Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Veranstaltungen Kulturzentrum

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Do. 15.09.2016 | 12. Elul 5776

Beginn 19:00

Vortrag & Lesung: „Beginnen wir mit dem Menschen…“

Wassili Grossman und sein Roman „Leben und Schicksal“

Wassili Grossman © privat

Wassili Grossman © privat

Wassili Grossmans Gesellschaftsepos über die Schlacht um Stalingrad ist wie Tolstois »Krieg und Frieden« eines der wichtigsten Werke der russischen Literatur. Am Schicksal zweier Familien, einer russischen und einer jüdischen, zeigt er die Schrecken des Krieges und der deutschen Besatzung, aber auch die Bedrohung durch den stalinistischen Terror auf.

Der Autor widmete den Roman seiner Mutter Jekaterina Grossman, die am 15. September 1941 zusammen mit allen Juden der Stadt Berditschew ermordet wurde. Dieses Los teilten die Juden im Herbst 1941 an vielen Orten in der Ukraine. Herzstück von »Leben und Schicksal« ist der Brief der Mutter des Helden aus dem Ghetto in Berditschew.

Wassili Semionowitsch Grossman (1905-1964) war zunächst einer der anerkanntesten linientreuen Schriftsteller der Sowjetunion. Die Erfahrungen während des Krieges, die Katastrophe der europäischen Juden, die auch ihn unmittelbar traf, sowie die vielen Schicksale, denen er als Korrespondent der Armeezeitung ›Roter Stern‹ begegnete, veränderten sein Leben jedoch von Grund auf und er wurde zu einem der unbeugsamsten Chronisten seiner Zeit.

Zweisprachige Veranstaltung

Vortrag & Lesung (deutsch): Brigitte van Kann

Brigitte van Kann © privat

Brigitte van Kann © privat

Brigitte van Kann, geb. 1953 in der Eifel, studierte Russistik, Germanistik und Pädagogik. Sie ist freiberuflich als Dolmetscherin und Übersetzerin sowie für zahlreiche Medien (arte, FAZ, DLF u. a.) tätig.

Zusammenfassungen & Lesung (russisch): Alexander Kostinskij

Alexander Kostinskij © privat

Alexander Kostinskij © privat

Alexander Kostinskij, geb. 1946 in Kiew, studierte Geschichte und Kunstgeschichte. Seit 1992 lebt er in München, wo er als Buch- und Theaterautor und als Rundfunksprecher, Illustrator und Rezitator tätig ist.

Eintritt: 6 Euro, erm. 3 Euro für München-Pass-Inhaber, Schüler & Studenten.

Karten unter (089) 20 24 00 491, per E-Mail karten@ikg-m.de und an der Abendkasse.

Veranstalter: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde in Kooperation mit der Sozialabteilung der Israelitischen Kultusgemeinde

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18

Weiterführende Informationen:
Wassili Grossman: »Leben und Schicksal«, Taschenbuch, 1088 S., aus dem Russischen übersetzt von Annelore Nitschke, Ullstein Buchverlage 2008.
Wassili Grossman: »Alles fließt«, Taschenbuch, 256 S., aus dem Russischen übersetzt von Annelore Nitschke, Ullstein Buchverlage 2010.

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Aktuelle Veranstaltungen


So. 06.09.2026 | 24. Elul 5786

Kultur

»Nicht«. Ein Abend mit Dror Mishani

Beginn 17:00 Uhr:

Buchpräsentation und Gespräch zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur

Moderation: Richard C. Schneider (Journalist und Sachbuchautor)
Lesung: Robert Dölle (Residenztheater)
Sprachen: Englisch & Deutsch (mit einer Lesekostprobe auf Hebräisch)

Ursprünglich erwartete das IKG-Kulturzentrum den Schriftsteller Dror Mishani bereits im Juni 2025 zur Vorstellung von »Fenster ohne Aussicht. Tagebuch aus Tel Aviv«, entstanden nach dem 7. Oktober 2023. Der am 13. Juni 2025 ausgebrochene israelisch-iranische Zwölftagekrieg machte diese Einladung zunichte.
Inzwischen hat Dror Mishani einen neuen Roman vollendet mit dem Titel »Nicht«. Es geht darin um Liebe: die zwischen Mann und Frau, Lebende und Erinnerte, Künstlerin und Musik, Mensch und Tier. Kann eine Lüge eine Liebe retten? Oder gewinnt das Zerstörerische darin die Oberhand? Dror Mishani ist ein Meister der Charakterstudie und weit mehr als ein Krimiautor. Er sagt: »Ich habe angefangen, Kriminalromane zu schreiben, um die Wahrheit menschlicher Gewalt zu dokumentieren und den Versuch zu unternehmen, sie zu verstehen«.

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So. 06.09.2026 | 24. Elul 5786

Kultur

Einladung zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur 2026 unter dem Motto »Liebe«

Beginn 10:00 Uhr:

»An der frischen Luft«
10:00 Uhr
Rundgang am Alten Israelitischen Friedhof
an der Thalkirchner Straße mit Ellen Presser
bereits ausgebucht

Voranmeldung für weitere Führung am
So, 25. Oktober (mit Rückbestätigung) per
E-Mail unter karten@ikg-m.de (Stichwort: Ende Sommerzeit)


»Auf jüdischen Spuren durch die Münchner Altstadt«

mit Chaim Frank
11:00 Uhr
Begrenzte Teilnehmerzahl. Beitrag 10 Euro.
Voranmeldung unter karten@ikg-m.de (Stichwort: Stadtführung)
4.09. – Treffpunkt wird mit Rückbestätigung mitgeteilt.

»Die Synagoge Ohel Jakob« (Zelt Jakobs)
von vielen Seiten«
Referentin: Dinah Zenker
Vortrag mit Besichtigung, Einlass am Synagogenportal,
ohne Voranmeldung
13:00 Uhr (Einlass ab 12:30 Uhr)
15:00 Uhr (Einlass ab 14:30 Uhr)
Beitrag 5 Euro.

Bücher- und CD-Flohmarkt
12:00 – 17:00 Uhr

»Liebe geht auch durch den Magen«
Jüdische koschere Spezialitäten
im Restaurant Einstein
12:00 – 21:00 Uhr
Tischreservierung unter www.einstein-restaurant.de

Informationen unter (089) 202 400 491
www.ikg-m.de/kulturzentrum/aktuell/

Organisation: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München

Mi. 23.09.2026 | 12. Tischri 5787

Kultur

»Briefe an meinen Vater«. Von und mit Konrad Bernheimer

Beginn 19:00 Uhr:

Moderation: Ellen Presser

Konrad Bernheimer stellt das Schicksal seines Vaters Kurt sehr persönlich in den historischen Kontext dessen Lebenszeit: als Sohn des renommierten Kunsthändlers und Antiquitätensammlers Otto Bernheimer, als Bruder, Student der Kunstgeschichte, Emigranten in den venezolanischen Anden und Familienvater. 1954 kommt Konrad mit Mutter und zwei Schwestern zum Großvater nach München – ohne den Vater. Erst viel später erfährt Konrad Bernheimer, inzwischen selbst ein international erfolgreicher Kunsthändler, was mit seinem Vater einst geschah. Aus überlieferten Dokumenten und Familienerinnerungen entwickelt Bernheimer jr. eine Zwiesprache mit dem abwesenden Vater über Scham und Schuld, Liebe und Prägungen und die Last, die einem die Geschichte auferlegt, denn »Erinnerung bedeutet, dass etwas bleibt – auch wenn so vieles verschwunden ist«.

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