Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

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Charlotte Knobloch zur Aktion des Zentrums für Politische Schönheit: „Eine ungeheuerliche Verfehlung“

Dienstag, den 3. Dezember 2019

München, 3.12.2019.  Das Zentrum für Politische Schönheit hat am gestrigen Montag in unmittelbarer Nähe des Bundestages eine „Säule gegen den Verrat an der Demokratie“ errichtet, die nach Aussagen der Aktivisten auch die Asche von Opfern des Holocaust enthalten soll. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erklärt hierzu: „Die jüngste Aktion des Zentrums für Politische Schönheit soll provozieren, ist aber tatsächlich nur geschmacklos, taktlos und pietätlos. Sollte die Behauptung des ZPS zutreffen und die ‚Widerstandssäule‘ tatsächlich mit der Asche von Holocaust-Opfern gefüllt sein, wäre das nicht nur eine Störung der Totenruhe und eine Missachtung der jüdischen Begräbnisregeln, sondern auch politisch völlig kontraproduktiv. Kein noch so legitimes Anliegen gibt dem ZPS – oder irgendjemand anderem – das Recht, die Opfer des Nationalsozialismus in einer so respektlosen Art und Weise zu instrumentalisieren.“

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Charlotte Knobloch zur Landtagswahl in Thüringen: „Erosion der demokratischen Kultur“

Sonntag, den 27. Oktober 2019

München, 27.10.2019.  Bei der heutigen Landtagswahl in Thüringen musste die bisherige rot-rot-grüne Landesregierung deutliche Verluste hinnehmen; die AfD konnte ihr Ergebnis gegenüber der Wahl vor fünf Jahren mehr als verdoppeln. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erklärt hierzu: „Die stetige Erosion der demokratischen Kultur setzt sich an diesem Wahlsonntag ungebremst fort. Dass eine Partei wie die sogenannte Alternative für Deutschland auf Landesebene ein solches Ergebnis einfahren kann, zeigt, dass in unserem politischen System etwas grundlegend aus den Fugen geraten ist. Wo eine solche Partei Erfolge feiert, da gibt es ein Problem.“ Weiterlesen »

Charlotte Knobloch zum Anschlag in Halle

Mittwoch, den 9. Oktober 2019

München, 9.10.2019.  Am heutigen Mittwoch erschoss ein Attentäter vor der Synagoge von Halle (Saale) zwei Personen. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erklärt hierzu: „Der entsetzliche Anschlag mit zwei Todesopfern an der Hallenser Synagoge erfüllt uns mit Trauer und Wut. Unsere Gedanken sind in diesem Moment bei den Opfern dieses Terrorangriffs und bei ihren Angehörigen.“ Weiterlesen »

Charlotte Knobloch zum Tode von Marko Feingold sel. A.

Freitag, den 20. September 2019

München, 20.9.2019.  Am gestrigen Donnerstag ist der Holocaust-Überlebende und langjährige Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg, Marko Feingold, im Alter von 106 Jahren gestorben. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern und ehemalige Präsidentin des Zentralrats, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erklärt hierzu: „Mit großer Trauer habe ich heute vom Tode von Marko Feingold sel. A. erfahren, der nach einem überaus langen und erfüllten Leben im Alter von 106 Jahren von uns gegangen ist. Feingold, der seinerzeit noch in der k.u.k.-Monarchie geboren wurde, war als Überlebender der Konzentrationslager Auschwitz, Dachau und Buchenwald einer der bedeutendsten Zeitzeugen des Holocaust – und eine Persönlichkeit, die nicht nur in Österreich eine Ära des jüdischen Lebens geprägt hat.“ Weiterlesen »

Antisemitische Vorfälle der vergangenen Tage laut Knobloch „quantitativ und qualitativ eine neue Dimension“

Dienstag, den 6. August 2019

München, 6.8.2019.  In den vergangenen Tagen kam es in München zu zwei antisemitischen Vorfällen. Nachdem zunächst am Samstag ein Gemeindemitglied in Schwabing beschimpft und anschließend einer seiner erwachsenen Söhne von einer zweiten Person bespuckt wurde, fand ein weiteres Mitglied der IKG am Montagabend im Treppenhaus seines Wohnhauses eine Davidstern-Schmiererei vor. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erklärt hierzu: „Der Vorfall in der Hohenzollernstraße, bei dem die Familie eines Münchner Rabbiners verbal angegriffen und ein Familienmitglied auf offener Straße bespuckt wurde, ist leider symptomatisch für die schwierige Situation vieler jüdischer Menschen in der heutigen Zeit.“ Weiterlesen »

Knobloch beklagt nach Angriff auf Berliner Gemeinderabbiner schwindendes Sicherheitsgefühl für jüdische Menschen

Mittwoch, den 31. Juli 2019

München, 31.7.2019.  Wie heute bekannt wurde, ist der Rabbiner der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Yehuda Teichtal, am vergangenen Wochenende Opfer eines antisemitischen Angriffs geworden. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erklärt hierzu: „Ich bin fassungslos über den Angriff, den Rabbiner Teichtal – in Anwesenheit seines Kindes! – am Wochenende in Berlin erleben musste. Die Angst vieler Mitglieder der jüdischen Gemeinden, sich in der Öffentlichkeit als jüdisch zu erkennen zu geben, wird durch Vorfälle wie diesen noch verstärkt, das Sicherheitsgefühl schwindet weiter.“ Weiterlesen »

Bei Besuch in der IKG: Bayerische Bürgerallianz übernimmt Antisemitismus-Definition der IHRA

Dienstag, den 16. Juli 2019

München, 16.7.2019.  Vertreter der „Bürgerallianz Bayern“ haben bei einem Besuch in der Israelitischen Kultusgemeinde gegenüber der Präsidentin der IKG, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, und dem Beauftragten der Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, Dr. Ludwig Spaenle, die Annahme der Antisemitismusdefinition der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) erklärt. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erklärt hierzu:

„Ich begrüße die Entscheidung der Bürgerallianz Bayern außerordentlich, die Antisemitismusdefinition der IHRA zu übernehmen und somit noch intensiver gegen Antisemitismus vorzugehen. Mit der Maßnahme gießt die Allianz das bekannte Wort vom gesamtgesellschaftlichen Widerstand gegen Antisemitismus in eine konkrete Form und übernimmt Verantwortung im Kampf für eine offene Gesellschaft und gegen Judenhass. Die Mitgliedsverbände und ihre über zwei Millionen Mitglieder in Bayern setzen so ein wichtiges Zeichen, das über den heutigen Tag hinausweist.“ Weiterlesen »

Umstrittene Ausstellungstexte im Jüdischen Museum München – Knobloch: „Einseitig, irreführend und kontraproduktiv“

Dienstag, den 16. Juli 2019

München, 16.7.2019.  Teile der Begleittexte der Ausstellung ‚Sag Schibbolet!‘ des Jüdischen Museums München stoßen derzeit auf erhebliche Kritik. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erklärt hierzu: „Die Formulierungen, die das Jüdische Museum in der Installation ‚Desert Bloom‘ seiner Ausstellung ‚Sag Schibbolet!‘ gebraucht, sind einseitig, inhaltlich irreführend und besonders vor dem Hintergrund einer ohnehin zunehmenden Feindlichkeit gegenüber Israel und jüdischen Menschen völlig kontraproduktiv.“ Weiterlesen »

Knobloch nach der Europawahl: „Demokraten müssen zusammenstehen“

Montag, den 27. Mai 2019

München, 27.5.2019.  Bei der gestern zu Ende gegangenen Europawahl haben rechtsradikale und rechtsextreme Parteien in vielen europäischen Ländern sehr gute Ergebnisse erzielt. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erklärt hierzu: „Die Ergebnisse der Europawahl beunruhigen mich zutiefst. Wenn rechtsextreme Parteien selbst in europäischen Kernländern wie Frankreich und Italien zur stärksten politischen Kraft werden können, dann zeigt das, dass wir auf dem falschen Weg sind.“

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Knobloch begrüßt Verurteilung von BDS durch den Bundestag

Freitag, den 17. Mai 2019

München, 17.5.2019.  Mit großer interfraktioneller Mehrheit hat der Bundestag heute die BDS-Kampagne verurteilt. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erklärt hierzu: „Den heutigen Entschluss des Bundestages begrüße ich ausdrücklich. Er ist in der Sache richtig und fügt sich ein in eine Reihe ähnlicher Beschlüsse gegen die antisemitische BDS-Kampagne, die Gemeinden und andere Institutionen in aller Welt in der Vergangenheit bereits gefasst haben.“

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Aktuelle Veranstaltungen


So. 30.11.2025 | 10. Kislew 5786

Kultur

„Das Sterben der Demokratie“: Ein Abend mit Richard C. Schneider und Peter R. Neumann

Beginn 18:00

Buchpräsentation und Gespräch
Sonntag, 30. November 2025, 18 Uhr

Moderation: Shahrzad Eden Osterer (Bayerischer Rundfunk)

Weltweit gewinnen Rechtspopulisten massiv an Unterstützung und gefährden die liberale Demokratie. Peter R. Neumann, einer der international renommiertesten Extremismus-Experten, und der vielfach ausgezeichnete Journalist und Dokumentarfilmer Richard C. Schneider haben sich unter anderem in Ungarn, Frankreich, den Niederlanden, Italien und den USA umgesehen. Ihre augenöffnende Recherche (Rowohlt Berlin) zeigt wie unter einem Brennglas, welcher Gefahr Deutschland gegenübersteht. Weiterlesen »

Mi. 03.12.2025 | 13. Kislew 5786

Kultur

„Vom Überleben ins Leben“: Eine jüdische Biografie im München der Nachkriegszeit mit Roman Haller

Beginn 19:00

Buchpräsentation und Gespräch
Mittwoch, 3. Dezember 2025, 19 Uhr

Vorstellung der Autobiografie von Roman Haller

Moderation: Shahrzad Osterer (BR)

Roman Haller erzählt von seiner Geburt 1944 in einem Waldversteck in Polen, vom Aufwachsen in Deutschland, einem Land, das seine Eltern ermordet hätte, wenn es ihrer in der NS-Zeit habhaft geworden wäre, vom jüdischen Alltag zwischen Schwarzmarkt und Schulbank, Davidstern und Lederhose. Mit Humor schildert er, wie das Leben trotz allem weiterging und wie er seinen Platz im München der Nachkriegszeit fand. Weiterlesen »

Do. 04.12.2025 | 14. Kislew 5786

Kultur

„Schweigend stand sie vor der geschlossenen Tür“ – Zwiesprache mit Zeruya Shalev und Anne Birkenhauer

Beginn 19:00

Lesung und Gespräch
Donnerstag, 4. Dezember 2025, 19 Uhr

Die Schriftstellerin Zeruya Shalev und Anne Birkenhauer, ihre Übersetzerin, unterhalten sich auf Hebräisch und Deutsch über Shalevs vorletzten Roman »Schicksal«.

Lesung in hebräischer und deutscher Sprache

Moderation und Übersetzung des Zwiegesprächs: Anne Birkenhauer Weiterlesen »

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