Bildungszentrum von Yad Vashem kommt nach München – Knobloch: „Nötiges Gegengewicht zu politischem Extremismus“
Donnerstag, den 28. Mai 2026München, 28.5.2026. Yad Vashem hat bekanntgegeben, dass sein erstes Bildungszentrum in Deutschland in München entstehen soll, Leipzig erhält eine Außenstelle. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, begrüßte die Entscheidung: „Yad Vashem hat mit dem Entschluss, sein erstes Bildungszentrum in Deutschland in München zu eröffnen, die richtige Entscheidung getroffen. Mit ihrer Geschichte als frühere ‚Hauptstadt der Bewegung‘ und ihrer Gegenwart als Ort des Erinnerns und Knotenpunkt des jüdischen Lebens in Europa bietet unsere Stadt perfekte Voraussetzungen für eine Einrichtung, die die Gedenkkultur in einer neuen Epoche stärken soll.“ Weiterlesen »
Knobloch gratuliert Dominik Krause zur Wahl als Münchner Oberbürgermeister
Sonntag, den 22. März 2026München, 22.3.2026. Vorläufigen Ergebnissen zufolge konnte Herausforderer Dominik Krause die Stichwahl um das Amt des Münchner Oberbürgermeisters klar für sich entscheiden und wird damit die Nachfolge des bisherigen Amtsinhabers Dieter Reiter antreten. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, beglückwünschte den kommenden Oberbürgermeister: „Ich gratuliere Dominik Krause zu seinem bemerkenswerten Wahlerfolg und wünsche ihm für seine neue Aufgabe von ganzem Herzen viel Glück und Erfolg. Ich bin sicher, dass er mit der Energie und Tatkraft, die wir von ihm kennen, als Oberbürgermeister in den kommenden Jahren in München viel bewegen wird.“
Knobloch erklärte weiter: „Wir schätzen Dominik Krause bereits seit vielen Jahren als engen Freund und Verbündeten der jüdischen Gemeinschaft. Sein Einsatz gegen Hass ist gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig – und seine Wahl deshalb auch ein Signal.“ Weiterlesen »
Charlotte Knobloch zur möglichen Aufklärung des Brandanschlages in der Reichenbachstraße: „Wir haben lange auf diese Nachricht gewartet“
Freitag, den 30. Januar 2026München, 30.1.2026. Berichten des SPIEGEL zufolge haben Ermittler der Staatsanwaltschaft nach Jahrzehnten einen Tatverdächtigen für den Brandanschlag auf das jüdische Gemeindezentrum in der Reichenbachstraße am 13. Februar 1970 ausfindig gemacht. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, erklärte dazu: „Dass der Anschlag in der Reichenbachstraße nach fast 56 Jahren womöglich doch noch aufgeklärt werden kann, hätte ich nicht mehr für möglich gehalten. Unsere ganze Gemeinde und alle, die wie ich persönliche Erinnerungen an diese furchtbare Nacht haben, haben lange auf diese Nachricht gewartet.“ Von Erleichterung könne man zwar nicht sprechen, so Knobloch weiter. „Die Ermordeten werden davon schließlich nicht wieder lebendig. Aber wenigstens hätten wir damit endlich eine Antwort auf eine Frage, die uns über ein halbes Jahrhundert bedrückt hat.“
Ab diesem Jahr: Vierter öffentlicher Chanukka-Leuchter in München
Freitag, den 12. Dezember 2025München, 12.12.2025. Der große Chanukka-Leuchter auf dem St.-Jakobs-Platz bekommt Zuwachs: Zum jüdischen Lichterfest Chanukka, das heuer am Abend des 14. Dezember beginnt, wird in der bayerischen Landeshauptstadt ein weiterer repräsentativer Leuchter öffentlich sichtbar aufgestellt. Die neue „Chanukkia“ auf dem Platz vor der Pinakothek der Moderne wird neben den Leuchtern vor der Hauptsynagoge, auf dem Prinzregentenplatz sowie auf dem Gelände des amerikanischen Generalkonsulats in der Königinstraße die vierte derartige Einrichtung in München sein. Weiterlesen »
Charlotte Knobloch zum Ergebnis der Landtagswahl in Brandenburg: „Grund zur Erleichterung, aber nicht für Euphorie“
Sonntag, den 22. September 2024München, 22.9.2024. Hochrechnungen zufolge hat die SPD von Ministerpräsident Dietmar Woidke die heutige Landtagswahl in Brandenburg gewonnen und damit einen möglichen Sieg der AfD verhindert. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, äußerte sich erleichtert über den Wahlausgang: „Dass eine demokratische Kraft den befürchteten Wahlsieg der AfD in letzter Minute noch verhindert hat, macht mir Hoffnung für die Widerstandsfähigkeit der gesellschaftlichen und politischen Mitte – weit über Brandenburg hinaus.“ Neben den Ergebnissen selbst zeige auch die gestiegene Wahlbeteiligung, dass nicht nur Extremisten mobilisieren könnten, so Knobloch: „Viele Menschen haben heute den Weg an die Urnen gefunden, um gegen eine rechtsextreme Präsenz in ihrem Landtag zu stimmen. Dafür zolle ich ihnen Respekt.“ Weiterlesen »
Charlotte Knobloch zum Schusswechsel in München
Donnerstag, den 5. September 2024München, 5. September 2024. Nach dem Bekanntwerden der Bedrohungslage nahe des israelischen Generalkonsulats in München am Donnerstagmorgen haben die Sicherheitskräfte der Kultusgemeinde in enger Abstimmung mit der Polizei eigene Maßnahmen zur Sicherung des Jüdischen Zentrums am St.-Jakobs-Platz und weiterer Liegenschaften der Gemeinde getroffen. Der Parteienverkehr im Gemeindezentrum war kurzzeitig unterbrochen. Zum Anschlagsversuch erklärte die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch: „Durch den schnellen Einsatz der Münchner Polizei wurde heute Schlimmeres verhindert, den beteiligten Beamten gilt mein tiefer und aufrichtiger Dank. Trotzdem: Der Schock sitzt tief, dass es mitten in München zu einem solchen Schusswechsel kommen konnte, noch dazu in direkter Nähe des israelischen Generalkonsulats und am Gedenkdatum 5. September. Das Unsicherheitsgefühl nicht nur in der jüdischen Gemeinschaft wird sich nach diesem Vorfall noch einmal verfestigen. Der Auftrag für die politisch Verantwortlichen ist deshalb sehr klar: Gewalttätiger Extremismus muss wieder aus dem öffentlichen Raum zurückgedrängt werden, alles andere wäre das Ende unserer offenen Gesellschaft.“
Charlotte Knobloch zu den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen: „Wie die Zukunft in Deutschland aussieht, ist ab heute wieder eine schwierige Frage“
Sonntag, den 1. September 2024München, 1. September 2024. Nach ersten Hochrechnungen hat die CDU bei der heutigen Landtagswahl in Sachsen ihre Position als stärkste Partei knapp verteidigen können. Demgegenüber stellt die AfD im neuen Thüringer Landtag die größte Fraktion, erstmals in der Bundesrepublik wurde damit eine rechtsextreme Partei bei einer Landtagswahl stärkste Kraft. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, sprach von einem Einschnitt in der Geschichte des Landes: „Auch wenn der Worst Case ausgeblieben und die AfD zumindest bei einer der beiden Wahlen nicht stärkste Kraft geworden ist: Die Ergebnisse markieren eine Abkehr von der bisherigen politischen Kultur der Bundesrepublik. Diese Kultur, die unser Land seit 1949 getragen hat und die Grundlage seines Wiederaufstiegs aus dem selbstverschuldeten Abgrund der NS-Zeit war, hat ihre Stabilität über ein Dreivierteljahrhundert lang durch alle Krisen bewahrt. Bis heute. Mit diesem Tag, obendrein genau 85 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges, droht Deutschland wieder ein anderes Land zu werden: instabiler, kälter und ärmer, weniger sicher, weniger lebenswert.“ Weiterlesen »
Charlotte Knobloch zum Ergebnis der Europawahl: „Gegen verfestigte extremistische Milieus angehen“
Sonntag, den 9. Juni 2024München, 9. Juni 2024. Nach Hochrechnungen hat die Union die heutige Europawahl in Deutschland mit deutlichem Abstand gewonnen. Über die Zuwächse der rechtsextremen AfD, die voraussichtlich zweitstärkste Kraft wird, zeigte sich die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, am Sonntagabend enttäuscht:
Ich hatte vor diesem Urnengang die Hoffnung gehabt, dass die AfD nach allem, was allein in den vergangenen Monaten vorgefallen ist, in der Wählergunst verlieren könnte. Diese Hoffnung hat sich nicht erfüllt. Stattdessen müssen wir am Wahlabend erneut erkennen, dass ein erschreckend großer Teil der Menschen mit Fakten und Argumenten im demokratischen Diskurs nicht mehr zu erreichen ist.“
Charlotte Knobloch zur Verleihung des Bayerischen Verfassungsordens: „Für mich als stolze Bayerin von besonderer Bedeutung“
Donnerstag, den 29. Februar 2024München, 29.2.2024. Am heutigen Donnerstag wurde die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, von der Präsidentin des Bayerischen Landtages, Ilse Aigner, mit dem Bayerischen Verfassungsorden für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Der Orden wurde im Rahmen einer Zeremonie im Landtag an insgesamt 51 Personen aus ganz Bayern vergeben, die sich „in besonderer Weise um die Verwirklichung der Grundsätze der Bayerischen Verfassung verdient gemacht haben“, wie es im zugehörigen Gesetz heißt. Knobloch erklärte im Anschluss an die Verleihung: „Ich danke der Landtagspräsidentin von Herzen für diese außergewöhnliche Ehre und gratuliere auch allen anderen neuen Ordensträgern. In einem langen, tatkräftigen Leben kommt zwar an Ehrungen und Preisen manches zusammen, aber der Bayerische Verfassungsorden ist für mich als stolze Bayerin von besonderer Bedeutung. Das gilt noch umso mehr, als ich in meiner Kindheit die Staatsordnung ‚ohne Gott, ohne Gewissen und ohne Achtung vor der Würde des Menschen‘ erleben musste, vor der die Präambel unserer Bayerischen Verfassung so pointiert warnt.“ Weiterlesen »
Charlotte Knobloch zum Tod von Alois Glück
Montag, den 26. Februar 2024München, 26.2.2024. Der ehemalige Präsident des Bayerischen Landtages, Alois Glück, ist am heutigen Montag im Alter von 84 Jahren verstorben, wie Landtagspräsidentin Ilse Aigner mitteilte. Hierzu erklärt die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch: „Der Tod von Alois Glück ist ein schwerer Verlust für Bayern. Meine Gedanken sind jetzt bei seiner Familie. Glück hat über Jahrzehnte hinweg die Politik innerhalb und außerhalb des Landtags geprägt und dabei nie die Menschen aus dem Blick verloren, denen er verpflichtet war. Er war engagiert wie nur wenige, verdient und verbunden dem Land, für das er sich mit aller Energie einsetzte. Die jüdische Gemeinschaft und ich persönlich verlieren mit ihm einen langjährigen Mitstreiter für eine freie und offene Gesellschaft. Das Jüdische Zentrum in München würde es ohne sein Zutun nicht geben. Zeitlebens blickte Glück zudem überaus klar auf die Gefahren für die Demokratie und stellte sich ihnen in den Weg, wo er nur konnte.“
Knobloch erklärte weiter: „Als profilierter Sozialpolitiker verstand er, dass Zusammenhalt auf gesellschaftlicher Ebene ein festes Wertefundament verlangt. Dieses Fundament fand er nicht zuletzt in der Religion, und kraft dieser Werte gelang es ihm wie kaum einem anderen, auf seine Mitmenschen zuzugehen. Seine Fähigkeit, zusammenzuführen und Gemeinsamkeit zu stiften, bleibt unerreicht.“
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Aktuelle Veranstaltungen
Di. 09.06.2026 | 24. Siwan 5786
Kultur
„Vier Tage im Juni. Eine nahöstliche Tetralogie. Mossul – Tel Aviv – Babel – Istanbul“ mit Mona Yahia
Beginn 19:00Lesung und Gespräch
Dienstag, 9. Juni 2026, 19 Uhr
In ihrem Roman »Vier Tage. Eine nahöstliche Tetralogie« erzählt Mona Yahia die Geschichte einer jüdischen Familie zwischen Mossul, Tel Aviv, Babel und Istanbul. Ausgehend von einem Wendepunkt im Jahr 1918 entfaltet sich über vier Generationen hinweg ein vielschichtiges Panorama von Aufbruch, Verlust und Exil. In eindringlichen Momentaufnahmen – jeweils verdichtet auf einen einzigen Tag – verknüpft die Autorin persönliche Schicksale mit den Umbrüchen des 20. Jahrhunderts und stellt die Frage nach Zugehörigkeit, Erinnerung und dem eigenen Platz in der Welt. Weiterlesen »
Mo. 15.06.2026 | 30. Siwan 5786
Kultur
Buchvorstellung mit Tuvia Tenenbom: „Wie nennt Ihr dieses Land hier? Unter Siedlern“
Beginn 19:00Buchpräsentation und Gespräch
Mit Fotos von Isi Tenenbom
Montag, 15. Juni 2026, 19 Uhr
Nach seinen Expeditionen »Allein unter Deutschen«, war er allein unter Juden, Amerikanern, Flüchtlingen und orthodoxen Juden. Inzwischen verbrachte Tenenbom acht Monate im Westjordanland unter Siedlern und sprach mit allen: religiösen Zionisten, politisch engagierten Siedlern, antizionistischen Charedim, mit Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen dort leben, mit Aktivisten, Journalisten, Politikern und Palästinensern.
Je mehr Gespräche er führte, desto deutlicher wurde: Ein einheitliches Bild lässt sich angesichts dieser komplexen Gemengelage nicht zeichnen. Gewalt verschweigt er nicht: »Ich gebe niemandem einen ›Rabatt‹. Ich weise nur darauf hin, dass dies ein kleiner Teil einer äußerst komplexen Geschichte ist – einer Geschichte mit vielen Schichten.« Weiterlesen »
Mi. 17.06.2026 | 2. Tamusz 5786
Kultur
Scholem-Alejchem-Vortrag: „ביכער פֿאַר אַלע“ – „Bücher für alle – populäre jiddische Literatur in Osteuropa, 1860 – 1914“
Beginn 18:15Scholem-Alejchem-Vortrag in ondenk fun Evita Wiecki s“l
Mittwoch, 17. Juni 2026, 18:15 Uhr
Vortrag in jiddischer Sprache
- Begrüßung: Prof. Dr. Martina Niedhammer
- Einführung: Dr. Dasha Vakhrushova
Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der jiddische Buchmarkt in Osteuropa neben traditionell-religiöser chassidischer Literatur immer mehr auch von weltlichen Publikationen geprägt. Diese neuen Texte richteten sich an ein breiteres jiddischsprachiges Lesepublikum, das tatsächlich großes Interesse an den neuen Formen und Inhalten zeigte. In dieser Zeit erschienen auch die ersten jiddischen Zeitungen, ein erschwingliches und leicht zugängliches Mittel der Verbreitung allgemeinen Wissens und aufklärerischer Ideen. Allmählich wurden diese Zeitungen zu einer wichtigen Bühne für literarische Werke unterschiedlichster Qualität. Der Vortrag möchte die große Bandbreite jiddischer Publikationen aufzeigen, zu denen jiddische Leser von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs Zugang hatten, und stellt eine repräsentative Auswahl dieser Werke vor. Dazu gehören belletristische Werke diverser Genres und Stilrichtungen von verschiedener Qualität, darunter die sogenannte shund-literatur [Trivialliteratur] sowie populärwissenschaftliche Werke, die auf die Bedürfnisse der osteuropäischen jiddischen Leserschaft zugeschnitten waren. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
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