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12. März 2012
Raketenterror gegen Israel – Über 190 Raketen in vier Tagen
embassies.gov.il, 12.3.2012. Seit Freitag, 9.3.2012 haben palästinensische Terroristen aus dem Gazastreifen über 190 Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert. Mehr als eine Million Israelis leben in Reichweite der Raketen. Und der Raketenbeschuss hält weiter an: Allein in der Nacht auf Montag, 12.3.2012 schlugen 25 Raketen auf israelischem Gebiet ein. Fünf Menschen wurden seit Freitag, 9.3.2012 verletzt, einer davon schwer.
Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte hatten am 9.3.2012 Zuhir Kaisi, den Chef der Terrororganisation Volkswiderstandskomitee (PRC), getötet, der für mehrere Terroranschläge verantwortlich war und weitere Anschläge geplant hatte. Konkret plante das Volkswiderstandskomitee einen großangelegten Anschlag auf Israel über den Sinai in den kommenden Tagen. Zudem war Kaisi zuständig für den Transfer von Geldern der Hisbollah an Terrororganisationen im Gazastreifen.
Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erklärte zu den Vorfällen: „Wir werden weiterhin gegen jeden vorgehen, der plant, Bürger des Staates Israel anzugreifen. Gleichzeitig werden wir die Verteidigung an der Heimatfront weiter verbessern, einschließlich der Installation zusätzlicher Iron-Dome-Batterien, deren Effektivität im Laufe des Wochenendes bewiesen wurde.“
Außenminister Avigdor Lieberman sagte in einem Radio-Interview mit „Galei ZAHAL“, der getötete Terrorchef sei eine tickende Bombe gewesen. Die Regierung bemühe sich um Zurückhaltung und sei nicht auf Abenteuer oder Provokationen aus. Die Sicherheit der Bürger müsse jedoch gewährleistet werden.
Zwei Grad-Raketen schlugen in Beer Sheva ein, wegen eines Defekts der Iron-Dome-Batterie in der Stadt. Eine Schule wurde getroffen und teilweise zerstört. Da aufgrund des Raketenbeschusses alle Schulen im Süden Israels geschlossen sind, wurden keine Kinder verletzt. Mehrere Häuser und Autos wurden durch den Raketenbeschuss beschädigt. Bisher haben die Iron-Dome-Batterien 49 Raketen abwehren können und somit mehr als 90 Prozent der Raketen abgefangen, die sie anvisiert hatten. Eine weitere Iron-Dome-Batterie soll in den kommenden Wochen installiert werden. 2011 wurden mehr als 600 Raketen auf Israel abgefeuert.
Am 12.3.2012 wurden unter anderem Autos und Geschäfte im Zentrum der Stadt Ashdod durch Raketen beschädigt. Außerdem schlugen auch Raketen nördlich der Stadt Gedera ein.
In Reaktion auf den anhaltenden Raketenbeschuss hat die Israelische Luftwaffe in den vergangenen Tagen mehrere Ziele im Gazastreifen angegriffen, die als Basis für terroristische Aktivitäten dienen. ZAHAL-Sprecher Brigadegeneral Mordechai erklärte dazu: „Wir werden es nicht zulassen, dass diese unerträgliche Situation weiterhin das Leben der Bürger im Süden Israels belastet. Kein Land der Welt würde das zulassen und wir werden weiterhin gegen jede aktive Terrorzelle im Gazastreifen vorgehen.“ Mordechai erklärte weiter, dass die Terrororganisation Hamas für die Angriffe verantwortlich sei, da sie den Raketenbeschuss auf Israel nicht unterbindet.
Auch während des anhaltenden Raketenbeschusses werden weiterhin Güter über den Keren Shalom Grenzübergang geliefert. Heute Vormittag griffen Terroristen zwar auch drei Lastwagen mit Hilfsgütern an, doch die Lieferungen sollen nach kurzer Unterbrechung fortgesetzt werden, so der ZAHAL-Sprecher.
Außenministerium des Staates Israel/Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 09.-12.03.12.
Israel fordert von UN-Rat Stopp der palastinensischen Angriffe
APA/AFP. Nach der jüngsten Gewaltwelle zwischen Israel und radikalen Palästinensern im Gazastreifen hat Israel den UN-Sicherheitsrat zum Handeln aufgerufen. Der Rat und die internationale Gemeinschaft müssten dafür sorgen, dass die anhaltenden Raketenangriffe auf israelische Zivilisten gestoppt würden, erklärte der stellvertretende israelische UN-Botschafter Chaim Waxman am Sonntag in einem Schreiben an den UN-Sicherheitsrat. Gleichzeitig warnte er, Israel werde „alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um seine Bürger zu schützen“.
Dem israelischen Diplomaten zufolge feuerten radikale Palästinenser binnen 48 Stunden mehr als 150 Raketen auf israelisches Gebiet ab. Bei israelischen Luftangriffen als Antwort auf den Raketenbeschuss wurden nach Angaben von Ärzten aus dem Gazastreifen mindestens 18 Palästinenser getötet, darunter am Sonntag ein zwölfjähriger Schüler und ein 60-jähriger Mann.
Der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu teilte mit, er habe der Armee Anweisung erteilt, gegen alle vorzugehen, “die uns angreifen wollen”. “Die Operationen in Gaza werden solange wie nötig weitergehen”, sagte Netanyahu laut dem öffentlichen Rundfunk bei einem Treffen mit 30 Bürgermeistern der von den palästinensischen Raketenangriffen betroffenen Orte in Südisrael. Er fuhr fort, ohne ein Ende der “iranischen Bedrohung” sei auch keine Lösung für die Raketenangriffe in Sicht. Näher äußerte sich Netanyahu dazu aber nicht.
Die neue Gewalt überschattet das für Montag in New York geplante Treffen des Nahost-Quartetts. An den ersten Beratungen seit sechs Monaten nehmen nach UN-Angaben auch US-Außenministerin Hillary Clinton, ihr russischer Kollege Sergej Lawrow und UN-Generalsekretär Ban Ki-moon teil. Im Mittelpunkt der Beratungen sollte der festgefahrene Friedensprozess zw
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Mo. 15.06.2026 | 30. Siwan 5786
Kultur
Buchvorstellung mit Tuvia Tenenbom: „Wie nennt Ihr dieses Land hier? Unter Siedlern“
Beginn 19:00Buchpräsentation und Gespräch
Mit Fotos von Isi Tenenbom
Montag, 15. Juni 2026, 19 Uhr
Nach seinen Expeditionen »Allein unter Deutschen«, war er allein unter Juden, Amerikanern, Flüchtlingen und orthodoxen Juden. Inzwischen verbrachte Tenenbom acht Monate im Westjordanland unter Siedlern und sprach mit allen: religiösen Zionisten, politisch engagierten Siedlern, antizionistischen Charedim, mit Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen dort leben, mit Aktivisten, Journalisten, Politikern und Palästinensern.
Je mehr Gespräche er führte, desto deutlicher wurde: Ein einheitliches Bild lässt sich angesichts dieser komplexen Gemengelage nicht zeichnen. Gewalt verschweigt er nicht: »Ich gebe niemandem einen ›Rabatt‹. Ich weise nur darauf hin, dass dies ein kleiner Teil einer äußerst komplexen Geschichte ist – einer Geschichte mit vielen Schichten.« Weiterlesen »
Mi. 17.06.2026 | 2. Tamusz 5786
Kultur
Scholem-Alejchem-Vortrag: „ביכער פֿאַר אַלע“ – „Bücher für alle – populäre jiddische Literatur in Osteuropa, 1860 – 1914“
Beginn 18:15Scholem-Alejchem-Vortrag in ondenk fun Evita Wiecki s“l
Mittwoch, 17. Juni 2026, 18:15 Uhr
Vortrag in jiddischer Sprache
- Begrüßung: Prof. Dr. Martina Niedhammer
- Einführung: Dr. Dasha Vakhrushova
Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der jiddische Buchmarkt in Osteuropa neben traditionell-religiöser chassidischer Literatur immer mehr auch von weltlichen Publikationen geprägt. Diese neuen Texte richteten sich an ein breiteres jiddischsprachiges Lesepublikum, das tatsächlich großes Interesse an den neuen Formen und Inhalten zeigte. In dieser Zeit erschienen auch die ersten jiddischen Zeitungen, ein erschwingliches und leicht zugängliches Mittel der Verbreitung allgemeinen Wissens und aufklärerischer Ideen. Allmählich wurden diese Zeitungen zu einer wichtigen Bühne für literarische Werke unterschiedlichster Qualität. Der Vortrag möchte die große Bandbreite jiddischer Publikationen aufzeigen, zu denen jiddische Leser von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs Zugang hatten, und stellt eine repräsentative Auswahl dieser Werke vor. Dazu gehören belletristische Werke diverser Genres und Stilrichtungen von verschiedener Qualität, darunter die sogenannte shund-literatur [Trivialliteratur] sowie populärwissenschaftliche Werke, die auf die Bedürfnisse der osteuropäischen jiddischen Leserschaft zugeschnitten waren. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
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