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3. März 2021
Verfassungsschutz stuft AfD als rechtsextremen Verdachtsfall ein – Knobloch: „Zeichen einer wehrhaften Demokratie“
München, 3.3.2021. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat nach Medienberichten die AfD auf Bundesebene als rechtsextremen Verdachtsfall eingestuft. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erklärt hierzu: „Ich bin froh und erleichtert über die Entscheidung des Bundesamts für Verfassungsschutz, die AfD in Gänze zum Verdachtsfall zu erklären. Das Amt erkennt damit in seinem Handeln an, was faktisch seit Langem offensichtlich war: Die AfD ist eine rechtsextreme Partei, und ihre Tätigkeiten sind eine Gefahr für unsere freiheitliche Gesellschaft. Die Einstufung als Verdachtsfall ist das Zeichen einer wehrhaften Demokratie. Die Entscheidung macht deutlich, dass Worte und Taten des Hasses nicht folgenlos bleiben.“
„In welchem Ausmaß die AfD rechtsextremen Bestrebungen ein Forum bietet, hat sich zuletzt u.a. an der Verquickung mit den ‚Querdenkern‘ gezeigt, die mit wüsten Verschwörungstheorien bis hin zur Verharmlosung des Holocaust aufgefallen sind. Eine Partei, die so etwas duldet, die Maßnahmen zum Infektionsschutz als ‚Ermächtigungsgesetz’ bezeichnet und die aktiv Störer in die Herzkammer der deutschen Demokratie einschleust, hat in einem Parlament nichts verloren“, sagte Knobloch weiter.
Knobloch erklärte abschließend: „Ich hoffe sehr, dass zusätzlich zu den staatlichen Maßnahmen zum Schutz der freiheitlich-demokratischen Grundordnung auch die Wähler in diesem Superwahljahr eine klare Botschaft senden und der AfD in unseren Parlamenten keine Bühne mehr geben. Der Hass dieser Partei zerstört unsere Demokratie, und jeder einzelne hat es an der Wahlurne in der Hand, etwas dagegen zu unternehmen.“
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Di. 24.02.2026 | 7. Adar 5786
Kultur
„Russische Spezialitäten“ von und mit Dmitrij Kapitelman
Beginn 19:00Buchpräsentation und Gespräch
Dienstag, 24. Februar 2026, 19 Uhr
Moderation: Ellen Presser
Eine ukrainisch-jüdisch-moldawische Familie, lebt in Leipzig, wo sie russische Spezialitäten verkauft. Und zwar an Osteuropäer, die sich zwischen russischen Flusskrebsen, ukrainischem Wodka und georgischen Sonnenblumenkernen zuhause fühlen. Doch seit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine ist nichts mehr wie zuvor. Die Mutter glaubt den Propagandasendungen des russischen Fernsehens. Ihr Sohn, der keine Sprache mehr liebt als die russische, keinen Menschen mehr als seine Mutter, keine Stadt mehr als Kyjiw, verzweifelt. Um seine Mutter zur Vernunft zu bringen, begibt er sich per Flixbus nach Kiew. Oder wie man inzwischen liest: Kyjiw, von wo er ihr die Wahrheit mitzubringen hofft.
Dmitrij Kapitelman, geb. 28.08.1986 in Kiew, kam achtjährig als »jüdischer Kontingentflüchtling« mit seiner Familie nach Deutschland. Heute lebt er als freier Publizist in Berlin. Zudem macht er unter dem Künstlernamen Dheema Musik. Schon seine beiden vorherigen Bücher »Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters« (2016) und »Eine Formalie in Kiew« (2021), bei Hanser Berlin erschienen, zeichnet politischer Scharfsinn und tiefgründiger Humor aus. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
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