Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Alle Beiträge der Kategorie Kultur

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Kino, Dokus, Spielfilme, Krimis – das waren die 8. Jüdischen Filmtage

Mittwoch, den 8. März 2017

Einen Monat lang war das Gemeindezentrum am Jakobsplatz der cineastische Hotspot der Stadt. Die Jüdischen Filmtage, bereits zum achten Mal vom Kulturzentrum der IKG organisiert, sind längst als kulturelles Ereignis der Extraklasse bei den Kino- und Filmfreunden angekommen. Von Helmut Reister, erschienen in der Jüdischen Allgemeinen vom 2.3.2017. Weiterlesen »

Eröffnungsfilm der Jüdischen Filmtage in München: „Ziarno Prawdy“ („Ein Körnchen Wahrheit“)

Montag, den 9. Januar 2017

unbenanntThriller. Regie: Borys Lankosz. Polen 2015, 112 Min., OF mit dt. Untertiteln.

Eine Veranstaltung im Rahmen der 8. Jüdischen Filmtage in München. Das komplette Programm finden Sie in diesem Booklet (PDF-Download).

Nach seiner Scheidung lässt sich der Warschauer Ermittler Teodor Szacki in die malerische Kleinstadt Sandomierz im Südosten Polens versetzen. Doch viel Zeit zur Eingewöhnung bleibt dem kühlen Skeptiker nicht, denn die Idylle trügt. Schon bald wird er mit einem Mordfall konfrontiert, der Züge eines angeblichen Ritualmordes aufweist.

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Erinnerungen mit Wortwitz

Donnerstag, den 8. Dezember 2016

Der Liedermacher Wolf Biermann stellte seine Autobiografie »Warte nicht auf bessre Zeiten!« vor. Von Helmut Reister, erschienen in der Jüdischen Allgemeinen, 8.12.2016. Ehrenbürger von Berlin und Träger zahlreicher Auszeichnungen wurde er, Staatsfeind der DDR war er, Liedermacher, Dichter und Autor ist er schon immer: Wolf Biermann. Weiterlesen »

Der Terror der anderen

Donnerstag, den 3. November 2016

Lesung | Die in Paris lebende Autorin Gila Lustiger stellte in der IKG München ihren Essay »Erschütterung« vor. Von Helmut Reister, erschienen in der Jüdischen Allgemeinen, 3.11.2016. Die in Frankfurt am Main geborene und seit Langem in Paris lebende Autorin Gila Lustiger hat im Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern ihr aktuelles Buch Erschütterung. Über den Terror (Berlin Verlag) vorgestellt. Weiterlesen »

Überleben, damit eine Erinnerung bleibt

Donnerstag, den 13. Oktober 2016

Shlomo Birnbaum und sein Biograf Rafael Seligmann berichteten vom Weiterleben nach der Schoa. Von Ellen Presser, erschienen in der Jüdischen Allgemeinen vom 13.10.2016. „Kawod“ (Ehre) ist ein Begriff, der viel zählt in der Familie Birnbaum. Ihr Oberhaupt Shlomo Birnbaum, der am 15. Oktober seinen 89. Geburtstag feiert, setzte das Gedenken an seinen Vater Arie, seine Mutter Chenka und seine ermordeten Geschwister Ester, die Zwillinge Jakob und Hirsch sowie Nesthäkchen Abraham an den Anfang seiner Memoiren Ein Stein auf meinem Herzen. Weiterlesen »

Hollywood am Sendlinger Tor

Donnerstag, den 15. September 2016

Die Jüdischen Filmtage eröffneten mit der lang erwarteten Amos-Oz-Verfilmung von Natalie Portman. Von Helmut Reister, erschienen in der Jüdischen Allgemeinen vom 15.9.2016. Besser hätten die „Jüdischen Filmtage“ der IKG nicht starten können. Mit 400 Besuchern war das älteste Kino Münchens am Sendlinger-Tor-Platz komplett ausgebucht – und das, obwohl der Film im hebräischen Original gezeigt wurde. Weiterlesen »

Europäischer Tag der jüdischen Kultur am 4. September 2016

Dienstag, den 2. August 2016

Der Europäische Tag der jüdischen Kultur (ETdjK) begann zunächst als Tag der offenen Tür im Elsass 1996. Der Erfolg war so groß, dass der Tag jährlich mit immer mehr Veranstaltungsorten gefeiert wurde. 1999 nahmen ganz Frankreich, Deutschland, Schweiz, Italien und Spanien teil. Ein Jahr später kamen weitere elf Länder hinzu. Der ETdjK wurde zu einem echten paneuropäischen Ereignis. Seit 2004 wird das Projekt von der AEPJ (Association europeenne pour la presentation et la valorisation de la culture et du patrimoine juifs) koordiniert. Die Israelitische Kultusgemeinde München & Oberbayern beteiligt sich bereits zum zehnten Mal am ETdjK, der in diesem Jahr unter dem Motto „Jüdische Sprachen“ stattfindet.

Das Programm als PDF-Download erhlaten sie hier.

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Literatur: Scholem Alejchem, der Bewahrer des Schtetls

Donnerstag, den 12. Mai 2016

Zum 100. Todestag des jiddischsprachigen Schriftstellers Scholem Alejchem. Von Welf Grombacher, erschienen in der Jüdischen Allgemeinen, von 12.5.2016. Der Schnurrbart ist schuld! Immer wieder wurde Scholem Alejchem »der jüdische Mark Twain« genannt. Das ist erstaunlich, vergleicht man die Bücher der beiden miteinander. Weiterlesen »

Ehrung für den Maestro

Donnerstag, den 3. März 2016

Der Dirigent Zubin Mehta erhielt in München den „Shield of Keren Hayesod“. Von Ellen Presser, erschienen in der Jüdischen Allgemeinen, 3.3.2016.  Weiterlesen »

Georg Stefan Troller: „Jeder sein eigener Pirat“

Donnerstag, den 10. Dezember 2015

Zum Geburtstag des österreichischen Schriftstellers und Journalisten, von Ellen Presser, erschienen in der Jüdischen Allgemeinen, 10.12.2015. Der Reiseschriftsteller, Menschenkenner, Interviewmeister, Dokumentarfilmer, Drehbuchautor, Gedächtniskünstler und Geschichtenerzähler Georg Stefan Troller kennt die halbe – ach was, die ganze Welt. Über viele Städte kann er vieles erzählen: seine Geburtsstadt Wien, deren Sprachmelodie er zeitlebens mit sich führt, Paris, wo er seit den 60er-Jahren lebt, und natürlich München, wo er zum Kriegsende 1945 als US-Soldat und Befreier einrückte und wohin er wegen der Arbeit für den Bayerischen Rundfunk oft wiederkehrte. Weiterlesen »

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Aktuelle Veranstaltungen


So. 27.01.2019 | 21. Schwat 5779

Kulturzentrum

Jüdische Filmtage: „Schwarzer Honig. Leben und Werk von Abraham Sutzkever“

Beginn 17:00

„Black Honey. The Life and Poetry of Avraham Sutskever“

Dokumentarfilm
Regie: Uri Barbash
Drehbuch: Uri Barbash, Hadas Kalderon
Produzent: Yair Qedar
Kamera: Tulik Galon
Schnitt: Ori Derdikman

Musik: Alon Lothringer. Ton: Ami Arad
Israel 2018, 76 Min., hebr./engl./jidd. OV mit dt. Untertiteln

Abraham Sutzkever (1913–2010) zählt zu den bedeutendsten Jiddisch schreibenden Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Bei Wilna geboren, verbrachte er fünf Jahre seiner Kindheit in Sibirien, wohin die Eltern 1915 deportiert worden waren.

Seit den frühen 1930er Jahren gehörte er zum avantgardistischen jüdischen Autoren- und Künstlerkreis »Jung-Wilne«. Ab 1934 veröffentlichte er regelmäßig in Warschauer und Wilnaer

Abraham Sutzkever © Familienbesitz

Zeitschriften. 1937 erschien sein erster Gedichtband »Lider« (Lieder). Im Ghetto von Wilna schloss er sich einer Untergrundorganisation an und rettete Handschriften und Dokumente vor der Vernichtung durch die Deutschen. Dort musste er auch mitansehen, wie seine Mutter und sein Sohn ermordet wurden. Ihm gelang als einem von wenigen die Flucht aus dem Ghetto. Zunächst ging er nach Moskau, wo er bereits 1944 über die Vernichtung der Juden in seiner Heimat berichtete. In späteren Arbeiten dokumentierte er die Gräuel der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Nach dem Krieg war Sutzkever Zeuge im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess, 1947 emigrierte er nach Israel, wo er die renommierte Literaturzeitschrift »Di goldene kejt« gründete.

Der Film des israelischen Regisseurs Uri Barbash porträtiert einen Menschen, dem die Poesie half das Erlebte zu überstehen und Zeugnis abzulegen. Sutzkevers Werke sind in über 30 Sprachen übersetzt.

Einführung: Dr. Evita Wiecki, Jiddisch-Lektorin am Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur an der Ludwig-Maximilians-Universität München

Schlusswort: Yair Qedar, preisgekrönter israelischer Filmproduzent

Eintritt: 5 Euro (Schüler, Studenten, Münchenpass-Inhaber frei)

Karten unter 089/20 24 00-491, per E-Mail an karten@ikg-m.de und an der Abendkasse

Veranstalter: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18

 

Mo. 04.02.2019 | 29. Schwat 5779

Kulturzentrum

Jüdische Filmtage: „116 Cameras“

Beginn 19:00

Dokumentarkurzfilm
Regie: Davina Pardo
Produzent: Davina Pardo
USA 2017, 15 Min., amerik. OF

Anschließend Podiumsgespräch

Wer erzählt die Geschichte von NS-Verfolgung und Holocaust, wenn keine Zeitzeuginnen und Zeitzeugen mehr da sind? Ausgehend von dieser Frage hat das Shoah Foundation Institute for Visual History and Education an der University of Southern California in Los Angeles ein ehrgeiziges neues Projekt in Angriff genommen, um Überlebende als digitale 3D-Projektionen dazustellen, die mit zukünftigen Generationen interagieren werden.

Eva Schloss © USC Shoah Foundation

Der Kurzfilm »116 Cameras« folgt der Auschwitz-Überlebenden Eva Schloss, während sie an diesem einzigartigen Prozess teilnimmt und reflektiert, wie sich ihre Rolle als Zeitzeugin des Holocaust im Laufe der Zeit verändert hat. Die Mutter von Eva Schloss war ab 1953 übrigens in zweiter Ehe mit Anne Franks Vater verheiratet.

Zur Frage nach »digitalen Zeitzeugen« und damit zum Thema, wie sich das Erinnern verändern wird, wenn es die Stimmen lebender Zeitzeuginnen und Zeitzeugen nicht mehr geben wird, diskutieren:

Michaela Melián, Professorin an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg, 2008 Gewinnerin des Kunstwettbewerbs der Stadt München »Opfer des Nationalsozialismus – Neue Formen des Erinnerns und Gedenkens«, mit dem Audiokunstprojekt »Memory Loops«;

Verena Lucia Nägel, Politologin, u.a. seit 2017 Betreuerin des Archivs »Fortunoff Video Archive for Holocaust  Testimonies« der Yale University an der Freien Universität Berlin;

Armand Presser, Sprecher für Rundfunk- und Filmbeiträge, Berater für das BR-Projekt »Die Quellen sprechen«

und

Dr. Jörg Skriebeleit, seit 1999 Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Moderation: Prof. Dr. Mirjam Zadoff, Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München

Eintritt  frei

Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum München in Kooperation mit dem Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Öberbayern

Veranstaltungsort: NS-Dokumentationszentrum München, Max-Mannheimer-Platz 1, 80333 München

So. 10.02.2019 | 5. Adar I 5779

Kulturzentrum

Jüdische Filmtage: Vortrag „Die Situation ist neu und reizvoll“ – Thomas Mann im Tonfilm (1929)

Beginn 17:00

Vortrag mit Filmbeispielen von Dr. Dirk Heißerer

Thomas Mann im Aufnahmestudio, Berlin 1929 © Presse-Foto GmbH

Als einer der ersten Schriftsteller überhaupt trat Thomas Mann (1875–1955) im Januar 1929 in einem Tonfilm mit dem Titel »Worte zum Gedächtnis Lessings« auf. Er thematisierte darin die Möglichkeiten des neuen Mediums und verband den antiken Mythos mit der modernen Technik.

Thomas Mann war zeitlebens ein eifriger Kinogänger, verfasste selbst Drehbücher und sah Verfilmungen seiner Romane »Buddenbrooks« (1923) und »Königliche Hoheit« (1953). Im Exil unterstützte er die Zürcher Filmagentur  von Julius Marx und Bernhard Diebold, die mit Hollywood über Verfilmungen nach Stoffen von Emigranten verhandelte. Sein ehrgeizigstes Filmprojekt, die Verfilmung der Tetralogie »Joseph und seine Brüder«, kam zwar, anders als vergleichbare Historienfilme, wie »Land of The Pharaohs« (1955) oder »The Ten Commandments« (1956), nicht zustande. Doch anhand von Illustrationen zur »Joseph«-Legende und mit Blick auf die Moses-Novelle »Das Gesetz« (1944) kann man erahnen, wie der Film hätte aussehen können.

Der Vortrag korrespondiert mit dem gleichnamigen Aufsatz in der Zeitschrift. JUNI-Magazin für Literatur und Kultur (Bielefeld, Aisthesis Verlag), H. 55/56, Januar 2019.

 Der Tonfilm vom 22. Januar 1929 wurde von der Tobis-Industrie GmbH in Berlin aufgenommen. Dauer: 3:52, archiviert im Bundesarchiv-Filmarchiv, Berlin (Signatur: BArch 20520).

Dr. Dirk Heißerer ist Literaturwissenschaftler in München, Veranstalter literarischer Spaziergänge und Exkursionen (www.lit-spaz.de) sowie Vorsitzender des Thomas-Mann-Forums München (www.tmfm.de).

Eintritt 5 Euro (Schüler, Studenten, Münchenpass-Inhaber Eintritt frei)

Karten unter Telefon (089)202400-491, per E-Mail an karten@ikg-m.de und an der Abendkasse

Veranstalter: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern & Thomas-Mann-Forum München

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München

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