Veranstaltungen Kulturzentrum
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Di. 11.06.2013 | 3. Tamusz 5773
Beginn 19:30Buchpräsentation: Wolfgang Kraushaar – „Wann endlich beginnt bei Euch der Kampf gegen die heilige Kuh Israel? – München 1970: über die antisemitischen Wurzeln des deutschen Terrorismus“
Wolfgang Kraushaar stellt im Gespräch mit Dan Diner, moderiert von Rachel Salamander sein bei Rowohlt erschienenes Buch „Wann endlich beginnt bei Euch der Kampf gegen die heilige Kuh Israel? – München 1970: über die antisemitischen Wurzeln des deutschen Terrorismus“ vor.
Zwei Jahre vor dem Olympiaanschlag gab es in München bereits mehrere Terroranschläge: Die gescheiterte Flugzeugentführung auf dem Flughafen Riem, der tödliche Brandanschlag auf das Gemeindehaus der Israelitischen Kultusgemeinde in der Reichenbachstraße, bei dem sieben Holocaust-Überlebende starben, und Paketbombenattentate auf zwei Verkehrsflugzeuge. Wolfgang Kraushaar zeigt in seinem 2013 bei Rowohlt erschienenen Buch die Hintergründe dieser Anschläge auf. Seine heftig diskutierte These: die mutmaßlichen Täter waren palästinensische Terroristen, die von der radikalen Linken unterstützt worden sind.
Wolfgang Kraushaar ist Politikwissenschaftler und arbeitet am Hamburger Institut für Sozialforschung. Sein wesentliches Forschungsprojekt sind Protestbewegungen und der moderne Terrorismus.
Der Historiker Dan Diner (Hebräische Universität, Jerusalem; Simon-Dubnow-Institut, Leipzig) hält einen Einführungsvortrag.
Veranstalter: Kulturzentrum der IKG, Literaturhandlung, Landeszentrale für politische Bildungsarbeit
Einladung zur Buchpräsentation (PDF)
Eintritt: 10 Euro, erm. 7 Euro.
Karten unter Tel. (089) 20 24 00-491 (IKG-Kulturzentrum) oder Tel. (089) 2800 135 (Literaturhandlung) sowie per E-Mail an karten@ikg-m.de.
Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18.

Gedenkwand in der Reichenbachstraße 27 zur Erinnerung an die sieben Opfer des Brandanschlags vom 13. Februar 1970. Foto: Vitaly Ushakov
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Aktuelle Veranstaltungen
Mo. 15.06.2026 | 30. Siwan 5786
Kultur
Buchvorstellung mit Tuvia Tenenbom: „Wie nennt Ihr dieses Land hier? Unter Siedlern“
Beginn 19:00Buchpräsentation und Gespräch
Mit Fotos von Isi Tenenbom
Montag, 15. Juni 2026, 19 Uhr
Nach seinen Expeditionen »Allein unter Deutschen«, war er allein unter Juden, Amerikanern, Flüchtlingen und orthodoxen Juden. Inzwischen verbrachte Tenenbom acht Monate im Westjordanland unter Siedlern und sprach mit allen: religiösen Zionisten, politisch engagierten Siedlern, antizionistischen Charedim, mit Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen dort leben, mit Aktivisten, Journalisten, Politikern und Palästinensern.
Je mehr Gespräche er führte, desto deutlicher wurde: Ein einheitliches Bild lässt sich angesichts dieser komplexen Gemengelage nicht zeichnen. Gewalt verschweigt er nicht: »Ich gebe niemandem einen ›Rabatt‹. Ich weise nur darauf hin, dass dies ein kleiner Teil einer äußerst komplexen Geschichte ist – einer Geschichte mit vielen Schichten.« Weiterlesen »
Mi. 17.06.2026 | 2. Tamusz 5786
Kultur
Scholem-Alejchem-Vortrag: „ביכער פֿאַר אַלע“ – „Bücher für alle – populäre jiddische Literatur in Osteuropa, 1860 – 1914“
Beginn 18:15Scholem-Alejchem-Vortrag in ondenk fun Evita Wiecki s“l
Mittwoch, 17. Juni 2026, 18:15 Uhr
Vortrag in jiddischer Sprache
- Begrüßung: Prof. Dr. Martina Niedhammer
- Einführung: Dr. Dasha Vakhrushova
Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der jiddische Buchmarkt in Osteuropa neben traditionell-religiöser chassidischer Literatur immer mehr auch von weltlichen Publikationen geprägt. Diese neuen Texte richteten sich an ein breiteres jiddischsprachiges Lesepublikum, das tatsächlich großes Interesse an den neuen Formen und Inhalten zeigte. In dieser Zeit erschienen auch die ersten jiddischen Zeitungen, ein erschwingliches und leicht zugängliches Mittel der Verbreitung allgemeinen Wissens und aufklärerischer Ideen. Allmählich wurden diese Zeitungen zu einer wichtigen Bühne für literarische Werke unterschiedlichster Qualität. Der Vortrag möchte die große Bandbreite jiddischer Publikationen aufzeigen, zu denen jiddische Leser von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs Zugang hatten, und stellt eine repräsentative Auswahl dieser Werke vor. Dazu gehören belletristische Werke diverser Genres und Stilrichtungen von verschiedener Qualität, darunter die sogenannte shund-literatur [Trivialliteratur] sowie populärwissenschaftliche Werke, die auf die Bedürfnisse der osteuropäischen jiddischen Leserschaft zugeschnitten waren. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100
Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
E-Mail: empfang@ikg-m.de
