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14. August 2012
Kanada: Jüdische Proteste gegen antiisraelische Kundgebung
Erschienen auf tachles.ch. Jüdische Gruppen in der kanadische Provinzhauptstadt Ontario gehen auf die Barrikaden, nachdem die Regierung die Abhaltung einer antiisraelischen Demonstration durch eine islamische Gruppe am 18. August zu Ehren des Internationalen al-Quds-Tag (Jerusalemtag) in der Stadt bewilligt hat.
Der Tag ist 1979 vom damaligen iranischen Führer Ayatollah Khomeini ins Leben gerufen worden. An der letztjährigen Demonstration hatten Redner Israel als „Apartheid-Staat“ gebrandmarkt und als „Unterdrücker und Kriminelle“ hingestellt. Einer der Sprecher hatte gesagt, er sehe den Tag vor seinen Augen, an dem „wir, die Muslime, nach Palästina marschieren und es unter islamischem Gesetz befreien werden“.
Nach Ansicht jüdischer Gruppe würde der Anlass kanadische Wertvorstellungen verletzen. Öffentlicher Grund und Boden sollte nicht für die Verbreitung antisemitischer und antiisraelischer Gefühle benutzt werden dürfen. Für die kanadischen Freunde des Simon-Wiesenthal-Zentrums für Holocauststudien ist die Unterstützung von Hass eine „Angelegenheit der öffentlichen Sicherheit“.
Das habe nichts mehr zu tun mit dem Recht auf freie Meinungsäusserung sonder sei eine „Beleidigung für alle Ontarier“ und schlicht eine Angelegenheit von „richtig und falsch“. Die Offiziellen in Ontario, die die Kundgebung bewilligt haben, betonen, man werde den Anlass „genauestens“ überwachen, was mögliche Verletzungen von Gesetzen betreffe. Es sei wichtig, meinten diese Offizielle weiter, Anlässe nicht zu zensurieren, so lange sie sich im Rahmen der geltenden Gesetze bewegen würden.
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Aktuelle Veranstaltungen
Di. 09.06.2026 | 24. Siwan 5786
Kultur
„Vier Tage im Juni. Eine nahöstliche Tetralogie. Mossul – Tel Aviv – Babel – Istanbul“ mit Mona Yahia
Beginn 19:00Lesung und Gespräch
Dienstag, 9. Juni 2026, 19 Uhr
In ihrem Roman »Vier Tage. Eine nahöstliche Tetralogie« erzählt Mona Yahia die Geschichte einer jüdischen Familie zwischen Mossul, Tel Aviv, Babel und Istanbul. Ausgehend von einem Wendepunkt im Jahr 1918 entfaltet sich über vier Generationen hinweg ein vielschichtiges Panorama von Aufbruch, Verlust und Exil. In eindringlichen Momentaufnahmen – jeweils verdichtet auf einen einzigen Tag – verknüpft die Autorin persönliche Schicksale mit den Umbrüchen des 20. Jahrhunderts und stellt die Frage nach Zugehörigkeit, Erinnerung und dem eigenen Platz in der Welt. Weiterlesen »
Mo. 15.06.2026 | 30. Siwan 5786
Kultur
Buchvorstellung mit Tuvia Tenenbom: „Wie nennt Ihr dieses Land hier? Unter Siedlern“
Beginn 19:00Buchpräsentation und Gespräch
Mit Fotos von Isi Tenenbom
Montag, 15. Juni 2026, 19 Uhr
Nach seinen Expeditionen »Allein unter Deutschen«, war er allein unter Juden, Amerikanern, Flüchtlingen und orthodoxen Juden. Inzwischen verbrachte Tenenbom acht Monate im Westjordanland unter Siedlern und sprach mit allen: religiösen Zionisten, politisch engagierten Siedlern, antizionistischen Charedim, mit Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen dort leben, mit Aktivisten, Journalisten, Politikern und Palästinensern.
Je mehr Gespräche er führte, desto deutlicher wurde: Ein einheitliches Bild lässt sich angesichts dieser komplexen Gemengelage nicht zeichnen. Gewalt verschweigt er nicht: »Ich gebe niemandem einen ›Rabatt‹. Ich weise nur darauf hin, dass dies ein kleiner Teil einer äußerst komplexen Geschichte ist – einer Geschichte mit vielen Schichten.« Weiterlesen »
Mi. 17.06.2026 | 2. Tamusz 5786
Kultur
Scholem-Alejchem-Vortrag: „ביכער פֿאַר אַלע“ – „Bücher für alle – populäre jiddische Literatur in Osteuropa, 1860 – 1914“
Beginn 18:15Scholem-Alejchem-Vortrag in ondenk fun Evita Wiecki s“l
Mittwoch, 17. Juni 2026, 18:15 Uhr
Vortrag in jiddischer Sprache
- Begrüßung: Prof. Dr. Martina Niedhammer
- Einführung: Dr. Dasha Vakhrushova
Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der jiddische Buchmarkt in Osteuropa neben traditionell-religiöser chassidischer Literatur immer mehr auch von weltlichen Publikationen geprägt. Diese neuen Texte richteten sich an ein breiteres jiddischsprachiges Lesepublikum, das tatsächlich großes Interesse an den neuen Formen und Inhalten zeigte. In dieser Zeit erschienen auch die ersten jiddischen Zeitungen, ein erschwingliches und leicht zugängliches Mittel der Verbreitung allgemeinen Wissens und aufklärerischer Ideen. Allmählich wurden diese Zeitungen zu einer wichtigen Bühne für literarische Werke unterschiedlichster Qualität. Der Vortrag möchte die große Bandbreite jiddischer Publikationen aufzeigen, zu denen jiddische Leser von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs Zugang hatten, und stellt eine repräsentative Auswahl dieser Werke vor. Dazu gehören belletristische Werke diverser Genres und Stilrichtungen von verschiedener Qualität, darunter die sogenannte shund-literatur [Trivialliteratur] sowie populärwissenschaftliche Werke, die auf die Bedürfnisse der osteuropäischen jiddischen Leserschaft zugeschnitten waren. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
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