Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Kultur

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Di. 28.01.2020 | 2. Schwat 5780

Beginn 19:00

Jüdische Filmtage: »Ein Abend für Beyle Schaechter-Gottesman«

Film und Konzert

Dokumentarfilm: »BEYLE: The Artist and Her Legacy«

Regie: Liz Walber, Christa Whitney
Produzenten
: Robin und Danny Greenspun
Cinematographie
: Christa Whitney, Heather Daniles Pusey, Amanda Lundquist, Liz Walber
Color & Sound Mix
: Rikk Desgres
Mitwirkende
: Beyle Schaechter-Gottesman, Itzik Gottesman, Gitl Schaechter-Viswanath, Rukhl Schaechter, Esther Gottesman, Asya Vaisman-Schulman
USA, 2019, jidd. / engl. OF mit engl. Untertiteln
Link zum Trailer

Dienstag, 28. Januar, 19 Uhr

Einführung: Dr. Evita Wiecki, Jiddisch Lektorin am Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur der LMU

Beyle Schaechter-Gottesman, 1920 in Wien geboren, wuchs in Czernowitz auf. Ihre Mutter war Volkssängerin, ihr Vater Journalist. 1908 nahm er an der ersten Jiddischen Sprachkonferenz in Czernowitz teil, die der entscheidende Moment in der Geschichte des Jiddischen, aber auch für die Familie Schaechter und ihre nachfolgenden Generationen werden sollte.

28.01.2020 Filmplakat Beyle Poster

Filmplakat »BEYLE: The Artist and Her Legacy«

1941 heiratete Beyle den Arzt Jonas (Yoyne) Gottesman. Beide überlebten den Krieg im Ghetto Czernowitz. Nach der Befreiung ging das Paar nach New York, wo Beyle aktiv wurde. Um an der Sholem Aleichem Yiddish School ein jiddisch-sprachiges Umfeld zu bieten, schrieb Beyle Schaechter-Gottesman selbst Unterrichtsmaterialien, Theaterstücke und Lieder für die Schule und gab eine Zeitschrift für Kinder heraus.

2005 wurde sie in Anerkennung ihres Beitrags zur traditionellen jüdischen Volkskunst zum National Heritage Fellow ernannt. Die als Sängerin, Dichterin und Malerin Vielfachbegabte starb 2013 in New York. Im Dokumentarfilm »BEYLE: The Artist and Her Legacy« kommen Beyle, ihr Sohn Itzik, ein angesehener Jiddisch-Forscher, und anderen Kennern der  jiddischen Kultur zu Wort.

Anschließend Konzert mit der Sängerin Andrea Pancur (München) und dem Akkordeonisten Ilya Shneyveys  (Riga/

Lettland). Das Duo präsentiert Lieder von Beyle Schaechter-Gottesman.

Andrea Pancur und Ilya Shneyveys wurden 2014 beim Tanz&FolkFest Rudolstadt für das wegweisende Projekt »Alpen Klezmer« mit dem Deutschen Weltmusikpreis RUTH ausgezeichnet.

Beyle mit Kamera © »BEYLE: The Artist and Her Legacy«

Beyle mit Kamera © »BEYLE: The Artist and Her Legacy«

Eintritt: 7 Euro/ ermäßigt 5 Euro, für Schüler, Studenten und Münchenpass-Inhaber frei

Anmeldung unter 089/20 24 00-491, per E-Mail an karten@ikg-m.de und an der Abendkasse

Veranstalter: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München

Das Alpen-Klezmer-Duo Andrea Pancur und Ilya Shneyveys © Foto: Werner Bauer

Andrea Pancur und Ilya Shneyveys © Foto: Werner Bauer

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Aktuelle Veranstaltungen


So. 08.02.2026 | 21. Schwat 5786

Kultur

Buchpremiere „Die Mühlsteins. Eine jüdisch-böhmische Geschichte“

Beginn 17:00

Buchvorstellung und Gespräch 
Sonntag, 8. Februar 2026, 17 Uhr

Grußwort: Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

Autorengespräch: Prof. Dr. C. Bernd Sucher, Vorstandsvorsitzender der Liberalen Jüdischen Gemeinde München Beth Shalom

Ausschnitte aus dem Buch liest Armand Presser.

Ausgehend von den Erzählungen seiner Eltern, Überlebenden von Theresienstadt und Auschwitz, und basierend auf umfassenden Recherchen hat Jan Mühlstein seine Familienchronik „Die Mühlsteins. Eine jüdisch-böhmische Geschichte“ verfasst. Er schildert den Wandel der jüdischen Lebenswelten in Böhmen, der mit den Reformen des Kaisers Josef II. im ausgehenden 18. Jahrhundert beginnt und entlang der Bruchlinien der „Konfliktgemeinschaft“ verläuft, die Tschechen und Deutschböhmen bilden. Nachgezeichnet wird so eine erfolgreiche Emanzipation der böhmischen Juden, die mit der rechtlichen und gesellschaftlichen Gleichstellung der Juden und ihrem wirtschaftlichen Erfolg in der Tschechoslowakei der Zwischenkriegszeit ihre Vollendung erreicht und einen schrecklichen Rückfall – aber nicht ihr Ende – in der Schoa findet. Die Familiengeschichte lässt sich aber auch als eine Warnung lesen, die Wirkmächtigkeit des scheinbar zu einer Randerscheinung geschrumpften Antisemitismus nicht zu unterschätzen. Weiterlesen »

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