Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Veranstaltungen Kulturzentrum

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Do. 14.05.2020 | 20. Ijar 5780

Beginn 19:00

Filmgespräch »Leni … muss fort«

Donnerstag, 14. Mai 2020, 19 Uhr

Live-Ausstrahlung auf www.ikg-live.de
Einwahldaten: Benutzername: ikg; Passwort: live

Die fünfjährige Gabi (im Film: »Leni«), die bei Allgäuer Bauern als Pflegekind untergebracht ist, muss von einem Tag auf den anderen ihrer Heimat Lebewohl sagen. Ihre jüdische Mutter ist zu diesem Zeitpunkt bereits Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns geworden. Das Mädchen wird in der »Heimanlage für Juden in Berg am Laim« untergebracht. Verzweifelte Bemühungen des Pflegevaters und des Dorflehrers, das Kind zurückzuholen, bleiben erfolglos. Das Heim wird wenig später aufgelöst, und sämtliche Insassen werden nach Auschwitz deportiert.

Dirk Riedel (c) DAH

Dirk Riedel © DAH

Der Allgäuer Regisseur Leo Hiemer drehte »Leni« 1993 nach einer wahren Geschichte. 2019 veröffentlichte er ein Buch über das Vorbild für die »Leni« aus seinem Film: »Gabi. Geboren im Allgäu. Ermordet in Auschwitz«.

Der Historiker Dr. Dirk Riedel, NS-Dokumentationszentrum München, im Gespräch mit dem Regisseur und Autor Leo Hiemer über den historischen Hintergrund des Filmes, seiner Entstehung und die Recherchen.

Aufgrund der Corona-Pandemie findet die Veranstaltung auf der neuen Plattform für Kultur und kulturelle Events IKG LIVE! (www.ikg-live.de) der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern statt.

19-06-03_leo-hiemer_augsburg Foto Angelika Lonnemann

Leo Hiemer © Angelika Lonnemann

Veranstalter: Kulturzentrum der IKG München und Oberbayern in Kooperation mit dem NS-Dokumentationszentrum München

Das Filmgespräch ist am Anschluss in der Mediathek auf www.ikg-live.de abrufbar.

Gabi Leni

Buchtitel Gabi (1937–1943). Geboren im Allgäu – Ermordet in Auschwitz © Metropol

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Aktuelle Veranstaltungen


Mo. 15.06.2026 | 30. Siwan 5786

Kultur

Buchvorstellung mit Tuvia Tenenbom: „Wie nennt Ihr dieses Land hier? Unter Siedlern“

Beginn 19:00

Buchpräsentation und Gespräch
Mit Fotos von Isi Tenenbom
Montag, 15. Juni 2026, 19 Uhr

Nach seinen Expeditionen »Allein unter Deutschen«, war er allein unter Juden, Amerikanern, Flüchtlingen und orthodoxen Juden. Inzwischen verbrachte Tenenbom acht Monate im Westjordanland unter Siedlern und sprach mit allen: religiösen Zionisten, politisch engagierten Siedlern, antizionistischen Charedim, mit Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen dort leben, mit Aktivisten, Journalisten, Politikern und Palästinensern.

Je mehr Gespräche er führte, desto deutlicher wurde: Ein einheitliches Bild lässt sich angesichts dieser komplexen Gemengelage nicht zeichnen. Gewalt verschweigt er nicht: »Ich gebe niemandem einen ›Rabatt‹. Ich weise nur darauf hin, dass dies ein kleiner Teil einer äußerst komplexen Geschichte ist – einer Geschichte mit vielen Schichten.« Weiterlesen »

Mi. 17.06.2026 | 2. Tamusz 5786

Kultur

Scholem-Alejchem-Vortrag: „ביכער פֿאַר אַלע“ – „Bücher für alle – populäre jiddische Literatur in Osteuropa, 1860 – 1914“

Beginn 18:15

Scholem-Alejchem-Vortrag in ondenk fun Evita Wiecki s“l
Mittwoch, 17. Juni 2026, 18:15 Uhr

Vortrag in jiddischer Sprache

  • Begrüßung: Prof. Dr. Martina Niedhammer
  • Einführung: Dr. Dasha Vakhrushova

Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der jiddische Buchmarkt in Osteuropa neben traditionell-religiöser chassidischer Literatur immer mehr auch von weltlichen Publikationen geprägt. Diese neuen Texte richteten sich an ein breiteres jiddischsprachiges Lesepublikum, das tatsächlich großes Interesse an den neuen Formen und Inhalten zeigte. In dieser Zeit erschienen auch die ersten jiddischen Zeitungen, ein erschwingliches und leicht zugängliches Mittel der Verbreitung allgemeinen Wissens und aufklärerischer Ideen. Allmählich wurden diese Zeitungen zu einer wichtigen Bühne für literarische Werke unterschiedlichster Qualität. Der Vortrag möchte die große Bandbreite jiddischer Publikationen aufzeigen, zu denen jiddische Leser von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs Zugang hatten, und stellt eine repräsentative Auswahl dieser Werke vor. Dazu gehören belletristische Werke diverser Genres und Stilrichtungen von verschiedener Qualität, darunter die sogenannte shund-literatur [Trivialliteratur] sowie populärwissenschaftliche Werke, die auf die Bedürfnisse der osteuropäischen jiddischen Leserschaft zugeschnitten waren. Weiterlesen »

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