Kultur
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Do. 10.01.2013 | 28. Tewet 5773
Beginn 19:00PERSONA / פרסונה – Eine Koproduktion des Residenztheaters mit dem Habima Theater
Ein Gastspiel der ungleichen Zwillingsinszenierung: Am 10. Januar sind im Marstall die hebräische (21 Uhr) und die deutsche Version (19 Uhr) von „Persona“ an einem Abend zu sehen.
Im Rahmen einer Koproduktion mit dem Habima Theater Tel Aviv hat Amélie Niermeyer die Filmvorlage von Ingmar Bergmann zweimal inszeniert – mit denselben Schauspielerinnen. In der deutschen Version spielt Juliane Köhler die Krankenschwester, die sich um die plötzlich verstummte Schauspielerin Elisabet Vogler kümmert, in der israelischen Version übernimmt Evgenya Dodina die Sprechrolle.
Zwei Wochen lang probte das Ensemble gemeinsam am Habima Theater in Tel Aviv; zwei Wochen, in denen die enorme künstlerische Herausforderung sichtbar wurde, die hinter einer solchen Doppelinszenierung steckt: Die Möglichkeiten und Grenzen von Sprache waren bei den Proben jeden Tag erfahrbar, so dass die komplizierte Verständigung über diese zu einem enorm wichtigen Teil des Prozesses wurde. Rein äußerlich mag die Inszenierung fast identisch sein, doch in der israelischen Version hat sich einiges geändert:
Die Schwester Alma der Evgenia Dodina scheint in dem Schweigen Elisabet Voglers weniger ein Rätsel als ein handfestes Problem zu sehen, das sie zu einer therapeutischen Lösung zuführen soll. Während Juliane Köhlers Alma in München sich ihrer ungewöhnlichen Aufgabe mit Vorsicht und einer gewissen Scheu nähert und zunehmend an der Unlösbarkeit der Aufgabe und ihrem eigenen Lebensentwurf zu verzweifeln scheint, führt die Hilflosigkeit bei Evgenia Dodina zu Ausbrüchen von Wut und Aggression, auch Trotz und Behauptung der eigenen Lebensmöglichkeiten gegen die Mauer aus Reglosigkeit, die Köhlers Elisabet um sich herum aufbaut.
Der direkte Vergleich soll dem Publikum auch in München mit einem Gastspiel der ungleichen Zwillingsinzenierung ermöglicht werden: Am 10. Januar sind im Marstall die hebräische und die deutsche Version an einem Abend zu sehen. Die hebräische Version wird mit deutschen Übertiteln gezeigt.
Weitere Informationen hier (PDF-Download) sowie unter www.residenztheater.de.
Information und Kartentelefon: 089 2185 1940
Eine Übersicht über alle Premieren des Residenztheaters der Spielzeit 2012/2013 finden Sie auch im Spielzeitheft, das Sie hier herunterladen können.
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Mi. 13.05.2026 | 26. Ijar 5786
Kultur
„Wir waren die Zukunft. Leben im Kibbuz“ von und mit der Autorin Yael Neeman
Beginn 19:00Buchpräsentation und Gespräch
Mittwoch, 13. Mai 2026, 19 Uhr
Im jungen Berliner Verlag Altneuland erschien 2025 ein hebräischer Klassiker in deutscher Übersetzung, der die Geschichte der Kibbuz-Bewegung exemplarisch beschreibt.
Yael Neeman wurde 1960 in einem Kibbuz geboren, den ihre aus Ungarn und Wien geflohenen Eltern 1946 mitbegründet hatten. In »Wir waren die Zukunft« öffnet Neeman Einblicke in das kollektivistische Lebenskonzept ihrer Kindheit und Jugend sowie in die ideologische und soziale Welt dieser bedeutenden Ära der israelischen Geschichte. Es entsteht damit ein Porträt dieses Sozialexperiments, mit dessen Hilfe in Israel an einer neuen, utopischen jüdischen Gesellschaft jenseits von Pogromen und Diaspora gearbeitet wurde und wo es heute steht.
Das Gespräch mit Yael Neeman führt ihre Übersetzerin Lucia Engelbrecht. Weiterlesen »
Mi. 20.05.2026 | 4. Siwan 5786
Kultur
„Die neue autoritäre Linke. Eine akute Bedrohung für die demokratische Gesellschaft“ von und mit dem Autor Nicholas Potter
Beginn 19:00Buchpräsentation & Gespräch
Mittwoch, 20. Mai 2026, 19 Uhr
Moderation: Shahrzad Eden Osterer (BR)
Mit seinen Recherchen und Reportagen richtet Nicholas Potter, Journalist und »taz«-Redakteur, einen eindringlichen Weckruf an die demokratische Gesellschaft, gegenüber jeglicher Form autoritären Denkens und politischen Extremismus‘ wachsam und mutig zu sein. Auf Demonstrationen, an Hochschulen, in den sozialen Medien und Subkulturen ist insbesondere nach dem 7. Oktober 2023 eine Radikalisierung am Werke, die andere Meinungen verbal und ihre Vertreter körperlich attackiert. Potter, selbst ins Fadenkreuz dieser Szene geraten, zeichnet ein eindrückliches Bild der neuen autoritären Linken, ihrer Netzwerke und Ideologie. Weiterlesen »
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