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15. September 2011
Knobloch fordert demokratische Allianz
Am ersten Schultag nach den Sommerferien haben Neonazis vor Münchner Schulen ein rechtsradikales Flugblatt verteilt. Verantwortlich für das Papier war der rechtsextreme Münchner Stadtrat Karl Richter. Unter den Verteilern befand sich der einschlägig verurteilte Neonazi Martin Wiese. Dazu Charlotte Knobloch: „Wir wissen längst, dass die Neonazis arg- und wehrlose Kinder und Jugendliche mit ihrer menschenfeindlichen Ideologie verführen wollen. Propaganda-Aktionen, wie wir sie jetzt erleben, sind ein perfider und widerlicher Angriff auf unsere freiheitliche Gesellschaft.“
„Wir haben den Anspruch, eine wehrhafte Demokratie zu sein, dann ist es mit Betroffenheitsgesten und Sonntagsreden nicht getan. Ich fordere eine breite bürgerliche und kampfbereite Allianz der demokratischen Kräfte in unserem Land. Wir dürfen uns von Verfassungsfeinden wie Karl Richter und Co. nicht auf der Nase herumtanzen lassen. Neonazi-Agitationen auf Schulhöfen sind ebenso inakzeptabel wie Erfolge von Rechtsextremisten in Landtagswahlen“, sagte Knobloch.
Dass Martin Wiese weiterhin folgenlos öffentlich und vor den Augen von Polizei und Staatsanwaltschaft seinen Wahn und seinen Hass unter die Menschen bringen kann, ist unerträglich und eines Rechts- und Verfassungsstaates unwürdig.
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Aktuelle Veranstaltungen
Mo. 15.06.2026 | 30. Siwan 5786
Kultur
Buchvorstellung mit Tuvia Tenenbom: „Wie nennt Ihr dieses Land hier? Unter Siedlern“
Beginn 19:00Buchpräsentation und Gespräch
Mit Fotos von Isi Tenenbom
Montag, 15. Juni 2026, 19 Uhr
Nach seinen Expeditionen »Allein unter Deutschen«, war er allein unter Juden, Amerikanern, Flüchtlingen und orthodoxen Juden. Inzwischen verbrachte Tenenbom acht Monate im Westjordanland unter Siedlern und sprach mit allen: religiösen Zionisten, politisch engagierten Siedlern, antizionistischen Charedim, mit Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen dort leben, mit Aktivisten, Journalisten, Politikern und Palästinensern.
Je mehr Gespräche er führte, desto deutlicher wurde: Ein einheitliches Bild lässt sich angesichts dieser komplexen Gemengelage nicht zeichnen. Gewalt verschweigt er nicht: »Ich gebe niemandem einen ›Rabatt‹. Ich weise nur darauf hin, dass dies ein kleiner Teil einer äußerst komplexen Geschichte ist – einer Geschichte mit vielen Schichten.« Weiterlesen »
Mi. 17.06.2026 | 2. Tamusz 5786
Kultur
Scholem-Alejchem-Vortrag: „ביכער פֿאַר אַלע“ – „Bücher für alle – populäre jiddische Literatur in Osteuropa, 1860 – 1914“
Beginn 18:15Scholem-Alejchem-Vortrag in ondenk fun Evita Wiecki s“l
Mittwoch, 17. Juni 2026, 18:15 Uhr
Vortrag in jiddischer Sprache
- Begrüßung: Prof. Dr. Martina Niedhammer
- Einführung: Dr. Dasha Vakhrushova
Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der jiddische Buchmarkt in Osteuropa neben traditionell-religiöser chassidischer Literatur immer mehr auch von weltlichen Publikationen geprägt. Diese neuen Texte richteten sich an ein breiteres jiddischsprachiges Lesepublikum, das tatsächlich großes Interesse an den neuen Formen und Inhalten zeigte. In dieser Zeit erschienen auch die ersten jiddischen Zeitungen, ein erschwingliches und leicht zugängliches Mittel der Verbreitung allgemeinen Wissens und aufklärerischer Ideen. Allmählich wurden diese Zeitungen zu einer wichtigen Bühne für literarische Werke unterschiedlichster Qualität. Der Vortrag möchte die große Bandbreite jiddischer Publikationen aufzeigen, zu denen jiddische Leser von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs Zugang hatten, und stellt eine repräsentative Auswahl dieser Werke vor. Dazu gehören belletristische Werke diverser Genres und Stilrichtungen von verschiedener Qualität, darunter die sogenannte shund-literatur [Trivialliteratur] sowie populärwissenschaftliche Werke, die auf die Bedürfnisse der osteuropäischen jiddischen Leserschaft zugeschnitten waren. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
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80331 München
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