Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Nachrichten

« Zurück

31. Januar 2012

Westerwelle besorgt über Spannungen mit Iran

Außenminister Guido Westerwelle zeigt sich besorgt über die Zuspitzung des Streits über das iranische Atomprogramm. Der Streit stelle „zunehmend eine Gefährdung der regionalen Stabilität im Nahen und Mittleren Osten“ dar, sagte Westerwelle am 29. Januar 2012. Die Spannungen könnten auch „die schwierigen Bemühungen, den Nahostfriedensprozess wiederzubeleben, zusätzlich negativ beeinflussen“.

Er rief die Verantwortlichen in Teheran auf, „von Handlungen abzusehen, die einer weiteren Eskalation Vorschub leisten“. Statt die Situation rhetorisch anzuheizen, sollte sich der Iran endlich zu „substanziellen Gesprächen über sein Atomprogramm bereit zeigen.“ Westerwelle war am Sonntag zu einer mehrtägigen Reise in den Nahen Osten aufgebrochen.

Der Iran wollte am 29.1.2012 über einen Stopp der Öllieferungen nach Europa entscheiden und damit einem EU-Embargo zuvorkommen. Zuletzt hatte Teheran damit gedroht, die Straße von Hormus für Schiffe zu sperren.

Ischinger warnt vor Krieg mit dem Iran

Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, warnt vor einem Krieg mit dem Iran. „Man muss das Säbelrasseln des Iran ernst nehmen“, sagte Ischinger der Zeitung Die Welt mit Blick auf die Konflikte um ein Ölembargo und die Straße von Hormus. Der Botschafter sprach sich dafür aus, eine Strategie für den Fall zu erarbeiten, dass Teheran in den Besitz der Atombombe gelangt. „Wir müssen in der Außenpolitik immer vom Worst Case ausgehen. Es darf am Ende nicht nur die Antwort Krieg geben“, sagte Ischinger.

Zwar sei die Sanktionspolitik der Europäischen Union im Grundsatz richtig. „Aber wir müssen auch realistisch sehen, dass die seit Jahren eskalierende Sanktionspolitik die iranische Führung nicht zum gewünschten Kurswechsel in der Atompolitik gebracht hat. Deshalb ist die Zeit gekommen, mit einem Tabu aufzuräumen“, sagte Ischinger wenige Tage vor Beginn der Sicherheitskonferenz vom 3. bis 5. Februar 2012 in München.

Netanyahu will von Ban schärfere Iran-Sanktionen fordern

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu will im Gespräch mit UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon eine weitere Verschärfung der internationalen Iran-Sanktionen fordern. Netanyahu sagte nach Angaben seines Büros am Sonntag während der wöchentlichen Kabinettssitzung: “Ich werde parallel dazu auch über die Hoffnung sprechen, dass die Palästinenser die Gespräche mit uns fortsetzen, um letztlich zu konkreten Verhandlungen über eine endgültige Friedenslösung zu gelangen.” Ban wird in dieser kommenden Woche zu einem Besuch in der Region erwartet und trifft Netanyahu am Mittwoch.

Netanyahu sagte am 29.1.2012 ferner, er habe vergangene Woche mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy und dem britischen Premierminister David Cameron telefoniert. “Ich habe im Gespräch mit ihnen die Schritte Europas gegen den Iran begrüßt, gegen den Ölexport und gegen die Zentralbank”, sagte der israelische Ministerpräsident.

Netanyahu warf den Palästinensern vor, sie hätten bei den direkten Gesprächen in Amman jegliches Gespräch über die israelischen Sicherheitsbedürfnisse verweigert. “Die Anzeichen sind nicht besonders gut, aber ich hoffe, sie werden zur Vernunft kommen und die Gespräche fortsetzen, damit wir zu echten Verhandlungen fortschreiten können.”

Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas gibt einem Zeitungsbericht zufolge Israel die Schuld am Misserfolg der Nahost-Gespräche. Die “Unnachgiebigkeit” der israelischen Seite habe einen Erfolg der Gespräche verhindert, sagte Abbas laut einem Bericht der israelischen Zeitung Jerusalem Post.

Alle Beiträge der Kategorie Nachrichten ansehen »

VeranstaltungenÜberblick »

Aktuelle Veranstaltungen


Sa. 17.10.2026 | 6. Cheschwan 5787

Kultur

Zum 27. Mal: »Die lange Nacht der Münchner Museen

Beginn 20:30 Uhr:

Beitrag der IKG München und Oberbayern

Auf einen Blick:

Vorträge (je 30 Min.)
20:30 Uhr Dinah Zenker
22:00 Uhr Ellen Presser

Konzerte des Synagogenchors »Schma Kaulenu«
unter Leitung von David Rees
21:15 Uhr und 22:30 Uhr (ca. 30 Min.)

Eine Synagoge, wörtlich Ort der Zusammenkunft (zum Gebet), ist von zentraler Bedeutung für jüdisches Leben. Der Vortrag erläutert, woher der Name »Ohel Jakob kommt, ferner architektonische Besonderheiten und die Rolle der Musik.

Musikalische Begleitung: Luisa Pertsovska

Veranstaltungsort: Synagoge »Ohel Jakob«, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München

Das Restaurant Einstein im Jüdischen Gemeindezentrum bietet koschere Köstlichkeiten.

Das Ticket kostet 20 Euro und berechtigt zum Eintritt in über 100 beteiligte Häuser.

Weitere Informationen unter www.muenchner.de und www.ikg-m.de

So. 18.10.2026 | 7. Cheschwan 5787

Kultur

»Shvayg Mayn Harts«. Jiddische Lieder aus der goldenen Ära des New Yorker Yiddish Theatre

Beginn 17:00 Uhr:

Sasha Lurje & Roman Grinberg – Gesang
Shvayg Mayn Harts Orchestra
Dirigent: Michael Alexander Willens

Mit „Shvayg Mayn Harts“ erfüllt sich Michael Alexander Willens einen lang gehegten persönlichen Traum: die Musik seiner beiden Großväter Alexander Olshanetsky und
Herman Yablokoff wieder auf die Bühne zu bringen. Beide gehörten zu den prägenden Persönlichkeiten des jiddischen Theaters in New York.
Als Komponisten, Sänger und Bühnenstars schufen sie Lieder, die weit über die jüdische Gemeinschaft hinaus bekannt wurden und bis heute zum Schatz des jiddischen Musiktheaters zählen. Werke wie „Papirosn“, „Mayn Shtetele Belz“, „Hopkele“ oder „Ikh hob dikh tsufil lib“ erzählen von Liebe und Sehnsucht, von Heimweh und Hoffnung, von den Erinnerungen an die alte Heimat und vom Traum eines neuen Lebens in Amerika.
Gemeinsam mit dem eigens gegründeten „Shvayg Mayn Harts Orchestra“ lässt Michael Alexander Willens diese musikalische Welt neu aufleben. Mit Sasha Lurje und Roman Grinberg, der auch für die Orchesterarrangements verantwortlich zeichnet, stehen zwei der führenden Stimmen der internationalen jiddischen Musikszene auf der Bühne. Sie führen durch ein Programm voller Emotionen, Humor und Lebensfreude und schlagen eine Brücke von den Anfängen des jiddischen Theaters in Osteuropa bis zu seiner Blütezeit in New York.

Voranmeldung erforderlich möglichst bis 7. Oktober unter: festkonzert@ikg-m.de

Weiterlesen »

Mi. 21.10.2026 | 10. Cheschwan 5787

Kultur

Filmvorführung „Noga“

Beginn 19:00

Filmvorführung
Mittwoch, 21. Oktober 2026, 19 Uhr

Ein Film von Jono & Benji Bergmann mit Noga Erez und Ori Rousso
Produktion: Babka Film in Koproduktion u.a. mit Sperl Film + Fernsehproduktion
Österreich/ Deutschland/ Israel 2026, 96 Min.
Originalsprache: Hebräisch, Englisch, mit deutschen Untertiteln

Die israelische Musikerin Noga Erez ist mit ihrem kreativen Partner und Lebensgefährten Ori Rousso auf dem Weg zum internationalen Durchbruch. Zwischen ausverkauften Konzertsälen mit provokanten Hits wie »End of the Road«, politischer Zuspitzung und persönlichen Spannungen, kämpft sie darum, weiterhin gehört, vor allem aber verstanden zu werden – in einer Welt, die zunehmend aus den Fugen gerät. Weiterlesen »

Alle Veranstaltungen »

Israelitische Kultusgemeinde
Kontakt
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100
Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
E-Mail: empfang@ikg-m.de