Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Kultur

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Di. 24.06.2025 | 28. Siwan 5785

Beginn 20:00

»Der blinde Fleck: Die vererbten Traumata des Krieges« mit Louis Lewitan, Stephan Lebert, Andreas Rebers (Musik) und Joëlle Lewitan

Buchvorstellung & Gespräch

Moderation: Amelie Fried

80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs öffnen der Trauma- und Stressexperte Louis Lewitan, Sohn von Schoah-Überlebenden, und der Journalist Stephan Lebert den Giftschrank der deutschen Erinnerung: In ihrem gemeinsamen aktuellen Buch (Heyne 2025) fragen sie Nachgeborene, was sie von ihren Familien über die Jahre 1933 bis 1945 wissen.

Die Schoah und das Ende des Zweiten Weltkriegs liegen weit zurück, es leben nur noch wenige Zeitzeugen. Ihre Vergangenheit jedoch hinterlässt bis heute Spuren in den Familien. Geprägt durch eine Katastrophe, die sie nicht selbst erlebt haben, tragen viele Nachkommen im Land der Täter und Mitläufer seelische Narben, deren Ursachen sie oft nur vage kennen. Oft sind bleiernes Schweigen, verdrängte Erinnerungen, wohlgehütete Geheimnisse, hartnäckige Lügen allgegenwärtig – ein erdrückendes Erbe.

Anhand von rund 100 Gesprächen mit Betroffenen, schreiben Louis Lewitan und Stephan Lebert über die »blinden Flecken« und die Chancen, die in der Aufarbeitung der eigenen Familiengeschichte liegen.

Eintritt 15,-  Euro, Anmeldung erforderlich unter www.muenchner-volkstheater.de oder (089) 523 4655

Veranstalter: Volkstheater München in Kooperation mit dem Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München & Obb. und dem Heyne Verlag

Veranstaltungsort: Münchner Volkstheater, Tumblingerstr. 29, 80337 München

 

Stephan Lebert ©Wellnitz

 

 

Louis Lewitan ©Nuriel Molcho

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Aktuelle Veranstaltungen


Do. 12.11.2026 | 2. Kislew 5787

Kultur

„Kinderwunsch“ – Lesung und Gespräch mit Maya Arad

Beginn 19:00

Maya Arad stellt ihren gleichnamigen Roman im Gespräch mit ihrer Übersetzerin Lucia Engelbrecht vor
Donnerstag, 12. November 2026, 19 Uhr

Die 39-jährige Lehrerin Idit aus Tel Aviv möchte unbedingt Mutter werden und kämpft sich dafür über komplexe Hürden. Sie träumt von der großen Liebe, ernährt sich gesund. Gut ausgebildet und alleinstehend wird das Zeitfenster ein Kind zu bekommen, immer kleiner, während ihr Kinderwunsch immer größer wird.

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Mo. 16.11.2026 | 6. Kislew 5787

Kultur

»Als ich mit Leonard Cohen einen Hut kaufen ging«: Eine Spurensuche zum 10. Todestag

Beginn 19:00

Hommage an Leonard Cohen
Montag, 16. November 2026, 19 Uhr

Mit Thomas Kraft (Texte), dem Gitarristen Steven Lichtenwimmer, dem Flamenco-Gitarristen Ricardo Volkert und der Sängerin Laura Wachter

In seinem lebenslangen Versuch der Selbstbefragung hat der kanadische Sänger, Komponist, Schriftsteller, Dichter und Maler Leonard Cohen (21.09.1934 in Westmount, Provinz Québec, – 7.11.2016 in Los Angeles) einen Kampf geführt zwischen Begehren und Disziplin, Sucht und Sehnsucht, stets in der Hoffnung auf Erlösung und Befreiung.

Die Würdigung von Thomas Kraft, der 2014 »Cohen. Eine Hommage« veröffentlichte, gefolgt 2021 von „Rock´n´Read“, 2022 „The Last DJs“ und 2024 von „Americana. Ein zerrissenes Land im Spiegel der Countrymusic“, mit neuen Texten über Cohen führt literarisch und musikalisch an sieben Orte von Montreal über London, Hydra und Nashville nach New York, Granada und Los Angeles.

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Mi. 18.11.2026 | 8. Kislew 5787

Kultur

Vortrag: Die Deutsch-Israelischen Studiengruppen und die frühen studentischen Kontakte mit Israel 1948 bis 1972

Beginn 19:00

Buchpräsentation
Mittwoch, 18. November 2026, 19 Uhr

In seiner Dissertation untersuchte Jonas Hahn die ab Ende der 1950er Jahre an zahlreichen westdeutschen Universitäten gegründeten Deutsch-Israelischen Studiengruppen. Vor dem Hintergrund von NS-Zeit und Holocaust widmeten sich die Gruppen der NS-Aufarbeitung, dem Kampf gegen Antisemitismus und für engere Kontakte mit Israel. Der Autor bettet die Geschichte dieser studentischen Gruppen in den größeren Kontext der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte sowie der frühen deutsch-israelischen Beziehungen ein. Das im Wallstein Verlag erschienene Buch geht auf Hahns Dissertation am Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur der LMU München zurück. Die Drucklegung unterstützte der gemeinnützige Freundeskreis des Lehrstuhls.

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