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11. März 2012
Yakov Hadas-Handelsman als Botschafter akkreditiert
Botschaft des Staates Israel, 09.03.12. Der neue Botschafter des Staates Israel in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsman, hat am 9. März 2012 in einer feierlichen Zeremonie im Schloss Bellevue Bundesratspräsident Horst Seehofer sein Beglaubigungsschreiben überreicht.
Nach seiner Akkreditierung hielt der Botschafter eine Gedenkzeremonie an der Gedenkstätte Gleis 17 im Grunewald ab. Dort erklärte er: „Der außergewöhnliche Charakter der deutsch-israelischen Beziehungen wird oft betont. An diesem Ort – am Gleis 17 im Berliner Grunewald – ist er zu spüren. Durch den Schmerz der Shoa sind wir – Israelis und Deutsche, Juden und Nichtjuden – miteinander verbunden. Und während wir gemeinsam dafür Sorge tragen müssen, dass die Vergangenheit nicht vergessen wird, sind wir auch weiterhin verpflichtet, uns zusammen in Bereichen zu engagieren, die eine solide Basis für unsere Zukunft bilden.
Wie für jeden israelischen Diplomaten ist es auch für mich etwas Besonderes, mein Land in der Bundesrepublik Deutschland zu vertreten. Die Beziehungen zwischen Deutschland und Israel bilden einen komplexen Raum, in dem Erinnerungen und Traumata, hoffnungsvolle Visionen und Enttäuschungen, freundschaftliche Begegnungen und aktuelle politische Herausforderungen eng miteinander verflochten sind. Unsere beiden Länder teilen dieselben Werte. Und doch verteidigen wir Demokratie, Freiheit, Toleranz und Fortschritt in sehr unterschiedlichen Lebensrealitäten.
Mit Respekt blicke ich auf die vor mir liegende Aufgabe. Ich freue mich darauf, Deutschland und seine Bürger besser kennen zu lernen und gemeinsam die deutsch-israelische Freundschaft und Zusammenarbeit kreativ weiter zu entwickeln.“
Bei einem anschließenden Empfang in der Botschafter-Residenz sagte Hadas-Handelsman: „Innerhalb der deutsch-israelischen Beziehungen bewegen wir uns gleichzeitig auf drei Ebenen. Wir behalten die Vergangenheit fest im Blick und in der Erinnerung. Wir gestalten zusammen aktiv und dynamisch die Gegenwart. Und wir planen mit Mut und Entschlossenheit unsere gemeinsame Zukunft.“
Mehr Informationen zum neuen Botschafter finden Sie hier.
- Hadas-Handelsman und Seehofer. Foto: Bundesregierung/ Guido Bergmann
- Seehofer und Hadas-Handelsman. Foto: Bundesregierung/ Guido Bergmann
- An der Gedenkstätte Gleis 17. Foto: Galit Hinon
- Yakov Hadas-Handelsman. Foto: Botschaft des Staates Israel
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Mo. 15.06.2026 | 30. Siwan 5786
Kultur
Buchvorstellung mit Tuvia Tenenbom: „Wie nennt Ihr dieses Land hier? Unter Siedlern“
Beginn 19:00Buchpräsentation und Gespräch
Mit Fotos von Isi Tenenbom
Montag, 15. Juni 2026, 19 Uhr
Nach seinen Expeditionen »Allein unter Deutschen«, war er allein unter Juden, Amerikanern, Flüchtlingen und orthodoxen Juden. Inzwischen verbrachte Tenenbom acht Monate im Westjordanland unter Siedlern und sprach mit allen: religiösen Zionisten, politisch engagierten Siedlern, antizionistischen Charedim, mit Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen dort leben, mit Aktivisten, Journalisten, Politikern und Palästinensern.
Je mehr Gespräche er führte, desto deutlicher wurde: Ein einheitliches Bild lässt sich angesichts dieser komplexen Gemengelage nicht zeichnen. Gewalt verschweigt er nicht: »Ich gebe niemandem einen ›Rabatt‹. Ich weise nur darauf hin, dass dies ein kleiner Teil einer äußerst komplexen Geschichte ist – einer Geschichte mit vielen Schichten.« Weiterlesen »
Mi. 17.06.2026 | 2. Tamusz 5786
Kultur
Scholem-Alejchem-Vortrag: „ביכער פֿאַר אַלע“ – „Bücher für alle – populäre jiddische Literatur in Osteuropa, 1860 – 1914“
Beginn 18:15Scholem-Alejchem-Vortrag in ondenk fun Evita Wiecki s“l
Mittwoch, 17. Juni 2026, 18:15 Uhr
Vortrag in jiddischer Sprache
- Begrüßung: Prof. Dr. Martina Niedhammer
- Einführung: Dr. Dasha Vakhrushova
Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der jiddische Buchmarkt in Osteuropa neben traditionell-religiöser chassidischer Literatur immer mehr auch von weltlichen Publikationen geprägt. Diese neuen Texte richteten sich an ein breiteres jiddischsprachiges Lesepublikum, das tatsächlich großes Interesse an den neuen Formen und Inhalten zeigte. In dieser Zeit erschienen auch die ersten jiddischen Zeitungen, ein erschwingliches und leicht zugängliches Mittel der Verbreitung allgemeinen Wissens und aufklärerischer Ideen. Allmählich wurden diese Zeitungen zu einer wichtigen Bühne für literarische Werke unterschiedlichster Qualität. Der Vortrag möchte die große Bandbreite jiddischer Publikationen aufzeigen, zu denen jiddische Leser von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs Zugang hatten, und stellt eine repräsentative Auswahl dieser Werke vor. Dazu gehören belletristische Werke diverser Genres und Stilrichtungen von verschiedener Qualität, darunter die sogenannte shund-literatur [Trivialliteratur] sowie populärwissenschaftliche Werke, die auf die Bedürfnisse der osteuropäischen jiddischen Leserschaft zugeschnitten waren. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
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