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10. Februar 2012
Merkel zu Konflikt mit Iran: EU muss mehr Druck machen
Bundeskanzlerin Angela Merkel sorgt sich um eine weitere Zuspitzung im Atomkonflikt mit dem Iran, sieht aber noch Möglichkeiten für eine diplomatische Lösung. „Alles, was wir aus dem Iran hören, lässt unsere Besorgnis wachsen“, sagte Merkel der Passauer Neuen Presse. „Das kann für die Europäische Union nur eines bedeuten: Wir müssen noch größeren politischen Druck aufbauen.“
Die Kanzlerin betonte, dass Deutschland fest an der Seite Israels stehe, aber das iranische Nuklearprogramm nicht nur Israel, sondern die ganze freie Welt bedrohe. „Deshalb haben wir neue Sanktionen vereinbart, an denen China und Russland jedoch nicht teilnehmen wollen.“
Obama setzt auf diplomatische Lösung
Bild.de. Amerika ist kriegsmüde, möchte einen Eklat zwischen Israel und dem Iran verhindern. Präsident Obama hofft auf eine diplomatische Lösung. Nach dem Säbelrasseln der vergangenen Tage im Atomstreit mit Iran schlägt US-Präsident Barack Obama jetzt mildere Töne an.
Israel habe nach seiner Einschätzung noch keine konkreten Pläne für einen Angriff auf den Iran.
„Ich glaube nicht, dass Israel eine Entscheidung getroffen hat”, sagte Obama in einem Interview des US-Fernsehsenders NBC. Bis sich Teheran aber von seinem Atomprogramm abwende, „wird Israel sehr besorgt sein, wie wir auch“.
Diplomatie sei immer noch die „bevorzugte Lösung” des Atomstreits mit dem Iran, betonte Obama in dem NBC-Interview. „Wir werden sicherstellen, dass wir (die USA und Israel) im Gleichschritt vorgehen und eine Lösung finden, hoffentlich auf diplomatische Weise.”
Es müsse verhindert werden, dass es zu einem nuklearen Rüstungswettlauf in einer instabilen Weltregion komme. Obama wiederholte jedoch die Haltung der US-Regierung, wonach weiterhin keine Option vom Tisch sei.
Die „Washington Post” hatte vor wenigen Tagen berichtete, US-Verteidigungsminister Leon Panetta gehe von einer „starken Wahrscheinlichkeit” aus, dass Israel den Iran im April, Mai oder Juni angreift.
Damit wolle Israel verhindern, dass der Iran Atomwaffen fertigstelle und für israelische Angriffe unerreichbare unterirdische Uranlager anlege.
Zuletzt hatte Teheran mit Vergeltungsschlägen gedroht, sollte es zu einer Attacke kommen.
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Aktuelle Veranstaltungen
Mi. 23.09.2026 | 12. Tischri 5787
Kultur
»Briefe an meinen Vater«. Von und mit Konrad Bernheimer
Beginn 19:00 Uhr:Moderation: Ellen Presser
Konrad Bernheimer stellt das Schicksal seines Vaters Kurt sehr persönlich in den historischen Kontext dessen Lebenszeit: als Sohn des renommierten Kunsthändlers und Antiquitätensammlers Otto Bernheimer, als Bruder, Student der Kunstgeschichte, Emigranten in den venezolanischen Anden und Familienvater. 1954 kommt Konrad mit Mutter und zwei Schwestern zum Großvater nach München – ohne den Vater. Erst viel später erfährt Konrad Bernheimer, inzwischen selbst ein international erfolgreicher Kunsthändler, was mit seinem Vater einst geschah. Aus überlieferten Dokumenten und Familienerinnerungen entwickelt Bernheimer jr. eine Zwiesprache mit dem abwesenden Vater über Scham und Schuld, Liebe und Prägungen und die Last, die einem die Geschichte auferlegt, denn »Erinnerung bedeutet, dass etwas bleibt – auch wenn so vieles verschwunden ist«.
Sa. 17.10.2026 | 6. Cheschwan 5787
Kultur
Zum 27. Mal: »Die lange Nacht der Münchner Museen
Beginn 20:30 Uhr:Beitrag der IKG München und Oberbayern
Auf einen Blick:
Vorträge (je 30 Min.)
20:30 Uhr Dinah Zenker
22:00 Uhr Ellen Presser
Konzerte des Synagogenchors »Schma Kaulenu«
unter Leitung von David Rees
21:15 Uhr und 22:30 Uhr (ca. 30 Min.)
Eine Synagoge, wörtlich Ort der Zusammenkunft (zum Gebet), ist von zentraler Bedeutung für jüdisches Leben. Der Vortrag erläutert, woher der Name »Ohel Jakob kommt, ferner architektonische Besonderheiten und die Rolle der Musik.
Musikalische Begleitung: Luisa Pertsovska
Veranstaltungsort: Synagoge »Ohel Jakob«, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München
Das Restaurant Einstein im Jüdischen Gemeindezentrum bietet koschere Köstlichkeiten.
Das Ticket kostet 20 Euro und berechtigt zum Eintritt in über 100 beteiligte Häuser.
Weitere Informationen unter www.muenchner.de und www.ikg-m.de
So. 18.10.2026 | 7. Cheschwan 5787
Kultur
»Shvayg Mayn Harts«. Jiddische Lieder aus der goldenen Ära des New Yorker Yiddish Theatre
Beginn 17:00 Uhr:
Sasha Lurje & Roman Grinberg – Gesang
Shvayg Mayn Harts Orchestra
Dirigent: Michael Alexander Willens
Mit „Shvayg Mayn Harts“ erfüllt sich Michael Alexander Willens einen lang gehegten persönlichen Traum: die Musik seiner beiden Großväter Alexander Olshanetsky und
Herman Yablokoff wieder auf die Bühne zu bringen. Beide gehörten zu den prägenden Persönlichkeiten des jiddischen Theaters in New York.
Als Komponisten, Sänger und Bühnenstars schufen sie Lieder, die weit über die jüdische Gemeinschaft hinaus bekannt wurden und bis heute zum Schatz des jiddischen Musiktheaters zählen. Werke wie „Papirosn“, „Mayn Shtetele Belz“, „Hopkele“ oder „Ikh hob dikh tsufil lib“ erzählen von Liebe und Sehnsucht, von Heimweh und Hoffnung, von den Erinnerungen an die alte Heimat und vom Traum eines neuen Lebens in Amerika.
Gemeinsam mit dem eigens gegründeten „Shvayg Mayn Harts Orchestra“ lässt Michael Alexander Willens diese musikalische Welt neu aufleben. Mit Sasha Lurje und Roman Grinberg, der auch für die Orchesterarrangements verantwortlich zeichnet, stehen zwei der führenden Stimmen der internationalen jiddischen Musikszene auf der Bühne. Sie führen durch ein Programm voller Emotionen, Humor und Lebensfreude und schlagen eine Brücke von den Anfängen des jiddischen Theaters in Osteuropa bis zu seiner Blütezeit in New York.
Voranmeldung erforderlich möglichst bis 7. Oktober unter: festkonzert@ikg-m.de
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100
Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
E-Mail: empfang@ikg-m.de
