Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

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26. Februar 2024

Charlotte Knobloch zum Tod von Alois Glück

München, 26.2.2024.  Der ehemalige Präsident des Bayerischen Landtages, Alois Glück, ist am heutigen Montag im Alter von 84 Jahren verstorben, wie Landtagspräsidentin Ilse Aigner mitteilte. Hierzu erklärt die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch: „Der Tod von Alois Glück ist ein schwerer Verlust für Bayern. Meine Gedanken sind jetzt bei seiner Familie. Glück hat über Jahrzehnte hinweg die Politik innerhalb und außerhalb des Landtags geprägt und dabei nie die Menschen aus dem Blick verloren, denen er verpflichtet war. Er war engagiert wie nur wenige, verdient und verbunden dem Land, für das er sich mit aller Energie einsetzte. Die jüdische Gemeinschaft und ich persönlich verlieren mit ihm einen langjährigen Mitstreiter für eine freie und offene Gesellschaft. Das Jüdische Zentrum in München würde es ohne sein Zutun nicht geben. Zeitlebens blickte Glück zudem überaus klar auf die Gefahren für die Demokratie und stellte sich ihnen in den Weg, wo er nur konnte.“

Knobloch erklärte weiter: „Als profilierter Sozialpolitiker verstand er, dass Zusammenhalt auf gesellschaftlicher Ebene ein festes Wertefundament verlangt. Dieses Fundament fand er nicht zuletzt in der Religion, und kraft dieser Werte gelang es ihm wie kaum einem anderen, auf seine Mitmenschen zuzugehen. Seine Fähigkeit, zusammenzuführen und Gemeinsamkeit zu stiften, bleibt unerreicht.“

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Di. 24.02.2026 | 7. Adar 5786

Kultur

„Russische Spezialitäten“ von und mit Dmitrij Kapitelman

Beginn 19:00

Buchpräsentation und Gespräch
Dienstag, 24. Februar 2026, 19 Uhr

Moderation: Ellen Presser

Eine ukrainisch-jüdisch-moldawische Familie, lebt in Leipzig, wo sie russische Spezialitäten verkauft. Und zwar an Osteuropäer, die sich zwischen russischen Flusskrebsen, ukrainischem Wodka und georgischen Sonnenblumenkernen zuhause fühlen. Doch seit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine ist nichts mehr wie zuvor. Die Mutter glaubt den Propagandasendungen des russischen Fernsehens. Ihr Sohn, der keine Sprache mehr liebt als die russische, keinen Menschen mehr als seine Mutter, keine Stadt mehr als Kyjiw, verzweifelt. Um seine Mutter zur Vernunft zu bringen, begibt er sich per Flixbus nach Kiew. Oder wie man inzwischen liest: Kyjiw, von wo er ihr die Wahrheit mitzubringen hofft.

Dmitrij Kapitelman, geb. 28.08.1986 in Kiew, kam achtjährig als »jüdischer Kontingentflüchtling« mit seiner Familie nach Deutschland. Heute lebt er als freier Publizist in Berlin. Zudem macht er unter dem Künstlernamen Dheema Musik. Schon seine beiden vorherigen Bücher »Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters« (2016) und »Eine Formalie in Kiew« (2021), bei Hanser Berlin erschienen, zeichnet politischer Scharfsinn und tiefgründiger Humor aus. Weiterlesen »

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