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1. April 2016
ZumTod von Hans-Dietrich Genscher | Charlotte Knobloch: „Europa und die Verständigung zwischen Ost und West lagen ihm bis zuletzt am Herzen“
München, den 1.4.2016. Mit großer Trauer hat Dr. Charlotte Knobloch, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, die Nachricht vom Tode des ehemaligen Bundesaußenministers Hans-Dietrich Genscher aufgenommen. Charlotte Knobloch: „Mit Hans-Dietrich Genscher trauern wir um eine der großen Persönlichkeiten unseres Landes, die über Jahrzehnte und in historischer Zeit die Geschicke der Bundesrepublik Deutschland und Europas gestaltet und geprägt hat.
Vor dem Hintergrund seiner eigenen Lebensgeschichte lag ihm bis zuletzt vor allem die Verständigung zwischen Ost und West am Herzen, zu der er vor allem nach dem Fall der Mauer und des Eisernen Vorhangs entscheidend beigetragen hat. Sein außerordentliches Geschichtsbewusstsein war stets bestimmend für sein politisches Handeln. Unser aufrichtiges Mitgefühl gehört seiner Frau und Familie.“
Die ehemalige Präsidentin des Zentralrats weiter: „Für die jüdische Gemeinschaft wird sein – am Ende vergebliches – Bemühen unvergessen bleiben, während der Olympischen Spiele 1972 die israelischen Geiseln aus der Hand der palästinensischen Terroristen zu befreien, indem er sich selbst als Geisel anbot. Dass er diese Menschen nicht retten konnte, hat ihn als Menschen zeit seines Lebens tief geschmerzt. Aus dem tödlichen Versagen der Sicherheitsbehörden hat er als Politiker die Konsequenzen gezogen und die Gründung der Anti-Terror-Einheit GSG 9 veranlasst.“
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Di. 24.02.2026 | 7. Adar 5786
Kultur
„Russische Spezialitäten“ von und mit Dmitrij Kapitelman
Beginn 19:00Buchpräsentation und Gespräch
Dienstag, 24. Februar 2026, 19 Uhr
Moderation: Ellen Presser
Eine ukrainisch-jüdisch-moldawische Familie, lebt in Leipzig, wo sie russische Spezialitäten verkauft. Und zwar an Osteuropäer, die sich zwischen russischen Flusskrebsen, ukrainischem Wodka und georgischen Sonnenblumenkernen zuhause fühlen. Doch seit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine ist nichts mehr wie zuvor. Die Mutter glaubt den Propagandasendungen des russischen Fernsehens. Ihr Sohn, der keine Sprache mehr liebt als die russische, keinen Menschen mehr als seine Mutter, keine Stadt mehr als Kyjiw, verzweifelt. Um seine Mutter zur Vernunft zu bringen, begibt er sich per Flixbus nach Kiew. Oder wie man inzwischen liest: Kyjiw, von wo er ihr die Wahrheit mitzubringen hofft.
Dmitrij Kapitelman, geb. 28.08.1986 in Kiew, kam achtjährig als »jüdischer Kontingentflüchtling« mit seiner Familie nach Deutschland. Heute lebt er als freier Publizist in Berlin. Zudem macht er unter dem Künstlernamen Dheema Musik. Schon seine beiden vorherigen Bücher »Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters« (2016) und »Eine Formalie in Kiew« (2021), bei Hanser Berlin erschienen, zeichnet politischer Scharfsinn und tiefgründiger Humor aus. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
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