Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

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Nach Aussagen von Ben-Gvir – Knobloch: „Stehen nicht für die Werte Israels“

Mittwoch, den 19. August 2026

München, 19.8.2026.  Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, hat die jüngsten Äußerungen des israelischen Ministers für öffentliche Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, verurteilt: „Diese Sätze stehen nicht für die Werte Israels, und sie sollten nicht unwidersprochen bleiben.“

Knobloch betonte, Israel und seine Menschen lebten seit dem Massaker der Hamas vom 7. Oktober 2023 in einem Ausnahmezustand. „Dieser Einschnitt trifft auch uns in der Diaspora, nicht zuletzt, weil Hass auf den jüdischen Staat schnell in Hass auf alles Jüdische mündet.“ Israel kämpfe seit seiner Gründung gegen solche Ablehnung, dabei wollten seine Menschen einfach nur in Frieden leben. „Sätze wie die von Herrn Ben-Gvir entstammen einem anderen Geist und rücken den Frieden in weitere Ferne.“ Weiterlesen »

Neuer Gemeindevorstand konstituiert – Knobloch als IKG-Präsidentin wiedergewählt

Montag, den 6. Juli 2026

München, 6.7.2026. Einen Tag nach Abschluss der Gemeindewahlen hat sich der neue Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKGM) am heutigen Montagabend im Jüdischen Gemeindezentrum am St.-Jakobs-Platz konstituiert.

Dabei wurde Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch als Präsidentin einstimmig und ohne Gegenkandidaten im Amt bestätigt. Als Vizepräsidenten gewählt wurden der Unternehmer Yehoshua Chmiel, der dieses Amt bereits seit 2016 ausübt, und Dr. jur. Michael Holland, der Antisemitismusbeauftragte des Landkreises Dachau. Holland war mit der gestrigen Wahl erstmals in den Vorstand eingezogen.

Das Präsidium amtiert, ebenso wie der Vorstand der Kultusgemeinde, für vier Jahre. Bei der Wahl am 2. und 5. Juli hatten die Mitglieder der IKGM über die Zusammensetzung des Vorstandes entschieden, der mit der heutigen konstituierenden Sitzung und der Wahl des Präsidiums die Arbeit aufgenommen hat. Charlotte Knobloch hat das Amt der Gemeindepräsidentin seit 1985 ununterbrochen inne.

Ergebnisse der Gemeindewahlen 2026

Sonntag, den 5. Juli 2026

München, 5.7.2026.  Am heutigen Sonntag sind die diesjährigen Vorstandswahlen der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKGM) zu Ende gegangen. Gemäß dem Ergebnis des Urnengangs vom 2. und 5. Juli 2026 gehören dem neu gewählten Vorstand an (Reihenfolge gemäß der Zahl der erhaltenen Wählerstimmen): Weiterlesen »

Nach Absage des Vortrages von Michel Friedman bei den Bayreuther Festspielen – Knobloch: „Wütend und enttäuscht“

Donnerstag, den 18. Juni 2026

München, 18.6.2026.  Nach der Absage des für den 26. Juli geplanten Gedenkkonzertes für ermordete jüdische Künstler mit einem Festvortrag von Prof. Dr. Dr. Michel Friedman im Rahmen der Eröffnung der 150. Bayreuther Festspiele hat die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, die Entscheidung der Organisatoren scharf kritisiert. Knobloch erklärte: „Diese Absage ist auf jeder Ebene eine Bankrotterklärung. Bei der vermeintlichen Verschiebung handelt es sich faktisch um nichts anderes als eine Ausladung Friedmans durch die Festspielleitung, die ihm durch die Begründung ‚Sicherheitsbedenken‘ obendrein noch indirekt die Verantwortung zuschiebt. Mir fehlen die Worte, um meine Wut und Enttäuschung auszudrücken.“ Weiterlesen »

Antrittsbesuch von OB Dominik Krause in der IKG – Knobloch: „Ein fester Verbündeter und ein wirklich treuer Freund“

Mittwoch, den 10. Juni 2026

München, 10.6.2026.  Am heutigen Mittwoch war der neue Münchner Oberbürgermeister Dominik Krause zu seinem Antrittsbesuch im Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKG) zu Gast. Am St.-Jakobs-Platz traf der Oberbürgermeister mit IKG-Präsidentin Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, den beiden Vizepräsidenten Yehoshua Chmiel und Peter Guttmann sowie dem Vorstandsmitglied Eugen Alter und IKG-Geschäftsführer Steven Guttmann zusammen.
Im Verlauf des Austauschs kamen die Teilnehmer zunächst auf soziale Fragen wie den immer knapperen Wohnraum zu sprechen; später verschob sich der Fokus auf für die jüdische Gemeinschaft zentrale Themen wie die öffentliche Sicherheit und den Kampf gegen Judenhass sowie den wachsenden politischen Extremismus. Weiterlesen »

Bildungszentrum von Yad Vashem kommt nach München – Knobloch: „Nötiges Gegengewicht zu politischem Extremismus“

Donnerstag, den 28. Mai 2026

München, 28.5.2026.  Yad Vashem hat bekanntgegeben, dass sein erstes Bildungszentrum in Deutschland in München entstehen soll, Leipzig erhält eine Außenstelle. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, begrüßte die Entscheidung: „Yad Vashem hat mit dem Entschluss, sein erstes Bildungszentrum in Deutschland in München zu eröffnen, die richtige Entscheidung getroffen. Mit ihrer Geschichte als frühere ‚Hauptstadt der Bewegung‘ und ihrer Gegenwart als Ort des Erinnerns und Knotenpunkt des jüdischen Lebens in Europa bietet unsere Stadt perfekte Voraussetzungen für eine Einrichtung, die die Gedenkkultur in einer neuen Epoche stärken soll.“ Weiterlesen »

Knobloch gratuliert Dominik Krause zur Wahl als Münchner Oberbürgermeister

Sonntag, den 22. März 2026

München, 22.3.2026.  Vorläufigen Ergebnissen zufolge konnte Herausforderer Dominik Krause die Stichwahl um das Amt des Münchner Oberbürgermeisters klar für sich entscheiden und wird damit die Nachfolge des bisherigen Amtsinhabers Dieter Reiter antreten. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, beglückwünschte den kommenden Oberbürgermeister: „Ich gratuliere Dominik Krause zu seinem bemerkenswerten Wahlerfolg und wünsche ihm für seine neue Aufgabe von ganzem Herzen viel Glück und Erfolg. Ich bin sicher, dass er mit der Energie und Tatkraft, die wir von ihm kennen, als Oberbürgermeister in den kommenden Jahren in München viel bewegen wird.“

Knobloch erklärte weiter: „Wir schätzen Dominik Krause bereits seit vielen Jahren als engen Freund und Verbündeten der jüdischen Gemeinschaft. Sein Einsatz gegen Hass ist gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig – und seine Wahl deshalb auch ein Signal.“ Weiterlesen »

Charlotte Knobloch zur möglichen Aufklärung des Brandanschlages in der Reichenbachstraße: „Wir haben lange auf diese Nachricht gewartet“

Freitag, den 30. Januar 2026

München, 30.1.2026. Berichten des SPIEGEL zufolge haben Ermittler der Staatsanwaltschaft nach Jahrzehnten einen Tatverdächtigen für den Brandanschlag auf das jüdische Gemeindezentrum in der Reichenbachstraße am 13. Februar 1970 ausfindig gemacht. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, erklärte dazu: „Dass der Anschlag in der Reichenbachstraße nach fast 56 Jahren womöglich doch noch aufgeklärt werden kann, hätte ich nicht mehr für möglich gehalten. Unsere ganze Gemeinde und alle, die wie ich persönliche Erinnerungen an diese furchtbare Nacht haben, haben lange auf diese Nachricht gewartet.“ Von Erleichterung könne man zwar nicht sprechen, so Knobloch weiter. „Die Ermordeten werden davon schließlich nicht wieder lebendig. Aber wenigstens hätten wir damit endlich eine Antwort auf eine Frage, die uns über ein halbes Jahrhundert bedrückt hat.“

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Ab diesem Jahr: Vierter öffentlicher Chanukka-Leuchter in München

Freitag, den 12. Dezember 2025

München, 12.12.2025. Der große Chanukka-Leuchter auf dem St.-Jakobs-Platz bekommt Zuwachs: Zum jüdischen Lichterfest Chanukka, das heuer am Abend des 14. Dezember beginnt, wird in der bayerischen Landeshauptstadt ein weiterer repräsentativer Leuchter öffentlich sichtbar aufgestellt. Die neue „Chanukkia“ auf dem Platz vor der Pinakothek der Moderne wird neben den Leuchtern vor der Hauptsynagoge, auf dem Prinzregentenplatz sowie auf dem Gelände des amerikanischen Generalkonsulats in der Königinstraße die vierte derartige Einrichtung in München sein. Weiterlesen »

Charlotte Knobloch zum Ergebnis der Landtagswahl in Brandenburg: „Grund zur Erleichterung, aber nicht für Euphorie“

Sonntag, den 22. September 2024

München, 22.9.2024.  Hochrechnungen zufolge hat die SPD von Ministerpräsident Dietmar Woidke die heutige Landtagswahl in Brandenburg gewonnen und damit einen möglichen Sieg der AfD verhindert. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, äußerte sich erleichtert über den Wahlausgang: „Dass eine demokratische Kraft den befürchteten Wahlsieg der AfD in letzter Minute noch verhindert hat, macht mir Hoffnung für die Widerstandsfähigkeit der gesellschaftlichen und politischen Mitte – weit über Brandenburg hinaus.“ Neben den Ergebnissen selbst zeige auch die gestiegene Wahlbeteiligung, dass nicht nur Extremisten mobilisieren könnten, so Knobloch: „Viele Menschen haben heute den Weg an die Urnen gefunden, um gegen eine rechtsextreme Präsenz in ihrem Landtag zu stimmen. Dafür zolle ich ihnen Respekt.“ Weiterlesen »

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Aktuelle Veranstaltungen


So. 06.09.2026 | 24. Elul 5786

Kultur

»Nicht«. Ein Abend mit Dror Mishani

Beginn 17:00 Uhr:

Buchpräsentation und Gespräch zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur

Moderation: Richard C. Schneider (Journalist und Sachbuchautor)
Lesung: Robert Dölle (Residenztheater)
Sprachen: Englisch & Deutsch (mit einer Lesekostprobe auf Hebräisch)

Ursprünglich erwartete das IKG-Kulturzentrum den Schriftsteller Dror Mishani bereits im Juni 2025 zur Vorstellung von »Fenster ohne Aussicht. Tagebuch aus Tel Aviv«, entstanden nach dem 7. Oktober 2023. Der am 13. Juni 2025 ausgebrochene israelisch-iranische Zwölftagekrieg machte diese Einladung zunichte.
Inzwischen hat Dror Mishani einen neuen Roman vollendet mit dem Titel »Nicht«. Es geht darin um Liebe: die zwischen Mann und Frau, Lebende und Erinnerte, Künstlerin und Musik, Mensch und Tier. Kann eine Lüge eine Liebe retten? Oder gewinnt das Zerstörerische darin die Oberhand? Dror Mishani ist ein Meister der Charakterstudie und weit mehr als ein Krimiautor. Er sagt: »Ich habe angefangen, Kriminalromane zu schreiben, um die Wahrheit menschlicher Gewalt zu dokumentieren und den Versuch zu unternehmen, sie zu verstehen«.

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So. 06.09.2026 | 24. Elul 5786

Kultur

Einladung zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur 2026 unter dem Motto »Liebe«

Beginn 10:00 Uhr:

»An der frischen Luft«
10:00 Uhr
Rundgang am Alten Israelitischen Friedhof
an der Thalkirchner Straße mit Ellen Presser
bereits ausgebucht

Voranmeldung für weitere Führung am
So, 25. Oktober (mit Rückbestätigung) per
E-Mail unter karten@ikg-m.de (Stichwort: Ende Sommerzeit)


»Auf jüdischen Spuren durch die Münchner Altstadt«

mit Chaim Frank
11:00 Uhr
Begrenzte Teilnehmerzahl. Beitrag 10 Euro.
Voranmeldung unter karten@ikg-m.de (Stichwort: Stadtführung)
4.09. – Treffpunkt wird mit Rückbestätigung mitgeteilt.

»Die Synagoge Ohel Jakob« (Zelt Jakobs)
von vielen Seiten«
Referentin: Dinah Zenker
Vortrag mit Besichtigung, Einlass am Synagogenportal,
ohne Voranmeldung
13:00 Uhr (Einlass ab 12:30 Uhr)
15:00 Uhr (Einlass ab 14:30 Uhr)
Beitrag 5 Euro.

Bücher- und CD-Flohmarkt
12:00 – 17:00 Uhr

»Liebe geht auch durch den Magen«
Jüdische koschere Spezialitäten
im Restaurant Einstein
12:00 – 21:00 Uhr
Tischreservierung unter www.einstein-restaurant.de

Informationen unter (089) 202 400 491
www.ikg-m.de/kulturzentrum/aktuell/

Organisation: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München

Mi. 23.09.2026 | 12. Tischri 5787

Kultur

»Briefe an meinen Vater«. Von und mit Konrad Bernheimer

Beginn 19:00 Uhr:

Moderation: Ellen Presser

Konrad Bernheimer stellt das Schicksal seines Vaters Kurt sehr persönlich in den historischen Kontext dessen Lebenszeit: als Sohn des renommierten Kunsthändlers und Antiquitätensammlers Otto Bernheimer, als Bruder, Student der Kunstgeschichte, Emigranten in den venezolanischen Anden und Familienvater. 1954 kommt Konrad mit Mutter und zwei Schwestern zum Großvater nach München – ohne den Vater. Erst viel später erfährt Konrad Bernheimer, inzwischen selbst ein international erfolgreicher Kunsthändler, was mit seinem Vater einst geschah. Aus überlieferten Dokumenten und Familienerinnerungen entwickelt Bernheimer jr. eine Zwiesprache mit dem abwesenden Vater über Scham und Schuld, Liebe und Prägungen und die Last, die einem die Geschichte auferlegt, denn »Erinnerung bedeutet, dass etwas bleibt – auch wenn so vieles verschwunden ist«.

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St.-Jakobs-Platz 18
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Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
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