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29. August 2012
OB Feldmann kritisierte Haltung von Teilen der Linken zu Israel
dapd, 28.8.2012. Der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hat Teilen der deutschen Linken eine einseitige Haltung im Nahost-Konflikt vorgeworfen. In einem am 28. August 2012 veröffentlichten Interview der Zeitschrift „Tribüne„ sagte er, die politische Linke sei bei diesem Thema sehr gespalten. Dennoch gebe es immer noch jene, „die glauben, sie müssten ihre linke Haltung beweisen, indem sie mit Israel sehr kritisch umgehen“. Feldmann fügte hinzu: „Das halte ich für naives Denken, das einer extrem eingeschränkten Sichtweise auf Israel entspringt.“
Dass er der zweite Oberbürgermeister von Frankfurt am Main mit jüdischem Glauben ist, nannte Feldmann in dem Interview „nichts Sensationelles“. Seine jüdische Herkunft sei im Wahlkampf vollkommen unwichtig gewesen, und er sei froh, dass die politischen Inhalte dominiert hätten. Einige seiner treuesten Unterstützer kämen aus marokkanischen Gemeinden.
McAllister betont Deutschlands Verbundenheit mit Israel
Bei seiner ersten Israel-Reise spricht der Ministerpräsident über die die Nahost-Lage und das Gedenken an die Holocaust-Opfer, erschienen auf Hamburger Abendblatt Online, 28.08.2012. Zu Beginn seines Israel-Besuchs hat Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister auf die enge Verbundenheit Deutschlands mit dem jüdischen Staat verwiesen. Deutschland stehe an der Seite Israels und setze sich im Konflikt mit den Palästinensern für eine Zwei-Staaten-Lösung ein, erklärte der CDU-Politiker am Dienstag, 28.8.2012, in Jerusalem. Am Nachmittag wurde McAllister von Staatspräsident Schimon Peres empfangen.
Der 89-Jährige erkundigte sich zu Beginn des Gesprächs nach der Lage von VW, dem größten Arbeitgeber in Niedersachsen. Der Konzern stehe sehr gut da, sagte McAllister. „Ich war erfreut darüber, wie viele Volkswagen ich auf der Fahrt vom Flughafen hierher gesehen habe.“ Danach tauschten sich Peres und McAllister hinter verschlossenen Türen aus.
„Es ist Zit für diese Reise“
Bis Donnerstag will McAllister auch mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu und dem palästinensischen Ministerpräsidenten Salam Fajad über die Lage in Nahost und die Beziehungen Deutschlands zu beiden Seiten beraten. Es ist der erste Besuch McAllisters in Israel und in den palästinensischen Gebieten. „Es ist Zeit für diese Reise“, sagte er.
In einem Beitrag für die Tageszeitung „Jediot Achronot“, dem auflagenstärksten Blatt in Israel, wandte sich der CDU-Politiker am Dienstag auch an die israelische Bevölkerung. „Für Deutschland bedeuten die Beziehungen zu Israel eine besondere und dauerhafte Verantwortung“, hieß in dem Beitrag.
Am Mittwoch besucht McAllister die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem und kommt danach mit Überlebenden des Konzentrationslagers Bergen-Belsen zusammen. Die Gedenkstätte, die weltweit größte ihrer Art, erinnert an den Massenmord an den Juden im Dritten Reich. In Yad Vashem („Denkmal und Name“) sind die Namen von knapp vier Millionen der sechs Millionen ermordeten Juden dokumentiert.
Möglicherweise wird während des dreitägigen Besuchs auch die Debatte um religiös motivierte Beschneidungen zur Sprache kommen. Peres hatte Bundespräsident Joachim Gauck gebeten, sich für das Recht auf Beschneidungen aus religiösen Gründen einzusetzen. Der Bundestag hatte in einer Resolution die Straffreiheit gefordert, nachdem das Kölner Landgericht diese Art der Beschneidung als Straftat gewertet hatte.
Am Donnerstag soll eine Kooperationsvereinbarung der Universitäten von Jerusalem und Göttingen unterzeichnet werden. Beabsichtigt ist auch eine Fortbildung palästinensischer Ärzte in Hannover. Die Medizinische Hochschule sei bereit, Mediziner aus Ramallah fortzubilden, teilte die Staatskanzlei mit. Zur Delegation gehören unter anderen der Vorsitzende des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden, Michael Fürst, und der Vorsitzende der palästinensischen Gemeinde Hannover, Yazid Shammout.
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Aktuelle Veranstaltungen
So. 06.09.2026 | 24. Elul 5786
Kultur
»Nicht«. Ein Abend mit Dror Mishani
Beginn 17:00 Uhr:Buchpräsentation und Gespräch zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur
Moderation: Richard C. Schneider (Journalist und Sachbuchautor)
Lesung: Robert Dölle (Residenztheater)
Sprachen: Englisch & Deutsch (mit einer Lesekostprobe auf Hebräisch)
Ursprünglich erwartete das IKG-Kulturzentrum den Schriftsteller Dror Mishani bereits im Juni 2025 zur Vorstellung von »Fenster ohne Aussicht. Tagebuch aus Tel Aviv«, entstanden nach dem 7. Oktober 2023. Der am 13. Juni 2025 ausgebrochene israelisch-iranische Zwölftagekrieg machte diese Einladung zunichte.
Inzwischen hat Dror Mishani einen neuen Roman vollendet mit dem Titel »Nicht«. Es geht darin um Liebe: die zwischen Mann und Frau, Lebende und Erinnerte, Künstlerin und Musik, Mensch und Tier. Kann eine Lüge eine Liebe retten? Oder gewinnt das Zerstörerische darin die Oberhand? Dror Mishani ist ein Meister der Charakterstudie und weit mehr als ein Krimiautor. Er sagt: »Ich habe angefangen, Kriminalromane zu schreiben, um die Wahrheit menschlicher Gewalt zu dokumentieren und den Versuch zu unternehmen, sie zu verstehen«.
So. 06.09.2026 | 24. Elul 5786
Kultur
Einladung zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur 2026 unter dem Motto »Liebe«
Beginn 10:00 Uhr:»An der frischen Luft«
10:00 Uhr
Rundgang am Alten Israelitischen Friedhof
an der Thalkirchner Straße mit Ellen Presser
bereits ausgebucht
Voranmeldung für weitere Führung am
So, 25. Oktober (mit Rückbestätigung) per
E-Mail unter karten@ikg-m.de (Stichwort: Ende Sommerzeit)
»Auf jüdischen Spuren durch die Münchner Altstadt«
mit Chaim Frank
11:00 Uhr
Begrenzte Teilnehmerzahl. Beitrag 10 Euro.
Voranmeldung unter karten@ikg-m.de (Stichwort: Stadtführung)
4.09. – Treffpunkt wird mit Rückbestätigung mitgeteilt.
»Die Synagoge Ohel Jakob« (Zelt Jakobs)
von vielen Seiten«
Referentin: Dinah Zenker
Vortrag mit Besichtigung, Einlass am Synagogenportal,
ohne Voranmeldung
13:00 Uhr (Einlass ab 12:30 Uhr)
15:00 Uhr (Einlass ab 14:30 Uhr)
Beitrag 5 Euro.
Bücher- und CD-Flohmarkt
12:00 – 17:00 Uhr
»Liebe geht auch durch den Magen«
Jüdische koschere Spezialitäten
im Restaurant Einstein
12:00 – 21:00 Uhr
Tischreservierung unter www.einstein-restaurant.de
Informationen unter (089) 202 400 491
www.ikg-m.de/kulturzentrum/aktuell/
Organisation: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern
Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München
Mi. 23.09.2026 | 12. Tischri 5787
Kultur
»Briefe an meinen Vater«. Von und mit Konrad Bernheimer
Beginn 19:00 Uhr:Moderation: Ellen Presser
Konrad Bernheimer stellt das Schicksal seines Vaters Kurt sehr persönlich in den historischen Kontext dessen Lebenszeit: als Sohn des renommierten Kunsthändlers und Antiquitätensammlers Otto Bernheimer, als Bruder, Student der Kunstgeschichte, Emigranten in den venezolanischen Anden und Familienvater. 1954 kommt Konrad mit Mutter und zwei Schwestern zum Großvater nach München – ohne den Vater. Erst viel später erfährt Konrad Bernheimer, inzwischen selbst ein international erfolgreicher Kunsthändler, was mit seinem Vater einst geschah. Aus überlieferten Dokumenten und Familienerinnerungen entwickelt Bernheimer jr. eine Zwiesprache mit dem abwesenden Vater über Scham und Schuld, Liebe und Prägungen und die Last, die einem die Geschichte auferlegt, denn »Erinnerung bedeutet, dass etwas bleibt – auch wenn so vieles verschwunden ist«.
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100
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E-Mail: empfang@ikg-m.de
