Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

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2. Februar 2012

Mutmaßlicher Terrorhelfer ab März in Koblenz vor Gericht

Von Markus Fadl, dapd. Ein mutmaßlicher islamistischer Terrorhelfer muss sich ab 19. März 2012 vor dem Oberlandesgericht Koblenz verantworten. Das Gericht teilte am 1.2.2012 mit, dass die Anklage gegen den 37 Jahre alten Deutsch-Afghanen vor dem Staatsschutzsenat zugelassen worden sei. Die Bundesanwaltschaft legt dem Beschuldigten Mitgliedschaft in ausländischen terroristischen Vereinigungen zur Last. Er soll im März 2009 ins afghanisch-pakistanische Grenzgebiet ausgereist sein und sich dort zunächst der „Islamischen Bewegung Usbekistan“ (IBU), später dann Al-Kaida angeschlossen haben.

Bei Al-Kaida soll der Angeklagte als Teil eines geplanten europäischen Netzwerks der Terrororganisation vorgesehen gewesen sein. Im Juli 2010 wurde er aber in Kabul aufgegriffen und gelangte in US-Gewahrsam. Im April vergangen Jahres wurde er dann nach Deutschland überstellt und auf dem US-Stützpunkt Ramstein von den deutschen Behörden festgenommen.

Radikalisierung begann erst nach Jahren in Deutschland

Dem Gericht zufolge besitzt der in Afghanistan geborene Beschuldigte sowohl die afghanische als auch die deutsche Staatsbürgerschaft. Von 1990 bis Anfang 2009 lebte er in Deutschland, zuletzt in Hamburg. Laut Anklageschrift begann seine Radikalisierung im Jahr 2007. Im März 2009 sei er schließlich mit mehreren anderen extremistischen Muslimen in die pakistanische Grenzprovinz Waziristan gereist sein, um sich dort der IBU anzuschließen. In der Folgezeit habe er eine Kampfausbildung begonnen und an einem deutschsprachigen Propagandafilm mitgewirkt.

Im Sommer 2009 soll der Beschuldigte sich dann Al-Kaida angeschlossen haben und ebenfalls in Waziristan in einem Ausbildungscamp den Kampf mit Kriegswaffen wie Panzerabwehrgeschützen und Mörsern trainiert haben. Im Juni 2010 soll der Mann mit einem hochrangigen Al-Kaida-Funktionär in Kontakt gekommen sein, der ihn als Teil eines geplanten Netzwerks nach Deutschland zurück schicken wollte.

Dieses Netzwerk sollte laut Bundesanwaltschaft die finanzielle Unterstützung von Al-Kaida sicherstellen und auch für andere, nicht näher konkretisierte Aufträge zur Verfügung stehen. Zu diesem Zweck sei der Beschuldigte in ein konspiratives Kommunikationssystem der Terrororganisation eingeführt worden, bevor er Ende Juni 2010 von Pakistan nach Afghanistan reiste, um von dort nach Deutschland zurückzukehren. Bevor es dazu kam, wurde er aber von den US-Truppen festgesetzt.

(Az.: 2 StE 10/11-8)

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September 2026 | Elul-Tischri | « »

Aktuelle Veranstaltungen


Mi. 23.09.2026 | 12. Tischri 5787

Kultur

»Briefe an meinen Vater«. Von und mit Konrad Bernheimer

Beginn 19:00 Uhr:

Moderation: Ellen Presser

Konrad Bernheimer stellt das Schicksal seines Vaters Kurt sehr persönlich in den historischen Kontext dessen Lebenszeit: als Sohn des renommierten Kunsthändlers und Antiquitätensammlers Otto Bernheimer, als Bruder, Student der Kunstgeschichte, Emigranten in den venezolanischen Anden und Familienvater. 1954 kommt Konrad mit Mutter und zwei Schwestern zum Großvater nach München – ohne den Vater. Erst viel später erfährt Konrad Bernheimer, inzwischen selbst ein international erfolgreicher Kunsthändler, was mit seinem Vater einst geschah. Aus überlieferten Dokumenten und Familienerinnerungen entwickelt Bernheimer jr. eine Zwiesprache mit dem abwesenden Vater über Scham und Schuld, Liebe und Prägungen und die Last, die einem die Geschichte auferlegt, denn »Erinnerung bedeutet, dass etwas bleibt – auch wenn so vieles verschwunden ist«.

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Sa. 17.10.2026 | 6. Cheschwan 5787

Kultur

Zum 27. Mal: »Die lange Nacht der Münchner Museen

Beginn 20:30 Uhr:

Beitrag der IKG München und Oberbayern

Auf einen Blick:

Vorträge (je 30 Min.)
20:30 Uhr Dinah Zenker
22:00 Uhr Ellen Presser

Konzerte des Synagogenchors »Schma Kaulenu«
unter Leitung von David Rees
21:15 Uhr und 22:30 Uhr (ca. 30 Min.)

Eine Synagoge, wörtlich Ort der Zusammenkunft (zum Gebet), ist von zentraler Bedeutung für jüdisches Leben. Der Vortrag erläutert, woher der Name »Ohel Jakob kommt, ferner architektonische Besonderheiten und die Rolle der Musik.

Musikalische Begleitung: Luisa Pertsovska

Veranstaltungsort: Synagoge »Ohel Jakob«, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München

Das Restaurant Einstein im Jüdischen Gemeindezentrum bietet koschere Köstlichkeiten.

Das Ticket kostet 20 Euro und berechtigt zum Eintritt in über 100 beteiligte Häuser.

Weitere Informationen unter www.muenchner.de und www.ikg-m.de

So. 18.10.2026 | 7. Cheschwan 5787

Kultur

»Shvayg Mayn Harts«. Jiddische Lieder aus der goldenen Ära des New Yorker Yiddish Theatre

Beginn 17:00 Uhr:

Sasha Lurje & Roman Grinberg – Gesang
Shvayg Mayn Harts Orchestra
Dirigent: Michael Alexander Willens

Mit „Shvayg Mayn Harts“ erfüllt sich Michael Alexander Willens einen lang gehegten persönlichen Traum: die Musik seiner beiden Großväter Alexander Olshanetsky und
Herman Yablokoff wieder auf die Bühne zu bringen. Beide gehörten zu den prägenden Persönlichkeiten des jiddischen Theaters in New York.
Als Komponisten, Sänger und Bühnenstars schufen sie Lieder, die weit über die jüdische Gemeinschaft hinaus bekannt wurden und bis heute zum Schatz des jiddischen Musiktheaters zählen. Werke wie „Papirosn“, „Mayn Shtetele Belz“, „Hopkele“ oder „Ikh hob dikh tsufil lib“ erzählen von Liebe und Sehnsucht, von Heimweh und Hoffnung, von den Erinnerungen an die alte Heimat und vom Traum eines neuen Lebens in Amerika.
Gemeinsam mit dem eigens gegründeten „Shvayg Mayn Harts Orchestra“ lässt Michael Alexander Willens diese musikalische Welt neu aufleben. Mit Sasha Lurje und Roman Grinberg, der auch für die Orchesterarrangements verantwortlich zeichnet, stehen zwei der führenden Stimmen der internationalen jiddischen Musikszene auf der Bühne. Sie führen durch ein Programm voller Emotionen, Humor und Lebensfreude und schlagen eine Brücke von den Anfängen des jiddischen Theaters in Osteuropa bis zu seiner Blütezeit in New York.

Voranmeldung erforderlich möglichst bis 7. Oktober unter: festkonzert@ikg-m.de

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