Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Kultur

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Do. 10.09.2020 – Fr. 20.09.2019 | 21. Elul 5780

Schaufenster-Ausstellung: Puppen-Bauernstube und -schlafkammer der Fa. Wallach

Donnerstag, 10. September, bis Sonntag, 20. September 2020

Ausstellungsort: Schaufenster im Orag-Haus, Oberanger 9Die Brüder Moritz und Julius Wallach führten das 1900 gegründete Trachtengeschäft seit 1910 als Volkskunsthaus Wallach an der Ecke Residenzstraße und Hofgraben. Es wurde durch seine originelle Ausstattung mit folkloristisch bemalten Verkaufsnischen populär. Auf fünf Stockwerken reihten sich Bauernstuben und Ensembles regionaltypischer Gegenstände. Sogar der Baedeker München, Oberbayern, Allgäu empfahl die neue Touristenattraktion. Etliches aus dem Kaufangebot gab es für Kinder sogar im Spielzeugformat.

Aber auch das Dirndl machten die Brüder Wallach salonfähig. Eine ihrer Kreationen erregte sogar auf einem Pariser Ball großes Aufsehen. 1910 erhielt Julius Wallach als Anerkennung seiner Leistung bei der Ausstattung der Jubiläums-Wiesn den Titel »Königlicher Hoflieferant«.
Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten änderte sich alles. 1938 wurde das Volkskunsthaus arisiert. Einem Teil der Familie gelang die Emigration, andere wurden Opfer der Schoah.

Das Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde dankt der Fa. Orag eG Bayerische Schneiderei ( www.oraghaus.com ) und der Fa. Tracht und Heimat  für die weitere traditionelle Ausstattung.

Wallach-Stube © W. Franz

Wallach-Puppenstube um 1938 © W. Franz
Schenkung: Ingrid Franz

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März 2021 | Adar I-Adar II | « »

Aktuelle Veranstaltungen


Di. 09.03.2021 | 25. Adar 5781

Kultur

„Auf Wiedersehen, Kinder!“: Ernst Papanek, Revolutionär, Reformpädagoge und Retter jüdischer Kinder

Beginn 19:00

Buchpräsentation und Vortrag mit Lilly Maier
Im Rahmen der „Woche der Brüderlichkeit 2021“

Dienstag, 9. März 2021, 19 Uhr

Die Historikerin und Publizistin Lilly Maier setzt dem nahezu vergessenen Wiener Sozialdemokraten und Pädagogen Ernst Papanek (1900-1973) mit ihrer Biographie ein längst überfälliges Denkmal. Weiterlesen »

Mi. 24.03.2021 | 11. Nissan 5781

Kultur

Die Geschichte einer beispiellosen Rettungsaktion: Wie es zu Schindlers Liste kam

Beginn 19:00

Buchvorstellung und Gespräch im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus

Mittwoch, 24. März 2021, 19 Uhr

Begrüßung: Dr. Mirjam Zadoff, NS-Dokumentationszentrum München
Moderation: Ellen Presser, Kulturzentrum der IKG München und Oberbayern

Mieczysław (Mietek) Pemper, geboren am 24. März 1920, hatte entscheidenden Anteil an der Entstehung von Schindlers Liste und damit der Rettung zahlreicher Mithäftlinge.

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