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26. Juni 2012
Todesdrohungen gegen den Oberrabbiner Frankreichs
Erschienen auf Haaretz.com. Die französische Polizei untersucht Todesdrohungen, die via Facebook gegen Gilles Bernheim, den Oberrabbiner des Landes, verbreitet worden sind. So zeigt eine Fotomontage den Rabbiner mit einem auf seinen Kopf zielenden Revolver. Auf Bernheims Stirn prangt ein Davidstern, und vor seiner Nase ist ein mit Zyklon B gefüllter Feueranzünder zu sehen.
In der dazu gehörenden Legende liest man: „Keine Angst, Bernheim, ich werde dich nicht deportieren. Ich will nur, dass Du den Inhalt dieses Anzünders einatmest.“
Zyklon B war das Gas, das die Nazis in ihren Gaskammern zur Ermordung von Juden benutzt hatten. Gezeichnet ist die Fotomontage mit „Bakala LBD“. Das ist der Name eines Facebook-Users, auf dessen Seite Israel verspottet wird und Landkarten zu sehen sind, welche die angebliche Expansion der jüdischen Präsenz in Israel und der Westbank darstellen.
Der User zeigt auch Bilder des als Dieudonné bekannten französischen Komödianten, den Gründer der französischen antizionistischen Partei, der schon mehrere Male wegen antisemitischen Statements verurteilt worden ist.
Das CRIF, der Dachverband des organisierten Judentums in Frankreich, verurteilt die Drohungen gegen Oberrabbiner Bernheim. „Antisemitismus ist keine Atmosphäre, er tötet“, sagte letzte Woche in Brüssel vor dem Europaparlament Ron Rafaeli vom SPCJ, dem Sicherheitsdienst der jüdischen Gemeinden in Frankreich.
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Aktuelle Veranstaltungen
Mi. 13.05.2026 | 26. Ijar 5786
Kultur
„Wir waren die Zukunft. Leben im Kibbuz“ von und mit der Autorin Yael Neeman
Beginn 19:00Buchpräsentation und Gespräch
Mittwoch, 13. Mai 2026, 19 Uhr
Im jungen Berliner Verlag Altneuland erschien 2025 ein hebräischer Klassiker in deutscher Übersetzung, der die Geschichte der Kibbuz-Bewegung exemplarisch beschreibt.
Yael Neeman wurde 1960 in einem Kibbuz geboren, den ihre aus Ungarn und Wien geflohenen Eltern 1946 mitbegründet hatten. In »Wir waren die Zukunft« öffnet Neeman Einblicke in das kollektivistische Lebenskonzept ihrer Kindheit und Jugend sowie in die ideologische und soziale Welt dieser bedeutenden Ära der israelischen Geschichte. Es entsteht damit ein Porträt dieses Sozialexperiments, mit dessen Hilfe in Israel an einer neuen, utopischen jüdischen Gesellschaft jenseits von Pogromen und Diaspora gearbeitet wurde und wo es heute steht.
Das Gespräch mit Yael Neeman führt ihre Übersetzerin Lucia Engelbrecht. Weiterlesen »
Mi. 20.05.2026 | 4. Siwan 5786
Kultur
„Die neue autoritäre Linke. Eine akute Bedrohung für die demokratische Gesellschaft“ von und mit dem Autor Nicholas Potter
Beginn 19:00Buchpräsentation & Gespräch
Mittwoch, 20. Mai 2026, 19 Uhr
Moderation: Shahrzad Eden Osterer (BR)
Mit seinen Recherchen und Reportagen richtet Nicholas Potter, Journalist und »taz«-Redakteur, einen eindringlichen Weckruf an die demokratische Gesellschaft, gegenüber jeglicher Form autoritären Denkens und politischen Extremismus‘ wachsam und mutig zu sein. Auf Demonstrationen, an Hochschulen, in den sozialen Medien und Subkulturen ist insbesondere nach dem 7. Oktober 2023 eine Radikalisierung am Werke, die andere Meinungen verbal und ihre Vertreter körperlich attackiert. Potter, selbst ins Fadenkreuz dieser Szene geraten, zeichnet ein eindrückliches Bild der neuen autoritären Linken, ihrer Netzwerke und Ideologie. Weiterlesen »
Di. 09.06.2026 | 24. Siwan 5786
Kultur
„Vier Tage im Juni. Eine nahöstliche Tetralogie. Mossul – Tel Aviv – Babel – Istanbul“ mit Mona Yahia
Beginn 19:00Lesung und Gespräch
Dienstag, 9. Juni 2026, 19 Uhr
In ihrem Roman »Vier Tage. Eine nahöstliche Tetralogie« erzählt Mona Yahia die Geschichte einer jüdischen Familie zwischen Mossul, Tel Aviv, Babel und Istanbul. Ausgehend von einem Wendepunkt im Jahr 1918 entfaltet sich über vier Generationen hinweg ein vielschichtiges Panorama von Aufbruch, Verlust und Exil. In eindringlichen Momentaufnahmen – jeweils verdichtet auf einen einzigen Tag – verknüpft die Autorin persönliche Schicksale mit den Umbrüchen des 20. Jahrhunderts und stellt die Frage nach Zugehörigkeit, Erinnerung und dem eigenen Platz in der Welt. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
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