Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Alle Beiträge der Kategorie Kulturzentrum

« Zurück

»Mit dir steht die Welt nicht still«

Sonntag, den 4. Mai 2025

Lesung mit Melissa Müller
Moderation: Ellen Presser

London, 1951: Nanette und John lernen sich auf einer Party kennen. Für ihn ist es Liebe auf den ersten Blick, doch Nanette, die mit Anne Frank befreundet war und als Einzige ihrer Familie das Konzentrationslager Bergen-Belsen überlebt hat, fürchtet sich vor dem Glück. Fast zwei Jahre schreiben sie sich, kommen sich in Briefen näher – bis sich Nanette entschließt, John nach São Paulo zu folgen.

Die Publizistin und Drehbuchautorin Melissa Müller (»Das Mädchen Anne Frank«; mit Reinhard Piechocki »Alice Herz-Sommer „Ein Garten Eden inmitten der Hölle“. Ein Jahrhundertleben«; mit Monika Tatzkow u. a. »Verlorene Bilder, verlorene Leben – Jüdische Sammler und was aus ihren Kunstwerken wurde« u. a. m.) erzählt in ihrem aktuellen Buch »Mit dir steht die Welt nicht still. Eine Liebe nach dem Holocaust« (Diogenes Verlag) von einer historisch verbrieften Liebe, die sich allen Umständen zum Trotz Bahn bricht.

Eintritt 16,- / 10,- Euro; telefonisch auf der ReserviX-Tickethotline 0761/8884 9999

Veranstalter: Stiftung Literaturhaus und Kulturzentrum der IKG München & Obb.

Veranstaltungsort: Literaturhaus, Salvatorplatz 1, 80333 München

»Stadt der Hunde«

Sonntag, den 4. Mai 2025

Lesung mit Leon de Winter
Moderation: Knut Cordsen (BR)

Der renommierte Gehirnchirurg Jaap Hollander, ein assimilierter niederländischer Jude, ist eigentlich im Ruhestand – doch Ruhe findet er nicht. Seit seine Tochter vor zehn Jahren in Israel in der Negev-Wüste verschwand, kehrt er Jahr für Jahr dorthin zurück. Und dort gerät sein durch unerschütterliche Rationalität geprägtes Leben unversehens außer Kontrolle: Erst tritt er in einen Hundehaufen, dann soll er eine Gehirnoperation mit äußerst geringen Erfolgsaussichten durchführen und schließlich hört er einen Hund sprechen. Raffiniert, märchenhaft und dabei hoch politisch erzählt Leon de Winter in seinem lang erwarteten neuen Roman (Diogenes Verlag, Zürich 2025) von einem Mann, dem der Glaube an den eigenen Unglauben abhandenkommt.

Leon de Winter, als Sohn von Schoah-Überlebenden 1954 in ‚s-Hertogenbosch geboren, lebt als Schriftsteller und Filmemacher in den Niederlanden. Die Romane des vielfach preisgekrönten Autors wurden in 20 Sprachen übersetzt.

Eintritt 16,- / 10,- Euro; Stream-Tickets: 8,- Euro telefonisch auf der ReserviX-Tickethotline 0761/8884 9999

Veranstalter: Stiftung Literaturhaus und Kulturzentrum der IKG München & Obb.

Veranstaltungsort: Literaturhaus, Salvatorplatz 1, 80333 München

»Der Dichter und der Risches«. Leben und Werk des Michael Beer (1800–1833)

Freitag, den 2. Mai 2025

Vorstellung der Dichter-Biographie durch den Literaturwissenschaftler und Autor Ernst Osterkamp im Gespräch mit Jens Malte Fischer

Der Dichter Michael Beer gehörte mit seinen Trauerspielen »Der Paria« und »Struensee« zu den erfolgreichsten deutschen Dramatikern seiner Zeit. Geboren wurde er am 19.08.1800 in Berlin als jüngster von vier Söhnen des Bankiers Jakob Herz Beer und seiner Frau Amalie. Sein ältester Bruder war der Komponist Giacomo Meyerbeer. Michael Beer lebte in Berlin, Wien, Italien, Paris und ab 1827 in München, wo er die Gunst des kunstaffinen bayerischen Königs genoss. In seinem Werk setzte sich Michael Beer mit dem jüdischen Schicksal des Ausgegrenztseins auseinander; seine Korrespondenz zeugt von seinem Kampf gegen Antisemitismus, jidd. »Risches« genannt.
Ludwig I. von Bayern beauftragte seinen bevorzugten Architekten Leo von Klenze mit dem Entwurf eines Mausoleums auf dem Alten Israelitischen Friedhof für den geschätzten Dramatiker.

Prof. em. Dr. Ernst Osterkamp, Jg. 1950, war von 1992 bis 2016 Professor für Neuere deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin; von 2017 bis 2023 war er zudem Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Prof. em. Dr. Jens Malte Fischer, Jg. 1943, war von 1982 bis 1989 Professor für Neuere Deutsche, vergleichende und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität-GH Siegen und von 1989 bis 2009 Professor für Theaterwissenschaft an der LMU München.

Eintritt 8,- Euro; für Schüler, Studenten und Münchenpass-Inhaber freier Eintritt

Anmeldung erbeten unter: karten@ikg-m.de oder (089) 202 400-491 oder unter dem Link erforderlich: https://eveeno.com/109838933 bis 12.05.2025

Bei der Veranstaltung besteht für Interessenten die Möglichkeit, sich am Büchertisch zur Besichtigung der Grabstätte von Michael Beer einzutragen.

Veranstalter: Kulturzentrum der IKG München & Obb. und Lehrstuhl für jüdische Geschichte und Kultur an der Ludwig-Maximilians-Universität
Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München

»Everybody be cool«

Freitag, den 28. Februar 2025

Lesung und Gespräch
mit dem israelischen Schriftsteller Assaf Gavron

Moderation: Günter Keil
Lesung: Armand Presser

 

In einer nicht allzu fernen Zukunft steht eine junge Frau inmitten einer Pandemie in einer virtuellen Schlange vor einem virtuellen Bankschalter, da geschieht das Unglaubliche: ein Banküberfall. Mithilfe von »Eiser«, ihrem KI-gestützten Helfer, versucht sie herauszufinden, was ein Banküberfall überhaupt ist. Doch je weiter sie forscht, desto unklarer wird, was wirklich geschieht – und wie man das zweifelsfrei erkennen kann: die Wirklichkeit. Soviel zum Inhalt der ersten von zwei Erzählungen, mit denen Gavron die Realität seines Heimatlandes auszuloten versucht.

Assaf Gavron, geb. am 21.12.1968 in Arad, wuchs in Jerusalem auf, studierte in London und Vancouver und lebt heute in Tel Aviv. Der Bestsellerautor arbeitet auch als Übersetzer ins Hebräische u. a. von Jonathan Safran Foer, Philip Roth und J. D. Salinger. Ferner schreibt er Songs und singt. Sein jüngster Erzählband erscheint im Luchterhand Verlag (München 2025).

Eintritt 8 Euro, für Schüler, Studenten und Münchenpass-Inhaber freier Eintritt

Anmeldung erforderlich unter: karten@ikg-m.de  oder (089) 202 400-491

Veranstalter: Deutsch-Israelische Gesellschaft und Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München & Obb. mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Staates Israel

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München

 

„Das brennende Gewissen“

Dienstag, den 7. Januar 2025

Buchpräsentation mit dem Schriftsteller Christof Weigold
Donnerstag, 13. Februar 2025, 19 Uhr

Grußwort:
Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch
Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

Intro: Christian Springer

Die 75-jährige Buchhändlerin Erica Mrosko wird in ihrer Schwabinger Altbauwohnung erstochen aufgefunden. Am Tatort findet sich ein an den Fallanalytiker Felix Petry adressierter leerer Briefumschlag. Bald wird klar, die Frau hätte eine wichtige Aussage zum Brandanschlag auf das jüdische Gemeindehaus vom 13. Februar 1970, dem sieben jüdische Senioren zum Opfer fielen, machen wollen. Auf der Suche nach der Wahrheit wird der Profiler Petry von Neonazis bedroht, von einer linken WG belogen und von seinen Vorgesetzten ausgebremst. Weiterlesen »

„Aufbau nach dem Untergang“

Montag, den 23. Dezember 2024

Sonntag, 12. Januar 2025, 14 Uhr
Vortrag

Ein Beitrag zur Veranstaltungsreihe des Kulturreferats der LH München „Stunde Null? Wie wir wurden, was wir sind“

Nach der Befreiung von der NS-Gewaltherrschaft gab es für die überlebenden Juden keine „Stunde Null“, sondern sehr unterschiedliche Versuche eines Neuanfangs auf den Trümmern ihrer Familiengeschichten. Auch die im Juli 1945 wiedergründete Israelitische Kultusgemeinde versuchte einen Weg des Aufbaus nach dem Untergang zu finden. Die Wiederinbetriebnahme der einzig erhaltenen Synagoge in München im Mai 1947 gehörte dazu. Weiterlesen »

„God Speaks Yiddish“

Montag, den 23. Dezember 2024

Donnerstag, 23. Januar 2025, 19 Uhr
Dokumentarfilm

Eine Veranstaltung im Rahmen der 16. Jüdischen Filmtage

USA/Israel 2024, 78 Min.  (Original in Englisch Jiddisch, mit deutschen Untertiteln)
Regie / Drehbuch: Tuvia Tenenbom
Regieassistenz & 2. Kamera: Isi Tenenbom
Kamera & Schnitt: Florian Krauss

Mea Sharim und charedische Juden sind seit jeher eine »black box«, die oftmals ein ganzes Bündel an Phantasien und Assoziationen hervorruft, unter anderem auch deshalb, weil sie den israelischen Staat ablehnen. Stets sind sie auch eine Projektionsfläche für Antisemiten.

Tuvia Tenenbom landete mit seinem Buch »Gott spricht Jiddisch – Mein Jahr unter Orthodoxen« (Suhrkamp, Berlin 2023) auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Gleichzeitig gelang ihm mit seinem parallel entstandenen gleichnamigen Dokumentarfilm ein einzigartiges Dokument. Nämlich eine informative, anekdotenreiche, aber auch kritisch-analytische Reise in das Leben und Denken ultraorthodoxer Juden in Mea Shearim heute. Weiterlesen »

„Die Ermittlung“

Montag, den 23. Dezember 2024

Sonntag, 26. Januar 2025, 16 Uhr
Filmvorführung mit anschließendem Gespräch

D 2024, gekürzte Fassung 186 Min.
Regie: Rolf Peter Kahl
Produzent: Alexander van Dülmen
Produktion: Film&Mischwaren, ARTE, BR und WDR
Filmverleih: LEONINE Studios
Darsteller: Rainer Bock (Richter), Clemens Schick (Ankläger), Bernhard Schütz (Verteidiger) u. v. a.

Eine Veranstaltung im Rahmen der 16. Jüdischen Filmtage

Beitrag zur Literarischen Woche gegen Antisemitismus, veranstaltet von Kulturzentrum der IKG München & Oberbayern, Monacensia, Münchner Volkshochschule, NS-Dokumentationszentrum sowie den Stiftungen von Internationaler Jugendbibliothek, Literaturhaus und Lyrik Kabinett

Das Drama »Die Ermittlung« – basierend auf dem gleichnamigen Theaterstück von Peter Weiss – schildert den ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963 bis 1965) anhand der Gerichtsprotokolle, Zeugen- und Angeklagten-Aussagen, Presseberichten und Erinnerungen der Beteiligten. Regisseur Rolf Peter Kahl hat »Die Ermittlung. Oratorium in 11 Gesängen« in einen wirkungsmächtigen dokumentarischen Film übertragen. Die beeindruckende Erstaufführung fand beim Münchner Filmfest im Juli 2024 statt. Nun wird er am Vorabend des Internationalen Holocaust-Gedenktags erneut gezeigt. Weiterlesen »

Literarische Woche gegen Antisemitismus

Donnerstag, den 12. Dezember 2024

20. bis 27. Januar 2025

Münchner Literatur- und Bildungsinstitutionen setzen mit einer Veranstaltungswoche ein Zeichen der Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft der Stadt und in ganz Deutschland

Eine Kooperation des Kulturzentrums der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, der Monacensia im Hildebrandhaus, der Münchner Volkshochschule, des NS-Dokumentationszentrums, der Stiftung Internationale Jugendbibliothek, der Stiftung Literaturhaus München und der Stiftung Lyrik Kabinett

»Es braucht hohe Zäune für ein Judentum in Deutschland.« Der lakonische Befund von Ronen Steinke von der Süddeutschen Zeitung blickt auf eine Vielzahl bedrohlicher antisemitischer Entwicklungen; bedrohlich nicht nur für Jüdinnen und Juden, sondern für die deutsche Gegenwartsgesellschaft als Ganze. Die Polizei verzeichnete im Jahr 2023 mit über 5000 antisemitischen Gewalttaten eine Verdoppelung der Zahlen aus dem Vorjahr. Jüdische Schulen und Synagogen müssen von der Polizei beschützt werden. Zu den alltäglichen antisemitischen Beleidigungen und Belästigungen tritt eine wachsende Gewaltbereitschaft.

Angst ist für viele jüdische Bürger dieses Landes wieder ein konkretes Lebensgefühl geworden. Weiterlesen »

„Der ganzen Welt benachbart“ mit Efrat Gal-Ed und Daria Vakhrushova

Donnerstag, den 21. November 2024

Mittwoch, 11. Dezember 2024, 19:15 Uhr
Vorstellung einer jiddistischen Buchreihe mit Lesung mit Efrat Gal-Ed und Daria Vakhrushova

Jiddistik Edition & Forschung blickt mit zehn Publikationen auf zwölf ertragreiche Jahre zurück. Diese Reihe ist heute weltweit die einzige, in der moderne jiddische Literatur in wissenschaftlichen Editionen veröffentlicht wird. Sie setzt damit die lange unterbrochene Tradition des jiddischen Buchdrucks im deutschen Sprachraum fort. Mit Beiträgen zu Sprache, Literatur, Kultur und Geschichte präsentieren die Sammelbände eine breite Palette jiddistischer Forschung der Gegenwart. Die Anthologien legen facettenreiche Textsammlungen moderner jiddischer Lyrik, Prosa und Essays erstmals in standardisierter Schreibweise vor. Die Reihe zeichnet sich durch drei Publikationssprachen aus: Deutsch, Englisch und Jiddisch; das Jiddische wird konsequent in hebräischer Schrift vorgelegt. An diesem Abend stellen zwei aus dem Herausgeberteam neue Veröffentlichungen der Reihe vor. Von besonderem Interesse für Studierende und für Freunde des Jiddischen sind eine Anthologie jiddischer Erzählungen, eine Anthologie jiddischer Essays und die Neuedition der herausragenden Grammatik von Elye Falkovitsh. Weiterlesen »

« Vorherige Einträge Nächste Einträge »

VeranstaltungenÜberblick »

Aktuelle Veranstaltungen


Do. 29.01.2026 | 11. Schwat 5786

Kultur

Hommage: „Ein Abend für Gertrud Kolmar“

Beginn 19:00

Donnerstag, 29. Januar 2026, 19 Uhr

Mit Friederike Heimann und Anette Daugardt (Rezitation)

Gertrud Kolmar – geboren 1894 in Berlin, 1943 in Auschwitz ermordet – verleiht in ihren dichten, manchmal archaischen und doch oft überraschend modernen Bildwelten immer wieder dem Fremden und Ungekannten, dem Stummen und Sprachlosen, eine Stimme. Dabei durchdringen sich das Weibliche und das Jüdische in ihrer Poetik auf vielfache Weise. Nun seh‘ ich mich seltsam und kann mich nicht kennen / Da ich vor Rom, vor Karthago schon war, heißt es in „Die Jüdin“, die eine Forscherreise rüsten möchte in ihr eigenes uraltes Land.

Durch die Gedichtlesung führt Friederike Heimann, Literaturwissenschaftlerin und Autorin einer Biographie über Gertrud Kolmar» In der Feuerkette der Epoche« (Suhrkamp 2023).. Die Gedichte werden von der Berliner Schauspielerin Anette Daugardt vorgetragen. Weiterlesen »

Alle Veranstaltungen »

Israelitische Kultusgemeinde
Kontakt
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100
Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
E-Mail: empfang@ikg-m.de