Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

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30. Mai 2013

„Israel braucht Freunde“ – Israeltag in München

Tausende Münchner zeigten mit einem großen Fest am Odeonsplatz ihre Solidarität mit dem jüdischen Staat. Von Miryam Gümbel, erschienen in der Jüdischen Allgemeinen, 30.05.2013. „Ich freue mich von Herzen, dass es diese Veranstaltung gibt“ – so begrüßte Präsidentin Charlotte Knobloch Anfang Mai die vielen Besucher am Münchner Odeonsplatz, die zum Israeltag gekommen waren. Bereits zum zehnten Mal fand der deutschlandweit begangene Tag in München statt, diesmal ganz im Zeichen des 65. Bestehens des Staates Israel. Die Farben Weiß und Blau prägten dabei das Event – mit zahlreichen Flaggen Israels und Luftballons, die gegen Abend in den Himmel aufstiegen.

Präsidentin Charlotte Knobloch © Miryam Gümbel

Mehr als 1.000 Menschen besuchten den Israeltag, um mitzufeiern, um sich Informationen an den Ständen der vielen jüdischen Organisationen zu holen oder einfach den Tag mit Musik, israelischen Spezialitäten und interessanten Gesprächen zu genießen. Denn, so formulierte es Charlotte Knobloch: »Israel ist nicht irgendein Staat. Israel ist uns nah. Der Israeltag entfacht dieses Gefühl der Nähe und der herzlichen Verbundenheit bei den Menschen. Er ist ein Zeichen der Solidarität.«

Partnerschaft

Knobloch erinnerte auch an die Aussage von Außenminister Guido Westerwelle, wonach Deutschland und Israel mehr als die Schoa verbinde: nämlich auch eine Freundschaft zweier Wertepartner. »Das waren starke, echte und ernst gemeinte Worte. Glaubhafte Bekenntnisse des deutschen Ministers, die mir als Überlebende der Schoa sehr viel bedeuten und die mich bestätigen in meinem Vertrauen in dieses Land und seine führenden Politiker«, so Knobloch. »Das Fundament dieser Partnerschaft sind unsere gemeinsamen Werte und Überzeugungen: Freiheit, Toleranz, Demokratie, Menschenrechte und wissenschaftlicher sowie wirtschaftlicher Fortschritt.«

Dass auch andere Politiker und Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Kultur zum jüdischen Staat stehen, zeigten viele Äußerungen an diesem Tag, darunter von Regine Sixt, dem Europaabgeordneten Bernd Posselt und Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle. Dieser hob die enge Zusammenarbeit zwischen Bayern und Israel hervor: »Bereits Ende 2011 haben wir gemeinsam erklärt, dass wir unsere Bildungszusammenarbeit ausweiten wollen.«

In den vergangenen Monaten seien aus diesem Abkommen viele Projekte entstanden, unter anderem die Kooperation bayerischer Gedenkstätten mit Yad Vashem und die Partnerschaftsverträge von bayerischen Gymnasien mit der Jerusalemer Gedenkstätte. Das Motto dabei: »Wir wollen gemeinsam nach vorne schauen und gemeinsam aus der Vergangenheit lernen«, erklärte Spaenle.

Empathie

So sehr sie Spaenle für seine Klarstellungen danke, entgegnete Charlotte Knobloch, so sehr ersehne sie ebendiesen Rückhalt auch wieder von der deutschen Bevölkerung: »Was ich mir wünsche, ist ein Mehr an Empathie für die Menschen in Israel. Das israelische Volk braucht in Zeiten echter Bedrohung echte Freunde!«

Dies forderten auch weitere Redner, darunter Israels Generalkonsul Tibor Shalev Schlosser, Gabriele Appel von der Jerusalem Foundation, David Leschem von Keren Hayesod, Thomas Münz von der ZOD, Werner Karg von der Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit, Oren Osterer von der Europäischen Janusz Korczak Akademie, Stadtrat Marian Offman und Sacha Stawski von I like Israel (ILI).

Leo Sucharewicz, Gründer des Israeltages, war ebenfalls angereist und betonte die Notwendigkeit, über den jüdischen Staat aufzuklären. Auch seine Tochter Melody war anwesend – sie moderierte die Veranstaltung gewohnt souverän. Den Abschluss der Veranstaltung machten »Die Söhne Mannheims«. Die Band lud mit ihrem Konzert noch viele weitere Münchner zum Zuhören und Mitsingen ein.

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September 2026 | Elul-Tischri | « »

Aktuelle Veranstaltungen


Mi. 23.09.2026 | 12. Tischri 5787

Kultur

»Briefe an meinen Vater«. Von und mit Konrad Bernheimer

Beginn 19:00 Uhr:

Moderation: Ellen Presser

Konrad Bernheimer stellt das Schicksal seines Vaters Kurt sehr persönlich in den historischen Kontext dessen Lebenszeit: als Sohn des renommierten Kunsthändlers und Antiquitätensammlers Otto Bernheimer, als Bruder, Student der Kunstgeschichte, Emigranten in den venezolanischen Anden und Familienvater. 1954 kommt Konrad mit Mutter und zwei Schwestern zum Großvater nach München – ohne den Vater. Erst viel später erfährt Konrad Bernheimer, inzwischen selbst ein international erfolgreicher Kunsthändler, was mit seinem Vater einst geschah. Aus überlieferten Dokumenten und Familienerinnerungen entwickelt Bernheimer jr. eine Zwiesprache mit dem abwesenden Vater über Scham und Schuld, Liebe und Prägungen und die Last, die einem die Geschichte auferlegt, denn »Erinnerung bedeutet, dass etwas bleibt – auch wenn so vieles verschwunden ist«.

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Sa. 17.10.2026 | 6. Cheschwan 5787

Kultur

Zum 27. Mal: »Die lange Nacht der Münchner Museen

Beginn 20:30 Uhr:

Beitrag der IKG München und Oberbayern

Auf einen Blick:

Vorträge (je 30 Min.)
20:30 Uhr Dinah Zenker
22:00 Uhr Ellen Presser

Konzerte des Synagogenchors »Schma Kaulenu«
unter Leitung von David Rees
21:15 Uhr und 22:30 Uhr (ca. 30 Min.)

Eine Synagoge, wörtlich Ort der Zusammenkunft (zum Gebet), ist von zentraler Bedeutung für jüdisches Leben. Der Vortrag erläutert, woher der Name »Ohel Jakob kommt, ferner architektonische Besonderheiten und die Rolle der Musik.

Musikalische Begleitung: Luisa Pertsovska

Veranstaltungsort: Synagoge »Ohel Jakob«, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München

Das Restaurant Einstein im Jüdischen Gemeindezentrum bietet koschere Köstlichkeiten.

Das Ticket kostet 20 Euro und berechtigt zum Eintritt in über 100 beteiligte Häuser.

Weitere Informationen unter www.muenchner.de und www.ikg-m.de

So. 18.10.2026 | 7. Cheschwan 5787

Kultur

»Shvayg Mayn Harts«. Jiddische Lieder aus der goldenen Ära des New Yorker Yiddish Theatre

Beginn 17:00 Uhr:

Sasha Lurje & Roman Grinberg – Gesang
Shvayg Mayn Harts Orchestra
Dirigent: Michael Alexander Willens

Mit „Shvayg Mayn Harts“ erfüllt sich Michael Alexander Willens einen lang gehegten persönlichen Traum: die Musik seiner beiden Großväter Alexander Olshanetsky und
Herman Yablokoff wieder auf die Bühne zu bringen. Beide gehörten zu den prägenden Persönlichkeiten des jiddischen Theaters in New York.
Als Komponisten, Sänger und Bühnenstars schufen sie Lieder, die weit über die jüdische Gemeinschaft hinaus bekannt wurden und bis heute zum Schatz des jiddischen Musiktheaters zählen. Werke wie „Papirosn“, „Mayn Shtetele Belz“, „Hopkele“ oder „Ikh hob dikh tsufil lib“ erzählen von Liebe und Sehnsucht, von Heimweh und Hoffnung, von den Erinnerungen an die alte Heimat und vom Traum eines neuen Lebens in Amerika.
Gemeinsam mit dem eigens gegründeten „Shvayg Mayn Harts Orchestra“ lässt Michael Alexander Willens diese musikalische Welt neu aufleben. Mit Sasha Lurje und Roman Grinberg, der auch für die Orchesterarrangements verantwortlich zeichnet, stehen zwei der führenden Stimmen der internationalen jiddischen Musikszene auf der Bühne. Sie führen durch ein Programm voller Emotionen, Humor und Lebensfreude und schlagen eine Brücke von den Anfängen des jiddischen Theaters in Osteuropa bis zu seiner Blütezeit in New York.

Voranmeldung erforderlich möglichst bis 7. Oktober unter: festkonzert@ikg-m.de

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