Pressemitteilung
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13. August 2015
Nach dem Brandanschlag auf Nazi-Gegner: Charlotte Knobloch fordert umfassende Strategie gegen Rechtsextremismus
München, 13.08.2015. Mit Entsetzen hat Dr. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, auf die Nachricht vom Brandanschlag auf die Scheune der Künstler und bekannten Nazi-Gegner Birgit und Horst Lohmeyer reagiert. Das Ehepaar wird Ende des Monats für sein Engagement gegen Neonazis mit dem Georg-Leber-Preis für Zivilcourage ausgezeichnet.
Charlotte Knobloch: „Sollte sich diese Tat als eine politisch motivierte Aktion von Rechtsextremisten herausstellen, so wäre das ein erneuter fürchterlicher Beweis dafür, wie brandgefährlich im wahrsten Sinn des Wortes alte und neue Nazis sind. Ihre hasserfüllte Ideologie und Gewalt bedeutet nichts weniger als Lebensgefahr für die, die nicht ins Weltbild dieser Fanatiker passen oder sich ihnen mutig entgegenstellen, – und eine existentielle Bedrohung für unsere demokratische, freiheitliche Gesellschaft. Was immer die polizeilichen Untersuchungen in Mecklenburg-Vorpommern ergeben: Wir brauchen endlich eine umfassende Strategie und konzertierte Maßnahmen gegen den Rechtsextremismus in unserem Land. Denn fest steht: Rechtsextreme sind nicht ein Problem von Flüchtlingen, Juden, Homosexuellen oder engagierten Künstlern. Wenn sie es waren, die Birgit und Horst Lohmeyer angegriffen haben, dann haben sie uns alle angegriffen.“
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Di. 24.02.2026 | 7. Adar 5786
Kultur
„Russische Spezialitäten“ von und mit Dmitrij Kapitelman
Beginn 19:00Buchpräsentation und Gespräch
Dienstag, 24. Februar 2026, 19 Uhr
Moderation: Ellen Presser
Eine ukrainisch-jüdisch-moldawische Familie, lebt in Leipzig, wo sie russische Spezialitäten verkauft. Und zwar an Osteuropäer, die sich zwischen russischen Flusskrebsen, ukrainischem Wodka und georgischen Sonnenblumenkernen zuhause fühlen. Doch seit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine ist nichts mehr wie zuvor. Die Mutter glaubt den Propagandasendungen des russischen Fernsehens. Ihr Sohn, der keine Sprache mehr liebt als die russische, keinen Menschen mehr als seine Mutter, keine Stadt mehr als Kyjiw, verzweifelt. Um seine Mutter zur Vernunft zu bringen, begibt er sich per Flixbus nach Kiew. Oder wie man inzwischen liest: Kyjiw, von wo er ihr die Wahrheit mitzubringen hofft.
Dmitrij Kapitelman, geb. 28.08.1986 in Kiew, kam achtjährig als »jüdischer Kontingentflüchtling« mit seiner Familie nach Deutschland. Heute lebt er als freier Publizist in Berlin. Zudem macht er unter dem Künstlernamen Dheema Musik. Schon seine beiden vorherigen Bücher »Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters« (2016) und »Eine Formalie in Kiew« (2021), bei Hanser Berlin erschienen, zeichnet politischer Scharfsinn und tiefgründiger Humor aus. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
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