ Kissinger seine Spuren in den Geschichtsbüchern, und wer ihn einmal traf, der vergaß ihn danach niemals mehr. Ich selbst war bei jedem Treffen aufs Neue beeindruckt von seinem würdevollen Auftreten, seiner inneren Ruhe und seiner zugleich kraftvollen und zupackenden Art.“

Knobloch abschließend: „Mit seinem Tod ist heute auch ein Stück der bayerisch-jüdischen Geschichte verloren gegangen. Kissinger, der in Fürth zur Welt kam und seiner Heimat zumindest in der Sprache auf beiden Seiten des Atlantiks immer treu blieb, stand zeit seines Lebens mit seiner Person für eine jüdische Präsenz in Stadt und Region, wie es sie nach 1945 für viele Jahre und Jahrzehnte nicht mehr gab. Die Lücke, die er hinterlässt, wird so nur noch größer.“

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April 2026 | Adar II-Nissan | « »

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Do. 16.04.2026 | 29. Nissan 5786

Kultur

Spielfilm: „The Survivor“

Beginn 19:00

Spielfilm nach wahren Begebenheiten
Donnerstag, 16. April 2026, 19 Uhr
Beitrag zu den 17. Jüdischen Filmtagen

Kanada/Ungarn/USA 2021, 129 Min., OF Englisch (Vorführung in deutscher Fassung)
Regie: Barry Levinson; Drehbuch: Justine Juel Gillmer,
Musik: Hans Zimmer; Kamera: George Steel
Darsteller: Ben Foster, Billy Magnussen, Danny DeVito, Vicky Krieps u. v. a.

Der Film beginnt im Jahr 1963 am Strand von Brighton Beach, wo der Boxer Harry Haft (dargestellt von Ben Foster) von Erinnerungen an seine Jugendliebe Leah überwältigt wird. Er wird wie auch die Zuschauer in Flashbacks, zu denen ein Interview mit einem Journalisten beiträgt, noch einmal mit seiner Überlebensgeschichte im KZ Auschwitz – nämlich Schauboxen auf Leben und Tod zur Belustigung der Wachmannschaften – konfrontiert. 1948 emigrierte er und hielt sich in New York mit Boxkämpfen über Wasser. Weiterlesen »

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