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18. Januar 2012
Klage gegen „Bild.de“: Demjanjuk fordert mehr Prozesskostenhilfe
Der verurteilte NS-Kriegsverbrecher John Demjanjuk verlangt für eine Klage gegen „Bild.de“ mehr Prozesskostenhilfe. Der frühere KZ-Wachmann legte beim Oberlandesgericht Düsseldorf (OLG) Beschwerde ein, weil ihm das dortige Landesgericht nur 5.000 Euro Unterstützung zugesagt hatte, wie das OLG am Mittwoch mitteilte. Der 91-Jährige, der mittlerweile in einem oberbayerischem Pflegeheim lebt, macht aber einen Anspruch auf 25.000 Euro geltend.
Das Landgericht hatte in der Berichterstattung von „Bild.de“ eine Vorverurteilung erkannt, weil das Portal Demjanjuk noch vor seiner Verurteilung als „Kriegsverbrecher“, „NS-Scherge“ und „KZ-Bestie“ bezeichnet hatte. Für die inzwischen eingereichte Entschädigungsklage gegen „Bild.de“ hatte das Gericht aber keine hinreichende Erfolgsaussicht gesehen und die Prozesskostenhilfe deshalb auf nur 5.000 Euro fixiert.
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Aktuelle Veranstaltungen
Mi. 13.05.2026 | 26. Ijar 5786
Kultur
„Wir waren die Zukunft. Leben im Kibbuz“ von und mit der Autorin Yael Neeman
Beginn 19:00Buchpräsentation und Gespräch
Mittwoch, 13. Mai 2026, 19 Uhr
Im jungen Berliner Verlag Altneuland erschien 2025 ein hebräischer Klassiker in deutscher Übersetzung, der die Geschichte der Kibbuz-Bewegung exemplarisch beschreibt.
Yael Neeman wurde 1960 in einem Kibbuz geboren, den ihre aus Ungarn und Wien geflohenen Eltern 1946 mitbegründet hatten. In »Wir waren die Zukunft« öffnet Neeman Einblicke in das kollektivistische Lebenskonzept ihrer Kindheit und Jugend sowie in die ideologische und soziale Welt dieser bedeutenden Ära der israelischen Geschichte. Es entsteht damit ein Porträt dieses Sozialexperiments, mit dessen Hilfe in Israel an einer neuen, utopischen jüdischen Gesellschaft jenseits von Pogromen und Diaspora gearbeitet wurde und wo es heute steht.
Das Gespräch mit Yael Neeman führt ihre Übersetzerin Lucia Engelbrecht. Weiterlesen »
Mi. 20.05.2026 | 4. Siwan 5786
Kultur
„Die neue autoritäre Linke. Eine akute Bedrohung für die demokratische Gesellschaft“ von und mit dem Autor Nicholas Potter
Beginn 19:00Buchpräsentation & Gespräch
Mittwoch, 20. Mai 2026, 19 Uhr
Moderation: Shahrzad Eden Osterer (BR)
Mit seinen Recherchen und Reportagen richtet Nicholas Potter, Journalist und »taz«-Redakteur, einen eindringlichen Weckruf an die demokratische Gesellschaft, gegenüber jeglicher Form autoritären Denkens und politischen Extremismus‘ wachsam und mutig zu sein. Auf Demonstrationen, an Hochschulen, in den sozialen Medien und Subkulturen ist insbesondere nach dem 7. Oktober 2023 eine Radikalisierung am Werke, die andere Meinungen verbal und ihre Vertreter körperlich attackiert. Potter, selbst ins Fadenkreuz dieser Szene geraten, zeichnet ein eindrückliches Bild der neuen autoritären Linken, ihrer Netzwerke und Ideologie. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
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