Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Veranstaltungen Kulturzentrum

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Mi. 15.01.2014 | 14. Schwat 5774

Beginn 19:45

„Jiddische Glikn“ mit Live-Musik

Stummfilm. UdSSR 1925, 98 min., OF m. engl. Zwischentiteln, nach Motiven aus dem Briefroman „Menachem Mendel“ von Scholem Alejchem. Regie: Alexander Granowskij, Produktion: Goskino, Moskau/National Center for Jewish Film, Brandeis University

Veranstaltung im Rahmen der 5. Jüdischen Filmtage in München.

Solomon Michoels mit Korsett. Szenenbild aus dem Film »Jiddische Glikn«. © Privatarchiv der Familie Michoels.

Menachem Mendel, grandios verkörpert von Solomon Michoels, jagt dem ganz großen Geschäfts-Glück hinterher, das ihn endlich von all seinen Sorgen befreien wird. In Alexander Granowskijs Verfilmung versucht er sich – meist glücklos – als Miederverkäufer, als Versicherungsagent und als Heirats vermittler.

Groteske Szenen wie die Großlieferung jüdischer, bereits hochzeitsfein gemachter Bräute nach Amerika wechseln sich mit seltenen Außenaufnahmen der einstigen Zentren jüdischen Lebens in Osteuropa in Odessa und Berditschew ab.

Die Uraufführung einer dramatisierten Version der Menachem-Mendel-Geschichten fand am Staatlichen Jüdischen Theater in Moskau unter der Leitung von Alexander Granowskij statt. Da dem Ensemble des Moskauer Jüdischen Staatstheaters (GOSET) eine Tournee in den USA verwehrt wurde, entschied sich Granowskij seine Truppe mit Hilfe des Mediums Film dem jüdischen Publikum weltweit vorzustellen.

JIDDISCHE GLIKN war einer der ersten sowjetisch-jüdischen Filme, der während der 1920er Jahre in den Vereinigten Staaten freigegeben wurde. Für die Produktion brachte Granowskij die besten Kräfte zusammen, so z.B. den später durch Panzerkreuzer Potemkin bekannt gewordenen Kameramann Eduard Tissé und Isaac Babel, der die ursprünglichen Zwischentitel verfasste. Übrigens kommt hier schon die berühmte »Treppe von Odessa« vor.

Darsteller: Solomon Michoels, Moyshe Goldblat, Tamara Adelheim u.a.

Es spielt das Stummfilmtrio Tempo Nuovo des Pianistenclubs, München: Thomas Hüther (Flöte & Percussion), Stephan Lanius (Kontrabass) und Hans Wolf (Klavier).

Karten zu 18/12 Euro. Ab sofort im Vorverkauf (inkl. Vorver kaufsgebühr) über München-Ticket, Telefon (089)54818181, www.muenchenticket.de. Restkarten an der Abendkasse.

In Kooperation mit The National Center for Jewish Film, www.jewishfilm.org und der Abteilung für jüdische Geschichte und Kultur an der LMU München.

Das komplette Programm erhalten Sie hier (PDF-Download).

Kartenvorverkauf & nähere Informationen erhalten Sie im Büro des IKG-Kulturzentrums, Telefon: (089)202400-491, E-Mail: karten@ikg-m.de.

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Dezember 2018 | Kislew-Tewet | « »

Aktuelle Veranstaltungen


So. 13.01.2019 | 7. Schwat 5779

Kulturzentrum

Gesprächsrunde: Jüdisches Amerika

Beginn 17:00

»Amerika ist die Ferne. Amerika heißt die Freiheit. In Amerika lebt immer irgendein Verwandter.« (Joseph Roth, 1927)

»Lady Liberty«, die New York vorgelagerte Freiheitsstatue, war für Generationen von Einwanderern  das erste Zeichen für ein besseres Leben in der neuen Welt. Darunter waren mehr als zwei

Deidre Berger © AJC

Millionen Juden, die Pogrome in Osteuropa im 19. Jahrhundert und die drohende Vernichtung während der NS-Zeit zu dieser Reise ins Ungewisse veranlasst hatten. Für viele der deutschen Juden war Amerika zwar ihre neue Adresse, aber das Band, das sie mit Berlin oder Frankfurt, Hamburg oder München und anderen Orten verband, war nicht so leicht zu trennen. Sie blieben oft ihren Wurzeln emotional tief verbunden. Erst die nächste Generation wollte so schnell wie möglich amerikanisch werden.

Über Juden in Amerika und die Beziehungen im deutsch-amerikanisch-jüdischen Kontext diskutieren

Deidre Berger, seit 2000 Direktorin des American Jewish Committee Berlin
Deborah Feldman (geb. in New York), Schriftstellerin, heute Berlin
Yascha Mounk (geb. in München), Politologe und Publizist, lehrt an der Harvard University (Boston) und am Tony Blair Institute for Global Change (London).

Deborah Feldman © Marina Maise

Moderation: Mirjam Zadoff, 2014–2018 Professorin für Geschichte an der Indiana University Bloomington, Inhaberin des Alvin H. Rosenfeld Lehrstuhls für Jüdische Studien, seit Mai 2018 Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München.

Yascha Mounk © Marina Maisel

Eintritt 7 Euro (Schüler, Studenten, Münchenpass-Inhaber Eintritt frei)

Veranstalter
Kulturzentrum der Israelitischen Kultus­gemeinde München und Oberbayern und Münchner Volkshochschule im Rahmen des USA-Themenschwerpunkts USA der MVHS im Winterhalbjahr 2018/2019

Veranstaltungsort
Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18

Mirjam Zadoff © Orla Connolly

Do. 14.02.2019 | 9. Adar I 5779

Kulturzentrum

„An die Gemeinschaft und an die Welt – Gedanken zu drängenden Fragen der Zeit“

Beginn 19:00

Buchpräsentation mit Rabbiner Pinchas Goldschmidt

„Seit vielen Jahren spielt Rabbiner Pinchas Goldschmidt eine führende Rolle im jüdischen Leben Europas. In diesen Essays und Reden verknüpft er das Judentum mit einigen der dringlichsten gesellschaftlichen, moralischen und spirituellen Herausforderungen unserer Zeit.“ (Rabbiner Lord Jonathan Sacks)

Rabbiner Pinchas Goldschmidt, geboren 1963 in Zürich, ist seit 1993 Oberrabbiner von Moskau und seit 2011 Präsident der Europäischen Rabbinerkonferenz.

Begrüßung: Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München & Oberbayern

 

Eintritt frei.
Anmeldung erbeten im Büro des IKG-Kulturzentrums unter (089) 202400-491 oder karten@ikg-m.de

Veranstalter
Europäische Rabbinerkonferenz Stiftung und Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde

Veranstaltungsort
Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18

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Kontakt
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St.-Jakobs-Platz 18
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