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2. Mai 2014

Iranische Zensurbehörde verbietet Whatsapp

Erschienen auf Stern Online, 2.5.2014. Im Iran ist der Kurznachrichtendienst Whatsapp verboten worden. Grund für die Sperre sei die Übernahme von WhatsApp durch Facebook. Dessen Gründer Mark Zuckerberg sei ein „amerikanischer Zionist“.

Mit dieser Begründung hatte der Leiter der Behörde für Internetkriminalität, Abolsamad Chorramabadi, die Blockade des Kommunikationsprogrammes mitgeteilt, das auch bei iranischen Smartphone-Besitzern sehr beliebt ist.

Zwischen der Regierung und der verantwortlichen Zensurbehörde brach daraufhin ein offener Streit aus. „Die Regierung ist absolut gegen das Verbot von Whatsapp“, sagte Kommunikationsminister Mahmud Mehr der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA.

Das Verbot von Whatsapp ist ein weiterer Rückschlag für die Politik des als moderat geltenden Präsidenten Hassan Ruhani. Dessen Regierung setzt sich für eine Aufhebung der Internetzensur ein. Demnach sollen alle Iraner freien Zugang zu sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter haben. In den Augen des islamistischen Establishments sind diese Netzwerke jedoch Spionageapparate der USA. Ihre Mitglieder werden der Sünde bezichtigt.

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Aktuelle Veranstaltungen


Mi. 13.05.2026 | 26. Ijar 5786

Kultur

„Wir waren die Zukunft. Leben im Kibbuz“ von und mit der Autorin Yael Neeman

Beginn 19:00

Buchpräsentation und Gespräch
Mittwoch, 13. Mai 2026, 19 Uhr 

Im jungen Berliner Verlag Altneuland erschien 2025 ein hebräischer Klassiker in deutscher Übersetzung, der die Geschichte der Kibbuz-Bewegung exemplarisch beschreibt.

Yael Neeman wurde 1960 in einem Kibbuz geboren, den ihre aus Ungarn und Wien geflohenen Eltern 1946 mitbegründet hatten. In »Wir waren die Zukunft« öffnet Neeman Einblicke in das kollektivistische Lebenskonzept ihrer Kindheit und Jugend sowie in die ideologische und soziale Welt dieser bedeutenden Ära der israelischen Geschichte. Es entsteht damit ein Porträt dieses Sozialexperiments, mit dessen Hilfe in Israel an einer neuen, utopischen jüdischen Gesellschaft jenseits von Pogromen und Diaspora gearbeitet wurde und wo es heute steht.

Das Gespräch mit Yael Neeman führt ihre Übersetzerin Lucia Engelbrecht. Weiterlesen »

Mi. 20.05.2026 | 4. Siwan 5786

Kultur

„Die neue autoritäre Linke. Eine akute Bedrohung für die demokratische Gesellschaft“ von und mit dem Autor Nicholas Potter

Beginn 19:00

Buchpräsentation & Gespräch
Mittwoch, 20. Mai 2026, 19 Uhr

Moderation: Shahrzad Eden Osterer (BR)

Mit seinen Recherchen und Reportagen richtet Nicholas Potter, Journalist und »taz«-Redakteur, einen eindringlichen Weckruf an die demokratische Gesellschaft, gegenüber jeglicher Form autoritären Denkens und politischen Extremismus‘ wachsam und mutig zu sein. Auf Demonstrationen, an Hochschulen, in den sozialen Medien und Subkulturen ist insbesondere nach dem 7. Oktober 2023 eine Radikalisierung am Werke, die andere Meinungen verbal und ihre Vertreter körperlich attackiert. Potter, selbst ins Fadenkreuz dieser Szene geraten, zeichnet ein eindrückliches Bild der neuen autoritären Linken, ihrer Netzwerke und Ideologie. Weiterlesen »

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