Pressemitteilung
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16. Februar 2015
Charlotte Knobloch: „Exodus ist keine Lösung – Israel braucht weltweit eine starke Diaspora“
München,den 16.02.2015. Nach den Terror-Anschlägen von Kopenhagen hat Israels Premierminister Benjamin Netanjahu die europäischen Juden aufgerufen, nach Israel auszuwandern. Eine Empfehlung, die Dr. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, nicht aussprechen möchte. Im Gegenteil.
Charlotte Knobloch: „Ein Exodus der europäischen Juden nach Israel ist keine Lösung der massiven Gefährdung durch islamistischen Terror. Denn dieser bedroht die europäischen Demokratien als Ganzes – wer in Europa Juden angreift, greift die gesamte europäische Gesellschaft und ihre freiheitlichen Werte an.
Die antisemitische Gewalt, die von Islamisten und anderen ausgeht, muss in Europa entschlossen mit allen politischen und rechtsstaatlichen Mitteln bekämpft werden – von Politik, Sicherheitskräften und Gesellschaft.
Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus bin ich der Ansicht, dass Israel weltweit eine starke und schlagkräftige Diaspora braucht – und dazu gehören u.a. auch die europäischen Juden.“
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Di. 24.02.2026 | 7. Adar 5786
Kultur
„Russische Spezialitäten“ von und mit Dmitrij Kapitelman
Beginn 19:00Buchpräsentation und Gespräch
Dienstag, 24. Februar 2026, 19 Uhr
Moderation: Ellen Presser
Eine ukrainisch-jüdisch-moldawische Familie, lebt in Leipzig, wo sie russische Spezialitäten verkauft. Und zwar an Osteuropäer, die sich zwischen russischen Flusskrebsen, ukrainischem Wodka und georgischen Sonnenblumenkernen zuhause fühlen. Doch seit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine ist nichts mehr wie zuvor. Die Mutter glaubt den Propagandasendungen des russischen Fernsehens. Ihr Sohn, der keine Sprache mehr liebt als die russische, keinen Menschen mehr als seine Mutter, keine Stadt mehr als Kyjiw, verzweifelt. Um seine Mutter zur Vernunft zu bringen, begibt er sich per Flixbus nach Kiew. Oder wie man inzwischen liest: Kyjiw, von wo er ihr die Wahrheit mitzubringen hofft.
Dmitrij Kapitelman, geb. 28.08.1986 in Kiew, kam achtjährig als »jüdischer Kontingentflüchtling« mit seiner Familie nach Deutschland. Heute lebt er als freier Publizist in Berlin. Zudem macht er unter dem Künstlernamen Dheema Musik. Schon seine beiden vorherigen Bücher »Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters« (2016) und »Eine Formalie in Kiew« (2021), bei Hanser Berlin erschienen, zeichnet politischer Scharfsinn und tiefgründiger Humor aus. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
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