Veranstaltungen Kulturzentrum
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Mi. 23.11.2016 | 22. Cheschwan 5777
Beginn 19:00Heitere Hoffnungslosigkeit: Erinnerung an den deutsch-jüdischen Maler Julius Wolfgang Schülein und seine Frau Suzanne Carvallo-Schülein
Vortrag mit Lichtbildern von Dr. Dirk Heißerer
Auch Gedenktafeln haben ihre Schicksale! Am Haus Leopoldstraße 21 hing seit Anfang Juli 1979 die vielleicht am besten versteckte Gedenktafel Münchens zur Erinnerung an den Maler Julius Wolfgang Schülein (1881-1970), der hier von 1908 bis 1930 wohnte. Im Sommer 2016 brachten Baumaßnahmen diese Gedenktafel sowie die nebenan am Haus Franz-Joseph-Straße 2 seit 2000 angebrachten Gedenktafeln des Forums für Thomas Mann und die Seinen in Gefahr. Alle Tafeln konnten im letzten Moment in Sicherheit gebracht werden.
Während Schüleins Cousins Julius und Hermann als Leiter der Unionsbrauerei (ab 1921: Löwenbräu) erfolgreich waren, studierte Julius Wolfgang Schülein von 1904 bis 1907 an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Hugo von Habermann und in Paris an der Malschule „La Palette“, wo er Suzanne Carvallo (1883-1972) kennen lernte, die er 1912 heiratete; sie machte sich später als Porträtistin (u.a. Heinrich, Katia und Thomas Mann, Efraim Frisch, Jakob Wassermann, Bruno Walter) einen Namen.
Schülein, der zwei Jahre bis 1910 in direkter Nachbarschaft zur Familie Mann gelebt hatte, war im Jahr 1913 Mitbegründer der „Neuen Sezession“. Seine Malerei bewahrt im freien Strich der französischen Impressionisten einzigartig stimmige Ansichten von Städten und Landschaften. Das Ehepaar Schülein zog 1930 nach Berlin, wanderte im April 1933 nach Paris aus und konnte 1941 über Lissabon in die USA fliehen. Eine Gedächtnisausstellung 1973 in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und die Gedenktafel blieben lange Zeit die einzigen Erinnerungen an das Lebenswerk eines Münchner Malers, dessen Nachlass die Münchner Stadtbibliothek (Monacensia) und das Leo Baeck Institute (New York) verwahren.
Es referiert der Literaturwissenschaftler und Herausgeber der neuen Thomas-Mann-Schriftenreihe Dr. Dirk Heißerer.
Eintritt 8,- Euro / 5,- Euro für Mitglieder der TMFM / Studenten frei
Karten unter 089 – 20 24 00-491 bzw. karten@ikg-m.de und an der Abendkasse.
Veranstalter: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Thomas-Mann-Forum München
Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München
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Aktuelle Veranstaltungen
So. 06.09.2026 | 24. Elul 5786
Kultur
»Nicht«. Ein Abend mit Dror Mishani
Beginn 17:00 Uhr:Buchpräsentation und Gespräch zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur
Moderation: Richard C. Schneider (Journalist und Sachbuchautor)
Lesung: Robert Dölle (Residenztheater)
Sprachen: Englisch & Deutsch (mit einer Lesekostprobe auf Hebräisch)
Ursprünglich erwartete das IKG-Kulturzentrum den Schriftsteller Dror Mishani bereits im Juni 2025 zur Vorstellung von »Fenster ohne Aussicht. Tagebuch aus Tel Aviv«, entstanden nach dem 7. Oktober 2023. Der am 13. Juni 2025 ausgebrochene israelisch-iranische Zwölftagekrieg machte diese Einladung zunichte.
Inzwischen hat Dror Mishani einen neuen Roman vollendet mit dem Titel »Nicht«. Es geht darin um Liebe: die zwischen Mann und Frau, Lebende und Erinnerte, Künstlerin und Musik, Mensch und Tier. Kann eine Lüge eine Liebe retten? Oder gewinnt das Zerstörerische darin die Oberhand? Dror Mishani ist ein Meister der Charakterstudie und weit mehr als ein Krimiautor. Er sagt: »Ich habe angefangen, Kriminalromane zu schreiben, um die Wahrheit menschlicher Gewalt zu dokumentieren und den Versuch zu unternehmen, sie zu verstehen«.
So. 06.09.2026 | 24. Elul 5786
Kultur
Einladung zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur 2026 unter dem Motto »Liebe«
Beginn 10:00 Uhr:»An der frischen Luft«
10:00 Uhr
Rundgang am Alten Israelitischen Friedhof
an der Thalkirchner Straße mit Ellen Presser
bereits ausgebucht
Voranmeldung für weitere Führung am
So, 25. Oktober (mit Rückbestätigung) per
E-Mail unter karten@ikg-m.de (Stichwort: Ende Sommerzeit)
»Auf jüdischen Spuren durch die Münchner Altstadt«
mit Chaim Frank
11:00 Uhr
Begrenzte Teilnehmerzahl. Beitrag 10 Euro.
Voranmeldung unter karten@ikg-m.de (Stichwort: Stadtführung)
4.09. – Treffpunkt wird mit Rückbestätigung mitgeteilt.
»Die Synagoge Ohel Jakob« (Zelt Jakobs)
von vielen Seiten«
Referentin: Dinah Zenker
Vortrag mit Besichtigung, Einlass am Synagogenportal,
ohne Voranmeldung
13:00 Uhr (Einlass ab 12:30 Uhr)
15:00 Uhr (Einlass ab 14:30 Uhr)
Beitrag 5 Euro.
Bücher- und CD-Flohmarkt
12:00 – 17:00 Uhr
»Liebe geht auch durch den Magen«
Jüdische koschere Spezialitäten
im Restaurant Einstein
12:00 – 21:00 Uhr
Tischreservierung unter www.einstein-restaurant.de
Informationen unter (089) 202 400 491
www.ikg-m.de/kulturzentrum/aktuell/
Organisation: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern
Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München
Mi. 23.09.2026 | 12. Tischri 5787
Kultur
»Briefe an meinen Vater«. Von und mit Konrad Bernheimer
Beginn 19:00 Uhr:Moderation: Ellen Presser
Konrad Bernheimer stellt das Schicksal seines Vaters Kurt sehr persönlich in den historischen Kontext dessen Lebenszeit: als Sohn des renommierten Kunsthändlers und Antiquitätensammlers Otto Bernheimer, als Bruder, Student der Kunstgeschichte, Emigranten in den venezolanischen Anden und Familienvater. 1954 kommt Konrad mit Mutter und zwei Schwestern zum Großvater nach München – ohne den Vater. Erst viel später erfährt Konrad Bernheimer, inzwischen selbst ein international erfolgreicher Kunsthändler, was mit seinem Vater einst geschah. Aus überlieferten Dokumenten und Familienerinnerungen entwickelt Bernheimer jr. eine Zwiesprache mit dem abwesenden Vater über Scham und Schuld, Liebe und Prägungen und die Last, die einem die Geschichte auferlegt, denn »Erinnerung bedeutet, dass etwas bleibt – auch wenn so vieles verschwunden ist«.
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100
Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
E-Mail: empfang@ikg-m.de

