Nachrichten
« Zurück
17. April 2013
Frankreich: Ehrungen für palästinensische Terroristen
Erschienen auf tachles Online, 17.4.2013. Am 17.4.2013 sollen die Palästinenser Allam Kaabi und Salah Hamouri, beide von der Volksfront für die Befreiung Palästinas, an einer Zeremonie im Gebäude der Arbeitsbörse in der französischen Ortschaft St. Denis erscheinen, wo sie geehrt werden sollen.
Kaabi hatte 2001 den Mord am damaligen israelischen Tourismusminister Rechavam Zeevi geplant und ausgeführt, während Hamouri verhaftet worden war, weil er die Ermordung des ehemaligen sefardischen Oberrabbiners von Israel, Ovadia Yosef, geplant hatte. Beide hatten 2011 zu den total 1027 palästinensischen Gefangenen gehört, die im Austausch gegen Gilad Schalit, einem israelisch-französischen Doppelbürger, auf freien Fuss gesetzt waren. Der Anlass in St. Denis ist von der „National Collective for Just and Viable Peace between Palestinians and Israelis“ (CNPJDPI) organisiert worden.
Nach Angaben der Organisation wird auch ein Vertreter von Amnesty Internationale zugegen sein. In einem Brief an die Vereinigung französischer Bürgermeister protestiert das Simon-Wiesenthal-Zentrum gegen den Anlass und listet die Verbrechen von Kaabi und Hamouri und die Umstände ihrer Freilassung auf.
„Während wir die Bombenattentate von Boston verfolgen“, liest man in dem Schreiben, „ist es pervers, wenn Offizielle in Frankreich Menschen, ungeachtet ihrer Ideologien und Herkunft willkommen heissen, die ähnliche Grausamkeiten begangen haben.“
Bereits im vergangenen Februar hat der Pariser Vorort Bezons Majdi Rimawi zum Ehrenbürger ernannt. 2008 war Rimawi verurteilt worden, weil er zusammen mit drei Anderen auf Rechawam Zeevi geschossen hatte.
VeranstaltungenÜberblick »
Juni 2026 | Ijar-Siwan
- So
- Mo
- Di
- Mi
- Do
- Fr
- Sa
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
- 6
- 7
- 8
- 9
- 10
- 11
- 12
- 13
- 14
- 15
- 16
- 17
- 18
- 19
- 20
- 21
- 22
- 23
- 24
- 25
- 26
- 27
- 28
- 29
- 30
Aktuelle Veranstaltungen
Mo. 15.06.2026 | 30. Siwan 5786
Kultur
Buchvorstellung mit Tuvia Tenenbom: „Wie nennt Ihr dieses Land hier? Unter Siedlern“
Beginn 19:00Buchpräsentation und Gespräch
Mit Fotos von Isi Tenenbom
Montag, 15. Juni 2026, 19 Uhr
Nach seinen Expeditionen »Allein unter Deutschen«, war er allein unter Juden, Amerikanern, Flüchtlingen und orthodoxen Juden. Inzwischen verbrachte Tenenbom acht Monate im Westjordanland unter Siedlern und sprach mit allen: religiösen Zionisten, politisch engagierten Siedlern, antizionistischen Charedim, mit Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen dort leben, mit Aktivisten, Journalisten, Politikern und Palästinensern.
Je mehr Gespräche er führte, desto deutlicher wurde: Ein einheitliches Bild lässt sich angesichts dieser komplexen Gemengelage nicht zeichnen. Gewalt verschweigt er nicht: »Ich gebe niemandem einen ›Rabatt‹. Ich weise nur darauf hin, dass dies ein kleiner Teil einer äußerst komplexen Geschichte ist – einer Geschichte mit vielen Schichten.« Weiterlesen »
Mi. 17.06.2026 | 2. Tamusz 5786
Kultur
Scholem-Alejchem-Vortrag: „ביכער פֿאַר אַלע“ – „Bücher für alle – populäre jiddische Literatur in Osteuropa, 1860 – 1914“
Beginn 18:15Scholem-Alejchem-Vortrag in ondenk fun Evita Wiecki s“l
Mittwoch, 17. Juni 2026, 18:15 Uhr
Vortrag in jiddischer Sprache
- Begrüßung: Prof. Dr. Martina Niedhammer
- Einführung: Dr. Dasha Vakhrushova
Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der jiddische Buchmarkt in Osteuropa neben traditionell-religiöser chassidischer Literatur immer mehr auch von weltlichen Publikationen geprägt. Diese neuen Texte richteten sich an ein breiteres jiddischsprachiges Lesepublikum, das tatsächlich großes Interesse an den neuen Formen und Inhalten zeigte. In dieser Zeit erschienen auch die ersten jiddischen Zeitungen, ein erschwingliches und leicht zugängliches Mittel der Verbreitung allgemeinen Wissens und aufklärerischer Ideen. Allmählich wurden diese Zeitungen zu einer wichtigen Bühne für literarische Werke unterschiedlichster Qualität. Der Vortrag möchte die große Bandbreite jiddischer Publikationen aufzeigen, zu denen jiddische Leser von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs Zugang hatten, und stellt eine repräsentative Auswahl dieser Werke vor. Dazu gehören belletristische Werke diverser Genres und Stilrichtungen von verschiedener Qualität, darunter die sogenannte shund-literatur [Trivialliteratur] sowie populärwissenschaftliche Werke, die auf die Bedürfnisse der osteuropäischen jiddischen Leserschaft zugeschnitten waren. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100
Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
E-Mail: empfang@ikg-m.de
