Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Veranstaltungen Kulturzentrum

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So. 13.10.2013 | 9. Cheschwan 5774

Beginn 10:15

Lerntag: „Vier Lesarten der Urgeschichte. Der Fall von Adam und Eva“

Lerntag mit Prof. Dr. Dr. Daniel Krochmalnik (Hochschule für Jüdische Studien) zum Thema  „Vier Lesarten der Urgeschichte. Der Fall von Adam und Eva“. Die biblische Erzählung vom Urpaar im Paradies und dessen Sündenfall gehört zu den bekanntesten Geschichten der Welt – und doch gibt sie immer noch Rätsel auf.

Die biblische Erzählung vom Urpaar im Paradies und dessen Sündenfall gehört zu den bekanntesten Geschichten der Welt – und doch gibt sie immer noch Rätsel auf. Diese Fabel von Schuld und Sühne soll eine Antwort auf die zeitlose Frage nach dem Sinn unseres Daseins und dem Übel in der Welt enthalten, aber ganze theologische und exegetische Bibliotheken haben ihren Sinn nicht erschöpft. Was ist ihr Geheimnis? Mit welchem Schlüssel können wir uns Zugang verschaffen? Wir wollen die jüdische Tradition befragen.

Der Philosoph Hegel meinte zwar, gerade diese Geschichte habe bei den Juden geschlafen. Davon ist nur wahr, dass die jüdische Tradition kein dogmatisches Gebäude auf ihr errichtet hat, sonst wurde sie aber fleißig ausgelegt wie jede Geschichte der Bibel. Nach einer „Paradies“ (PaRDeS) genannten mystischen Auslegungsmethode hat jede biblische Geschichte vier verschiedene Sinne. Damit wollen wir uns an diesem Lerntag auch Zugang zur Paradiesgeschichte verschaffen.

Prof. Dr. Dr. Daniel Krochmalnik. Foto: Q.u.

Herr Prof. Krochmalnik (Hochschule für Jüdische Studien, Heidelberg, Lehrstuhl für Jüdische Religionslehre, -pädagogik und –didaktik) veröffentlichte u.a. „Im Garten der Schrift. Wie Juden die Bibel lesen“, Regensburg 2006.

Teilnahmegebühr: 20 Euro, ermäßigt 15 Euro (für Studierende, Münchenpass-Inhaber)

Anmeldung wegen beschränkter Platzzahl bis spätestens 8.10. erforderlich unter Tel. (089) 20 24 00-491 oder per E-Mail: karten@ikg-m.de.

Sonntag, 13.10.2013, 10.15 bis 16.45 Uhr (Einlass: 9.45 Uhr)

Einen günstigen Mittagsimbiss bietet das koschere Restaurant Einstein im Hause.

Veranstalter: Kulturzentrum der Israelit. Kultusgemeinde und Evangelische Stadtakademie, mit freundl. Unterstützung der Gesellschaft für christl.-jüd. Zusammenarbeit

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St. Jakobs-Platz 18

 Eine Veranstaltung im Rahmen der Jüdischen Kulturtage am Jakobsplatz  2013.

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Aktuelle Veranstaltungen


Di. 09.06.2026 | 24. Siwan 5786

Kultur

„Vier Tage im Juni. Eine nahöstliche Tetralogie. Mossul – Tel Aviv – Babel – Istanbul“ mit Mona Yahia

Beginn 19:00

Lesung und Gespräch
Dienstag, 9. Juni 2026, 19 Uhr

In ihrem Roman »Vier Tage. Eine nahöstliche Tetralogie« erzählt Mona Yahia die Geschichte einer jüdischen Familie zwischen Mossul, Tel Aviv, Babel und Istanbul. Ausgehend von einem Wendepunkt im Jahr 1918 entfaltet sich über vier Generationen hinweg ein vielschichtiges Panorama von Aufbruch, Verlust und Exil.  In eindringlichen Momentaufnahmen – jeweils verdichtet auf einen einzigen Tag – verknüpft die Autorin persönliche Schicksale mit den Umbrüchen des 20. Jahrhunderts und stellt die Frage nach Zugehörigkeit, Erinnerung und dem eigenen Platz in der Welt. Weiterlesen »

Mo. 15.06.2026 | 30. Siwan 5786

Kultur

Buchvorstellung mit Tuvia Tenenbom: „Wie nennt Ihr dieses Land hier? Unter Siedlern“

Beginn 19:00

Buchpräsentation und Gespräch
Mit Fotos von Isi Tenenbom
Montag, 15. Juni 2026, 19 Uhr

Nach seinen Expeditionen »Allein unter Deutschen«, war er allein unter Juden, Amerikanern, Flüchtlingen und orthodoxen Juden. Inzwischen verbrachte Tenenbom acht Monate im Westjordanland unter Siedlern und sprach mit allen: religiösen Zionisten, politisch engagierten Siedlern, antizionistischen Charedim, mit Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen dort leben, mit Aktivisten, Journalisten, Politikern und Palästinensern.

Je mehr Gespräche er führte, desto deutlicher wurde: Ein einheitliches Bild lässt sich angesichts dieser komplexen Gemengelage nicht zeichnen. Gewalt verschweigt er nicht: »Ich gebe niemandem einen ›Rabatt‹. Ich weise nur darauf hin, dass dies ein kleiner Teil einer äußerst komplexen Geschichte ist – einer Geschichte mit vielen Schichten.« Weiterlesen »

Mi. 17.06.2026 | 2. Tamusz 5786

Kultur

Scholem-Alejchem-Vortrag: „ביכער פֿאַר אַלע“ – „Bücher für alle – populäre jiddische Literatur in Osteuropa, 1860 – 1914“

Beginn 18:15

Scholem-Alejchem-Vortrag in ondenk fun Evita Wiecki s“l
Mittwoch, 17. Juni 2026, 18:15 Uhr

Vortrag in jiddischer Sprache

  • Begrüßung: Prof. Dr. Martina Niedhammer
  • Einführung: Dr. Dasha Vakhrushova

Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der jiddische Buchmarkt in Osteuropa neben traditionell-religiöser chassidischer Literatur immer mehr auch von weltlichen Publikationen geprägt. Diese neuen Texte richteten sich an ein breiteres jiddischsprachiges Lesepublikum, das tatsächlich großes Interesse an den neuen Formen und Inhalten zeigte. In dieser Zeit erschienen auch die ersten jiddischen Zeitungen, ein erschwingliches und leicht zugängliches Mittel der Verbreitung allgemeinen Wissens und aufklärerischer Ideen. Allmählich wurden diese Zeitungen zu einer wichtigen Bühne für literarische Werke unterschiedlichster Qualität. Der Vortrag möchte die große Bandbreite jiddischer Publikationen aufzeigen, zu denen jiddische Leser von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs Zugang hatten, und stellt eine repräsentative Auswahl dieser Werke vor. Dazu gehören belletristische Werke diverser Genres und Stilrichtungen von verschiedener Qualität, darunter die sogenannte shund-literatur [Trivialliteratur] sowie populärwissenschaftliche Werke, die auf die Bedürfnisse der osteuropäischen jiddischen Leserschaft zugeschnitten waren. Weiterlesen »

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