Neuer Gemeindevorstand konstituiert – Knobloch als IKG-Präsidentin wiedergewählt
Montag, den 6. Juli 2026München, 6.7.2026. Einen Tag nach Abschluss der Gemeindewahlen hat sich der neue Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKGM) am heutigen Montagabend im Jüdischen Gemeindezentrum am St.-Jakobs-Platz konstituiert.
Dabei wurde Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch als Präsidentin einstimmig und ohne Gegenkandidaten im Amt bestätigt. Als Vizepräsidenten gewählt wurden der Unternehmer Yehoshua Chmiel, der dieses Amt bereits seit 2016 ausübt, und Dr. jur. Michael Holland, der Antisemitismusbeauftragte des Landkreises Dachau. Holland war mit der gestrigen Wahl erstmals in den Vorstand eingezogen.
Das Präsidium amtiert, ebenso wie der Vorstand der Kultusgemeinde, für vier Jahre. Bei der Wahl am 2. und 5. Juli hatten die Mitglieder der IKGM über die Zusammensetzung des Vorstandes entschieden, der mit der heutigen konstituierenden Sitzung und der Wahl des Präsidiums die Arbeit aufgenommen hat. Charlotte Knobloch hat das Amt der Gemeindepräsidentin seit 1985 ununterbrochen inne.
Ergebnisse der Gemeindewahlen 2026
Sonntag, den 5. Juli 2026München, 5.7.2026. Am heutigen Sonntag sind die diesjährigen Vorstandswahlen der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKGM) zu Ende gegangen. Gemäß dem Ergebnis des Urnengangs vom 2. und 5. Juli 2026 gehören dem neu gewählten Vorstand an (Reihenfolge gemäß der Zahl der erhaltenen Wählerstimmen): Weiterlesen »
Nach Absage des Vortrages von Michel Friedman bei den Bayreuther Festspielen – Knobloch: „Wütend und enttäuscht“
Donnerstag, den 18. Juni 2026München, 18.6.2026. Nach der Absage des für den 26. Juli geplanten Gedenkkonzertes für ermordete jüdische Künstler mit einem Festvortrag von Prof. Dr. Dr. Michel Friedman im Rahmen der Eröffnung der 150. Bayreuther Festspiele hat die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, die Entscheidung der Organisatoren scharf kritisiert. Knobloch erklärte: „Diese Absage ist auf jeder Ebene eine Bankrotterklärung. Bei der vermeintlichen Verschiebung handelt es sich faktisch um nichts anderes als eine Ausladung Friedmans durch die Festspielleitung, die ihm durch die Begründung ‚Sicherheitsbedenken‘ obendrein noch indirekt die Verantwortung zuschiebt. Mir fehlen die Worte, um meine Wut und Enttäuschung auszudrücken.“ Weiterlesen »
Antrittsbesuch von OB Dominik Krause in der IKG – Knobloch: „Ein fester Verbündeter und ein wirklich treuer Freund“
Mittwoch, den 10. Juni 2026München, 10.6.2026. Am heutigen Mittwoch war der neue Münchner Oberbürgermeister Dominik Krause zu seinem Antrittsbesuch im Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKG) zu Gast. Am St.-Jakobs-Platz traf der Oberbürgermeister mit IKG-Präsidentin Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, den beiden Vizepräsidenten Yehoshua Chmiel und Peter Guttmann sowie dem Vorstandsmitglied Eugen Alter und IKG-Geschäftsführer Steven Guttmann zusammen.
Im Verlauf des Austauschs kamen die Teilnehmer zunächst auf soziale Fragen wie den immer knapperen Wohnraum zu sprechen; später verschob sich der Fokus auf für die jüdische Gemeinschaft zentrale Themen wie die öffentliche Sicherheit und den Kampf gegen Judenhass sowie den wachsenden politischen Extremismus. Weiterlesen »
Bildungszentrum von Yad Vashem kommt nach München – Knobloch: „Nötiges Gegengewicht zu politischem Extremismus“
Donnerstag, den 28. Mai 2026München, 28.5.2026. Yad Vashem hat bekanntgegeben, dass sein erstes Bildungszentrum in Deutschland in München entstehen soll, Leipzig erhält eine Außenstelle. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, begrüßte die Entscheidung: „Yad Vashem hat mit dem Entschluss, sein erstes Bildungszentrum in Deutschland in München zu eröffnen, die richtige Entscheidung getroffen. Mit ihrer Geschichte als frühere ‚Hauptstadt der Bewegung‘ und ihrer Gegenwart als Ort des Erinnerns und Knotenpunkt des jüdischen Lebens in Europa bietet unsere Stadt perfekte Voraussetzungen für eine Einrichtung, die die Gedenkkultur in einer neuen Epoche stärken soll.“ Weiterlesen »
Knobloch gratuliert Dominik Krause zur Wahl als Münchner Oberbürgermeister
Sonntag, den 22. März 2026München, 22.3.2026. Vorläufigen Ergebnissen zufolge konnte Herausforderer Dominik Krause die Stichwahl um das Amt des Münchner Oberbürgermeisters klar für sich entscheiden und wird damit die Nachfolge des bisherigen Amtsinhabers Dieter Reiter antreten. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, beglückwünschte den kommenden Oberbürgermeister: „Ich gratuliere Dominik Krause zu seinem bemerkenswerten Wahlerfolg und wünsche ihm für seine neue Aufgabe von ganzem Herzen viel Glück und Erfolg. Ich bin sicher, dass er mit der Energie und Tatkraft, die wir von ihm kennen, als Oberbürgermeister in den kommenden Jahren in München viel bewegen wird.“
Knobloch erklärte weiter: „Wir schätzen Dominik Krause bereits seit vielen Jahren als engen Freund und Verbündeten der jüdischen Gemeinschaft. Sein Einsatz gegen Hass ist gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig – und seine Wahl deshalb auch ein Signal.“ Weiterlesen »
Charlotte Knobloch zur möglichen Aufklärung des Brandanschlages in der Reichenbachstraße: „Wir haben lange auf diese Nachricht gewartet“
Freitag, den 30. Januar 2026München, 30.1.2026. Berichten des SPIEGEL zufolge haben Ermittler der Staatsanwaltschaft nach Jahrzehnten einen Tatverdächtigen für den Brandanschlag auf das jüdische Gemeindezentrum in der Reichenbachstraße am 13. Februar 1970 ausfindig gemacht. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, erklärte dazu: „Dass der Anschlag in der Reichenbachstraße nach fast 56 Jahren womöglich doch noch aufgeklärt werden kann, hätte ich nicht mehr für möglich gehalten. Unsere ganze Gemeinde und alle, die wie ich persönliche Erinnerungen an diese furchtbare Nacht haben, haben lange auf diese Nachricht gewartet.“ Von Erleichterung könne man zwar nicht sprechen, so Knobloch weiter. „Die Ermordeten werden davon schließlich nicht wieder lebendig. Aber wenigstens hätten wir damit endlich eine Antwort auf eine Frage, die uns über ein halbes Jahrhundert bedrückt hat.“
Ab diesem Jahr: Vierter öffentlicher Chanukka-Leuchter in München
Freitag, den 12. Dezember 2025München, 12.12.2025. Der große Chanukka-Leuchter auf dem St.-Jakobs-Platz bekommt Zuwachs: Zum jüdischen Lichterfest Chanukka, das heuer am Abend des 14. Dezember beginnt, wird in der bayerischen Landeshauptstadt ein weiterer repräsentativer Leuchter öffentlich sichtbar aufgestellt. Die neue „Chanukkia“ auf dem Platz vor der Pinakothek der Moderne wird neben den Leuchtern vor der Hauptsynagoge, auf dem Prinzregentenplatz sowie auf dem Gelände des amerikanischen Generalkonsulats in der Königinstraße die vierte derartige Einrichtung in München sein. Weiterlesen »
Charlotte Knobloch zum Ergebnis der Landtagswahl in Brandenburg: „Grund zur Erleichterung, aber nicht für Euphorie“
Sonntag, den 22. September 2024München, 22.9.2024. Hochrechnungen zufolge hat die SPD von Ministerpräsident Dietmar Woidke die heutige Landtagswahl in Brandenburg gewonnen und damit einen möglichen Sieg der AfD verhindert. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, äußerte sich erleichtert über den Wahlausgang: „Dass eine demokratische Kraft den befürchteten Wahlsieg der AfD in letzter Minute noch verhindert hat, macht mir Hoffnung für die Widerstandsfähigkeit der gesellschaftlichen und politischen Mitte – weit über Brandenburg hinaus.“ Neben den Ergebnissen selbst zeige auch die gestiegene Wahlbeteiligung, dass nicht nur Extremisten mobilisieren könnten, so Knobloch: „Viele Menschen haben heute den Weg an die Urnen gefunden, um gegen eine rechtsextreme Präsenz in ihrem Landtag zu stimmen. Dafür zolle ich ihnen Respekt.“ Weiterlesen »
Charlotte Knobloch zum Schusswechsel in München
Donnerstag, den 5. September 2024München, 5. September 2024. Nach dem Bekanntwerden der Bedrohungslage nahe des israelischen Generalkonsulats in München am Donnerstagmorgen haben die Sicherheitskräfte der Kultusgemeinde in enger Abstimmung mit der Polizei eigene Maßnahmen zur Sicherung des Jüdischen Zentrums am St.-Jakobs-Platz und weiterer Liegenschaften der Gemeinde getroffen. Der Parteienverkehr im Gemeindezentrum war kurzzeitig unterbrochen. Zum Anschlagsversuch erklärte die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch: „Durch den schnellen Einsatz der Münchner Polizei wurde heute Schlimmeres verhindert, den beteiligten Beamten gilt mein tiefer und aufrichtiger Dank. Trotzdem: Der Schock sitzt tief, dass es mitten in München zu einem solchen Schusswechsel kommen konnte, noch dazu in direkter Nähe des israelischen Generalkonsulats und am Gedenkdatum 5. September. Das Unsicherheitsgefühl nicht nur in der jüdischen Gemeinschaft wird sich nach diesem Vorfall noch einmal verfestigen. Der Auftrag für die politisch Verantwortlichen ist deshalb sehr klar: Gewalttätiger Extremismus muss wieder aus dem öffentlichen Raum zurückgedrängt werden, alles andere wäre das Ende unserer offenen Gesellschaft.“
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Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
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