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26. März 2021
Zum 100. Geburtstag von Ernst Ludwig Ehrlich sel. A. – Knobloch: „Zeitlebens mit aller Kraft für den christlich-jüdischen Dialog“
München, 26.3.2021. Am morgigen Samstag wäre der Judaist und Historiker Ernst Ludwig Ehrlich 100 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass erklärte die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern und Schirmherrin des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks, Dr. h.c. Charlotte Knobloch: „Wie kaum ein anderer hat Ernst Ludwig Ehrlich sel. A. den christlich-jüdischen Dialog im 20. Jahrhundert geprägt. Als Überlebender der Judenverfolgung im nationalsozialistischen Deutschland erlebte er schon in jungen Jahren, welche Abgründe der Mensch auftun kann. Seine ganze Kraft widmete er daher in den folgenden Jahrzehnten dem Dialog, der die Menschen aneinander binden sollte.
Über die Mitwirkung an Nostra Aetate, der Erklärung des Zweiten Vatikanums zum Verhältnis zu nichtchristlichen Religionen, aber auch durch seine spätere Arbeit im christlich-jüdischen Dialog hat er sich in die Geschichtsbücher eingetragen.“
Knobloch unterstrich Ehrlichs bleibenden Einfluss: „Ehrlich war ausgleichend und fordernd in einem. Diesen Anspruch führt nicht zuletzt auch das 2009 gegründete Studienwerk des Bundes fort, das ihm zu Ehren den Namen Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk (ELES) trägt und das über die Förderung jüdischer und nichtjüdischer Studierender seine Werte weiterträgt. Ehrlich hat zwar vor seinem Tod 2007 zahlreiche Ehrungen erhalten, aber ich bin sicher: Diese hätte ihn mit am meisten gefreut.“
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Di. 24.02.2026 | 7. Adar 5786
Kultur
„Russische Spezialitäten“ von und mit Dmitrij Kapitelman
Beginn 19:00Buchpräsentation und Gespräch
Dienstag, 24. Februar 2026, 19 Uhr
Moderation: Ellen Presser
Eine ukrainisch-jüdisch-moldawische Familie, lebt in Leipzig, wo sie russische Spezialitäten verkauft. Und zwar an Osteuropäer, die sich zwischen russischen Flusskrebsen, ukrainischem Wodka und georgischen Sonnenblumenkernen zuhause fühlen. Doch seit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine ist nichts mehr wie zuvor. Die Mutter glaubt den Propagandasendungen des russischen Fernsehens. Ihr Sohn, der keine Sprache mehr liebt als die russische, keinen Menschen mehr als seine Mutter, keine Stadt mehr als Kyjiw, verzweifelt. Um seine Mutter zur Vernunft zu bringen, begibt er sich per Flixbus nach Kiew. Oder wie man inzwischen liest: Kyjiw, von wo er ihr die Wahrheit mitzubringen hofft.
Dmitrij Kapitelman, geb. 28.08.1986 in Kiew, kam achtjährig als »jüdischer Kontingentflüchtling« mit seiner Familie nach Deutschland. Heute lebt er als freier Publizist in Berlin. Zudem macht er unter dem Künstlernamen Dheema Musik. Schon seine beiden vorherigen Bücher »Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters« (2016) und »Eine Formalie in Kiew« (2021), bei Hanser Berlin erschienen, zeichnet politischer Scharfsinn und tiefgründiger Humor aus. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
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