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3. Februar 2012

Barak trifft Westerwelle – Nachrichten aus Israel

Westerwelle und Barak. Foto: Verteidigungsministerium IL

Westerwelle und Barak. Foto: Verteidigungsministerium IL

Verteidigungsminister Ehud Barak hat sich am 2. Februar 2012 mit dem deutschen Außenminister Guido Westerwelle getroffen. In Herzliya ist die 12. Herzliya Conference des Institute for Policy and Strategy am Interdisciplinary Center Herzliya zu Ende gegangen. Und Außenminister Avigdor Lieberman hat am 1.2.2012 in Jerusalem den Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, und den Präsidenten der Weltbank, Robert Zoellick, getroffen.

Jerusalem Post, 02.02.12. Bei seinem Treffen mit dem deutschen Außenminister Guido Westerwelle lobte Verteidigungsminister Ehud Barak die Haltung Deutschlands gegenüber dem Iran. „Wir sind sehr dankbar für die deutsche Herangehensweise an den Iran, […] die auch durch die Intensivierung der Sanktionen gegen das iranische Regime in den vergangenen Wochen zum Ausdruck kam. […] Wir hoffen, dass diese Position beibehalten wird“, sagte Barak.

Westerwelle äußerte sich ebenfalls zu den Sanktionen und erklärte, das Ziel der Bemühungen sei, einen nuklearen Iran zu verhindern. Er zeigte sich zuversichtlich bezüglich der Effektivität der Sanktionen.

Barak hieß Westerwelle in Israel willkommen, wünschte ihm einen erfolgreichen Aufenthalt und betonte die gemeinsamen Werte der beiden Länder.

„Israel und Deutschland haben eine besondere Geschichte, die sowohl durch die Erinnerung an die Vergangenheit als auch in Hinblick auf die Zukunft geformt wird“, so Barak. Er fügte hinzu, auch bei der Stärkung von Israels Sicherheit käme Deutschland eine „einzigartige Rolle“ zu.

Weitere Infromationen zu Westerwelles Besuch in Israel unter ikg-m.de.

 

Sieben Raketen auf Israel

Haaretz, 01.02.12. Am Abend des 1.2.2012 haben palästinensische Terroristen aus dem Gazastreifen sieben  Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert. Die Raketen detonierten in den Bezirken Shaar Hanegev und Chof Ashkelon.

 

 

Herzliya-Konferenz 2012

Ynet, 02.02.12. In Herzliya ist am 2.2.2012 die 12. Herzliya Conference des Institute for Policy and Strategy am Interdisciplinary Center Herzliya (IDC) zu Ende gegangen.

Auch in diesem Jahr wies das Programm viele prominente Sprecher, auch aus Deutschland, auf, wie etwa Joseph Joffe, Mitherausgeber der Zeit, der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir und der ehemalige Nordrhein-Westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers.

Kochavi. Foto: Herzliya Conference

Aviv Kochavi. Foto: Herzliya Conference

Der Chef des militärischen Abwehrdienstes der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL), Generalmajor Aviv Kochavi, warnte in seiner Rede auf der Konferenz eindrücklich vor der iranischen Bedrohung und erklärte, der Iran habe mittlerweile bereits Uran angereichert, das ausreichen würde, um vier Atombomben zu bestücken.

Bezüglich der allgemeinen Lage in der Region erklärte Kochavi: „In den Händen unserer Feinde befinden sich 200.000 Raketen, deren Reichweite ausreichend ist, um Israel zu treffen, Tausende von ihnen haben eine Reichweite von mehreren hundert Kilometern.“ Auch die Zielgenauigkeit der Langstreckenraketen sei inzwischen deutlich verbessert worden.

Gantz. Foto: Herzliya Conference

Gantz. Foto: Herzliya Conference

Israel Hayom, 02.02.12. Auch Generalstabschef Benny Gantz ging in seiner Rede auf der Konferenz ausführlich auf die Bedrohung durch den Iran ein. Es sei wichtig, weiterhin daran zu arbeiten, den Iran international zu isolieren, so Gantz. „Der Iran ist ein weltweites, regionales und israelisches Problem“, fügte er hinzu.

Der Generalstabschef ging auch auf lauter werdende Kritik daran ein, dass der Anteil der Israelis, die zum Militärdienst antreten immer geringer wird.

„Die Last ist heute auf weniger Schultern verteilt. Nicht alle treten den Dienst an, und leider schätzen auch nicht alle jene, die ihn letztendlich antreten. Wenn wir glauben, dass eine Volksarmee sich für immer nur auf die Hälfte des Volkes stützen kann, dann sage ich: Ich glaube, diese Annahme müssen wir noch einmal überprüfen. [Der Wehrdienst] ist ein Recht und eine Pflicht, und alle müssen ihr nachkommen“, so Gantz.

Lieberman trifft Ban und Zoellick

Außenministerium des Staates Israel, 01.02.12. Außenminister Avigdor Lieberman hat am 1.2.2012 in Jerusalem den Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, und den Präsidenten der Weltbank, Robert Zoellick, getroffen.

Lieberman dankte Ban für seine eindeutige Stellungnahme bezüglich der einseitigen Schritte der Palästinenser bei den UN. Er warnte außerdem vor der Gefahr eines wachsenden Einfluss des Iran im Irak.

Bei seinem Treffen mit Weltbank-Präsident Zoellick erklärte Lieberman, nur wirtschaftliche Entwicklung und die Schaffung einer starken Mittelschicht in den Palästinensischen Autonomiegebieten könne in Verbindung mit Stabilität und einer ruhigen Sicherheitsumgebung zu einem echten Frieden zwischen Israelis und Palästinensern führen.

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September 2026 | Elul-Tischri | « »

Aktuelle Veranstaltungen


Mi. 23.09.2026 | 12. Tischri 5787

Kultur

»Briefe an meinen Vater«. Von und mit Konrad Bernheimer

Beginn 19:00 Uhr:

Moderation: Ellen Presser

Konrad Bernheimer stellt das Schicksal seines Vaters Kurt sehr persönlich in den historischen Kontext dessen Lebenszeit: als Sohn des renommierten Kunsthändlers und Antiquitätensammlers Otto Bernheimer, als Bruder, Student der Kunstgeschichte, Emigranten in den venezolanischen Anden und Familienvater. 1954 kommt Konrad mit Mutter und zwei Schwestern zum Großvater nach München – ohne den Vater. Erst viel später erfährt Konrad Bernheimer, inzwischen selbst ein international erfolgreicher Kunsthändler, was mit seinem Vater einst geschah. Aus überlieferten Dokumenten und Familienerinnerungen entwickelt Bernheimer jr. eine Zwiesprache mit dem abwesenden Vater über Scham und Schuld, Liebe und Prägungen und die Last, die einem die Geschichte auferlegt, denn »Erinnerung bedeutet, dass etwas bleibt – auch wenn so vieles verschwunden ist«.

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Sa. 17.10.2026 | 6. Cheschwan 5787

Kultur

Zum 27. Mal: »Die lange Nacht der Münchner Museen

Beginn 20:30 Uhr:

Beitrag der IKG München und Oberbayern

Auf einen Blick:

Vorträge (je 30 Min.)
20:30 Uhr Dinah Zenker
22:00 Uhr Ellen Presser

Konzerte des Synagogenchors »Schma Kaulenu«
unter Leitung von David Rees
21:15 Uhr und 22:30 Uhr (ca. 30 Min.)

Eine Synagoge, wörtlich Ort der Zusammenkunft (zum Gebet), ist von zentraler Bedeutung für jüdisches Leben. Der Vortrag erläutert, woher der Name »Ohel Jakob kommt, ferner architektonische Besonderheiten und die Rolle der Musik.

Musikalische Begleitung: Luisa Pertsovska

Veranstaltungsort: Synagoge »Ohel Jakob«, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München

Das Restaurant Einstein im Jüdischen Gemeindezentrum bietet koschere Köstlichkeiten.

Das Ticket kostet 20 Euro und berechtigt zum Eintritt in über 100 beteiligte Häuser.

Weitere Informationen unter www.muenchner.de und www.ikg-m.de

So. 18.10.2026 | 7. Cheschwan 5787

Kultur

»Shvayg Mayn Harts«. Jiddische Lieder aus der goldenen Ära des New Yorker Yiddish Theatre

Beginn 17:00 Uhr:

Sasha Lurje & Roman Grinberg – Gesang
Shvayg Mayn Harts Orchestra
Dirigent: Michael Alexander Willens

Mit „Shvayg Mayn Harts“ erfüllt sich Michael Alexander Willens einen lang gehegten persönlichen Traum: die Musik seiner beiden Großväter Alexander Olshanetsky und
Herman Yablokoff wieder auf die Bühne zu bringen. Beide gehörten zu den prägenden Persönlichkeiten des jiddischen Theaters in New York.
Als Komponisten, Sänger und Bühnenstars schufen sie Lieder, die weit über die jüdische Gemeinschaft hinaus bekannt wurden und bis heute zum Schatz des jiddischen Musiktheaters zählen. Werke wie „Papirosn“, „Mayn Shtetele Belz“, „Hopkele“ oder „Ikh hob dikh tsufil lib“ erzählen von Liebe und Sehnsucht, von Heimweh und Hoffnung, von den Erinnerungen an die alte Heimat und vom Traum eines neuen Lebens in Amerika.
Gemeinsam mit dem eigens gegründeten „Shvayg Mayn Harts Orchestra“ lässt Michael Alexander Willens diese musikalische Welt neu aufleben. Mit Sasha Lurje und Roman Grinberg, der auch für die Orchesterarrangements verantwortlich zeichnet, stehen zwei der führenden Stimmen der internationalen jiddischen Musikszene auf der Bühne. Sie führen durch ein Programm voller Emotionen, Humor und Lebensfreude und schlagen eine Brücke von den Anfängen des jiddischen Theaters in Osteuropa bis zu seiner Blütezeit in New York.

Voranmeldung erforderlich möglichst bis 7. Oktober unter: festkonzert@ikg-m.de

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