Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Veranstaltungen Kulturzentrum

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Mi. 13.09.2017 | 22. Elul 5777

Beginn 19:00

Rafael Seligmann und Christian Ude präsentieren: „Deutsch meschugge“

Buchpräsentation und Gespräch.

Grußwort: Dr. h. c. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israeliti­schen Kultusgemeinde München und Oberbayern

3c BC Deutsch meschuggeVorgezogene Bundestagswahl 2019: Die Konservativen um die ewige Bundeskanzlerin Hedwig Kleinert verlieren, die Freien Sozia­listen ebenfalls und auch die Umweltpartei. Gewal­tig zugelegt hat dank einer innovativen Wählermobilisierung die Deutsch-Nationale Mehr­heitspartei unter ihrem rechtsradikalen Führer Urban Hansen. Bei deren Siegesfeier im Ernst-Jünger-Haus in Berlin lässt Hansen seine Maske fallen; unter dem Jubel seiner Anhänger feiert er die »faschistische Revolution«.

Wer bis hierhin Ähnlichkeiten mit der Wirklichkeit ausmacht, liegt nicht ganz verkehrt.

Im Roman (Transit-Verlag) geht es jedenfalls gewagt weiter: ein Jude wird zum Aushängeschild der nationalkonservativen Partei und einer Politik gegen den Flüchtlingszuzug, gegen die NATO und für patriotische Gesinnung.

3a Rafael-Seligmann © Transit-Verlag

Rafael-Seligmann © Transit-Verlag

Dr. Rafael Seligmann, geboren 1947 in Tel Aviv, veröffentlichte u.a. die Romane  »Der Musterjude« und »Der Milchmann« sowie Biographien mit Charlotte Knobloch, »In Deutschland angekommen. Erinnerungen« und Shlomo Birnbaum, »Ein Stein auf meinem Herzen. Vom Überleben des Holocaust und dem Weiterleben in Deutschland«. Außerdem schreibt er für diverse Printmedien und ist seit 2012 Herausgeber der »Jewish Voice from Germany«.

Christian Ude © Edith v. Welser-Ude

Christian Ude © Edith v. Welser-Ude

Christian Ude, geboren 1947 in München, Alt-Oberbürgermeister und Autor. Von 1993–2014 war Ude Münchner Stadtoberhaupt, acht Jahre lang auch Präsident des Deutschen Städtetags. Zuletzt veröffentlichte er »Die Alternative oder: Macht endlich Politik!« (Knaus Verlag).

Eintritt frei.

Anmeldung erbeten unter  Telefon (089)202400-491 oder per E-Mail: karten@ikg-m.de

Veranstalter: Kulturzentrum der Israelitischen  Kultus­gemeinde München & Oberbayern

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.- Jakobs-Platz 18

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Aktuelle Veranstaltungen


Di. 09.06.2026 | 24. Siwan 5786

Kultur

„Vier Tage im Juni. Eine nahöstliche Tetralogie. Mossul – Tel Aviv – Babel – Istanbul“ mit Mona Yahia

Beginn 19:00

Lesung und Gespräch
Dienstag, 9. Juni 2026, 19 Uhr

In ihrem Roman »Vier Tage. Eine nahöstliche Tetralogie« erzählt Mona Yahia die Geschichte einer jüdischen Familie zwischen Mossul, Tel Aviv, Babel und Istanbul. Ausgehend von einem Wendepunkt im Jahr 1918 entfaltet sich über vier Generationen hinweg ein vielschichtiges Panorama von Aufbruch, Verlust und Exil.  In eindringlichen Momentaufnahmen – jeweils verdichtet auf einen einzigen Tag – verknüpft die Autorin persönliche Schicksale mit den Umbrüchen des 20. Jahrhunderts und stellt die Frage nach Zugehörigkeit, Erinnerung und dem eigenen Platz in der Welt. Weiterlesen »

Mo. 15.06.2026 | 30. Siwan 5786

Kultur

Buchvorstellung mit Tuvia Tenenbom: „Wie nennt Ihr dieses Land hier? Unter Siedlern“

Beginn 19:00

Buchpräsentation und Gespräch
Mit Fotos von Isi Tenenbom
Montag, 15. Juni 2026, 19 Uhr

Nach seinen Expeditionen »Allein unter Deutschen«, war er allein unter Juden, Amerikanern, Flüchtlingen und orthodoxen Juden. Inzwischen verbrachte Tenenbom acht Monate im Westjordanland unter Siedlern und sprach mit allen: religiösen Zionisten, politisch engagierten Siedlern, antizionistischen Charedim, mit Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen dort leben, mit Aktivisten, Journalisten, Politikern und Palästinensern.

Je mehr Gespräche er führte, desto deutlicher wurde: Ein einheitliches Bild lässt sich angesichts dieser komplexen Gemengelage nicht zeichnen. Gewalt verschweigt er nicht: »Ich gebe niemandem einen ›Rabatt‹. Ich weise nur darauf hin, dass dies ein kleiner Teil einer äußerst komplexen Geschichte ist – einer Geschichte mit vielen Schichten.« Weiterlesen »

Mi. 17.06.2026 | 2. Tamusz 5786

Kultur

Scholem-Alejchem-Vortrag: „ביכער פֿאַר אַלע“ – „Bücher für alle – populäre jiddische Literatur in Osteuropa, 1860 – 1914“

Beginn 18:15

Scholem-Alejchem-Vortrag in ondenk fun Evita Wiecki s“l
Mittwoch, 17. Juni 2026, 18:15 Uhr

Vortrag in jiddischer Sprache

  • Begrüßung: Prof. Dr. Martina Niedhammer
  • Einführung: Dr. Dasha Vakhrushova

Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der jiddische Buchmarkt in Osteuropa neben traditionell-religiöser chassidischer Literatur immer mehr auch von weltlichen Publikationen geprägt. Diese neuen Texte richteten sich an ein breiteres jiddischsprachiges Lesepublikum, das tatsächlich großes Interesse an den neuen Formen und Inhalten zeigte. In dieser Zeit erschienen auch die ersten jiddischen Zeitungen, ein erschwingliches und leicht zugängliches Mittel der Verbreitung allgemeinen Wissens und aufklärerischer Ideen. Allmählich wurden diese Zeitungen zu einer wichtigen Bühne für literarische Werke unterschiedlichster Qualität. Der Vortrag möchte die große Bandbreite jiddischer Publikationen aufzeigen, zu denen jiddische Leser von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs Zugang hatten, und stellt eine repräsentative Auswahl dieser Werke vor. Dazu gehören belletristische Werke diverser Genres und Stilrichtungen von verschiedener Qualität, darunter die sogenannte shund-literatur [Trivialliteratur] sowie populärwissenschaftliche Werke, die auf die Bedürfnisse der osteuropäischen jiddischen Leserschaft zugeschnitten waren. Weiterlesen »

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