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10. Dezember 2021
Zum Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland: IKG München beteiligt sich an Flaggenaktion für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus
München, 10.12.2021. Am 11. Dezember jährt sich der Erlass des Edikts aus dem Jahr 321, das heute als ältester Schriftbeleg für jüdisches Leben in Deutschland gilt, zum 1700. Mal. Zu diesem besonderen Anlass wird an zahlreichen Institutionen im ganzen Land die Flagge des Festjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ 2021JLID gehisst. Auch die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern beteiligt sich an der Aktion: Auf dem St.-Jakobs-Platz wehen die Flaggen vom heutigen Freitag an eine Woche lang.
Dazu erklärt die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch:

Flaggen vor der neuen Hauptsynagoge
Flaggen vor der neuen Hauptsynagoge
„Trotz der widrigen Umstände war das Festjahr bislang ein voller Erfolg. Die jüdische Gemeinschaft präsentiert sich seit Jahresbeginn in der Öffentlichkeit in einer Weise, wie das lange nicht möglich war, und sie trifft dabei auf ein Interesse, das so groß ist wie nie zuvor.“
Knobloch erklärte außerdem: „Wir freuen uns darauf, diesen Austausch im verlängerten Festjahr auch 2022 fortzusetzen. Den Jahrestag an diesem 11. Dezember, auf den historisch alles zurückgeht, begehen wir deshalb bewusst in einer Form, die für die Öffentlichkeit besonders sichtbar ist. Jüdisches Leben und jüdische Menschen gehören seit 1700 Jahren zu diesem Land, und das soll jeder sehen können – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der heute leider wieder schwierigen Situation.“
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Aktuelle Veranstaltungen
Mo. 16.03.2026 | 27. Adar 5786
Kultur
Spielfilm: »Sallah – oder: Tausche Tochter gegen Wohnung«
Beginn 19:00Montag, 16. März 2026, 19 Uhr
Beitrag zu den 17. Jüdischen Filmtagen
Israel 1964, 98 Min., Originalsprache Hebräisch, dt. F.
Regie: & Drehbuch: Ephraim Kishon
Produktion: Menahem Golan, Musik: Yohanan Zaray
Kamera: Floyd Crosby & Nissim Leon
Darsteller: Chaim Topol als Sallah Shabati, Geula Nuni als Habbubah Shabati, Gila Almagor als Bathsheva Sosialit u.v.a.
Der jemenitische Jude Sallah Shabati wandert mit seiner kinderreichen Familie nach Israel ein. Bis zum versprochenen Einzug in eine Neubauwohnung haust man in einer Baracke in einem Übergangs-Camp. Sallah, der über seinen Clan Familie wie ein König herrscht, lebt lieber in den Tag als selbst zu arbeiten. Im Lexikon des Internationalen Films heißt es, der Film schildere mit liebenswürdiger Selbstkritik »den Kampf mit dem modernen technischen Leben und die Schwierigkeiten des jungen Staates: Geistreiche Unterhaltung mit Witz, Humor und glänzenden Darstellern«. 1964 wurde er als bester fremdsprachiger Film für den Oscar nominiert und u. a. mit zwei Golden Globes ausgezeichnet. Weiterlesen »
Mi. 25.03.2026 | 7. Nissan 5786
Kultur
„Un Tango Para Rachel“
Beginn 19:00Kurzspielfilm & Konzert
Mittwoch, 25. März 2026, 19 Uhr
Beitrag zu den 17. Jüdischen Filmtagen
Deutschlandpremiere
Argentinien, USA, Schweiz 2025, 25 Min.
Regie/ Drehbuch / Produktion: Lea Kalisch
Darsteller: Sabrina Birmajer, Luciano Borges, Martín Goldber, Lea Kalisch
Im Jahr 1915 entdeckt eine religiöse junge Jüdin den Tango und begibt sich ausgerechnet in ein Bordell in Buenos Aires, um mehr darüber zu erfahren. Dort begegnet sie der Prostituierten Rivka. Es wird eine Reise der Befreiung.
Anschließend Kurzinterview mit der Allroundkünstlerin und Konzert »Yiddish & Tango« mit Lea Kalisch (Gesang), begleitet von Tobias Moss (Gitarre) und Pavel Shalman (Violine)
Die gebürtige Schweizerin Lea Kalisch und der Amerikaner Rabbi T sind ein junges, dynamisches Duo, das jüdische Musik mit einem frischen Twist zu neuem Leben erweckt, hier ergänzt durch den Wiener Musiker Pavel Shalman. Tobias Moss ist im Hauptberuf seit 2024 Rabbiner der liberalen Gemeinde Or Chadasch in Wien. Seine Frau Lea, genannt die rappende Rebbetzin und Yiddish Queen of Pop, ist Sängerin, Songtexterin, Schauspielerin und inzwischen auch Filmemacherin. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100
Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
E-Mail: empfang@ikg-m.de
