Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

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9. Mai 2013

Fest in Blau und Weiß

Maccabi eröffnete die Freiluftsaison in der Riemer Straße. Von Miryam Gümbel, 09.05.2013. Das Maccabi-Sportfest zählt für viele Gemeindemitglieder und ihre Freunde zu den schönsten Tagen im Jahr. Am 1. Mai lockte es rund 1200 Menschen auf das Vereinsgelände in der Riemer Straße. Und allen Wettervorhersagen zum Trotz kam pünktlich zu Beginn der Veranstaltung auch die Sonne hinter den Wolken hervor.

TSV Maccabi München Sommerfest 2013 from Florentinfilm on Vimeo.

»Robby Rajber und Maccabi müssen eine ganz besondere Verbindung zum lieben Gott haben«, freute sich Präsidentin Charlotte Knobloch über das »wunderbare Wetter nach der langen Kälte«. Bereits bei der Eröffnung war »der gute Draht nach oben« angesprochen worden. Angesichts der Anwesenheit von fünf Rabbinern äußerten die Sportler dann gleich noch einen weiteren Wunsch, der am Abend mit dem Einzug des FC Bayern ins Champions-League-Finale auch prompt erfüllt wurde.

Fahnen

Weiß-blau war nicht nur der Himmel über München. Die Farben Bayerns und Israels kamen bei einer Tanzeinlage der Gruppe »Genesis« aus dem Jugendzentrum Neshama auf dem Podium ebenfalls eindrucksvoll zur Geltung, untermalt von hebräischen Liedern. Mit Gesangseinlagen beeindruckte auch Kantor Moshe Fischel.

Zum Gelingen des Fests hatten großzügige Sponsoren und zahlreiche Helfer beigetragen. Zu den Ehrengästen zählten Generalkonsul Tibor Shalev Schlosser, der im sportlichen Outfit erschienen war, sowie Rainer Koch. Der Vizepräsident des DFB und Präsident des Bayerischen Fußballverbandes ist seit Langem ein treuer Gast bei Maccabi und Freund des Vereins.

Kinder der Tanz-Gruppe »Genesis« bei ihrem Auftritt am 1. Mai © Miryam Gümbel

 

Die Möglichkeiten, diesen Tag zu genießen, waren vielfältig. Nahezu keiner verschmähte dabei das köstliche Angebot vom Grill. Wer lieber Kaffee und Kuchen mochte, wurde an der Theke des Vereinsheims fündig. Zusätzlich zu den Sitzmöglichkeiten auf der Terrasse waren weitere Tische und Bänke aufgestellt. Für Kinder gab es Attraktionen jeder Art – von einer Hüpfburg über Klettergeräte bis hin zu Tischkickern. Letztere waren auch bei den Erwachsenen heiß umkämpft. Da hieß es manchmal einige Zeit warten, bis endlich wieder ein Platz frei war. Entsprechend groß war später auch der Andrang beim Kicker-Turnier.

Das Jugendzentrum hatte das Gelingen des Nachmittags neben Vorführungen auch mit einem Bastel- und einem Schminkstand für die Kleineren unterstützt. Einen finanziellen Beitrag leisteten neben Sponsoren die Teilnehmer einer spontan von Robby Rajber ausgerufenen Spendenaktion. Junge Losverkäufer schwirrten den ganzen Tag durch die Menge – schließlich war die Tombola reichlich bestückt.

Stimmung

Wie glücklich nicht nur die aktiven Sportler über das Vereinsgelände sind, wurde in den Äußerungen von langjährigen Maccabi-Mitgliedern deutlich. Charlotte Knobloch erinnerte an den ersten Spatenstich auf dem Gelände, den der Initiator und Mäzen Fred Brauner sel. A. auf einem damals noch leeren Feld ausgeführt hatte. Dabei strich sie auch die Leistung des heutigen Maccabi-Präsidenten heraus: »Ich wusste gar nicht, welche Fähigkeiten Robby Rajber alle hat. Toll, was er aus Maccabi gemacht hat.« Sie genoss die »unbeschwerte Atmosphäre« und freute sich über die vielen anwesenden Kinder.

Was Maccabi besonders für den Nachwuchs tut, erlebten die Besucher zum Beispiel bei den Vorführungen der jungen Turner unter Trainer Vladimir Feingold. Zudem gab es viele Informationen über künftige Veranstaltungen wie das Sommercamp für Kinder oder das Golfturnier. Der große sportliche Event in diesem Jahr ist dann im Juli die Makkabia, zu der auch zahlreiche Münchner als Aktive und als Zuschauer nach Tel Aviv fahren werden.

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September 2026 | Elul-Tischri | « »

Aktuelle Veranstaltungen


Mi. 23.09.2026 | 12. Tischri 5787

Kultur

»Briefe an meinen Vater«. Von und mit Konrad Bernheimer

Beginn 19:00 Uhr:

Moderation: Ellen Presser

Konrad Bernheimer stellt das Schicksal seines Vaters Kurt sehr persönlich in den historischen Kontext dessen Lebenszeit: als Sohn des renommierten Kunsthändlers und Antiquitätensammlers Otto Bernheimer, als Bruder, Student der Kunstgeschichte, Emigranten in den venezolanischen Anden und Familienvater. 1954 kommt Konrad mit Mutter und zwei Schwestern zum Großvater nach München – ohne den Vater. Erst viel später erfährt Konrad Bernheimer, inzwischen selbst ein international erfolgreicher Kunsthändler, was mit seinem Vater einst geschah. Aus überlieferten Dokumenten und Familienerinnerungen entwickelt Bernheimer jr. eine Zwiesprache mit dem abwesenden Vater über Scham und Schuld, Liebe und Prägungen und die Last, die einem die Geschichte auferlegt, denn »Erinnerung bedeutet, dass etwas bleibt – auch wenn so vieles verschwunden ist«.

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Sa. 17.10.2026 | 6. Cheschwan 5787

Kultur

Zum 27. Mal: »Die lange Nacht der Münchner Museen

Beginn 20:30 Uhr:

Beitrag der IKG München und Oberbayern

Auf einen Blick:

Vorträge (je 30 Min.)
20:30 Uhr Dinah Zenker
22:00 Uhr Ellen Presser

Konzerte des Synagogenchors »Schma Kaulenu«
unter Leitung von David Rees
21:15 Uhr und 22:30 Uhr (ca. 30 Min.)

Eine Synagoge, wörtlich Ort der Zusammenkunft (zum Gebet), ist von zentraler Bedeutung für jüdisches Leben. Der Vortrag erläutert, woher der Name »Ohel Jakob kommt, ferner architektonische Besonderheiten und die Rolle der Musik.

Musikalische Begleitung: Luisa Pertsovska

Veranstaltungsort: Synagoge »Ohel Jakob«, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München

Das Restaurant Einstein im Jüdischen Gemeindezentrum bietet koschere Köstlichkeiten.

Das Ticket kostet 20 Euro und berechtigt zum Eintritt in über 100 beteiligte Häuser.

Weitere Informationen unter www.muenchner.de und www.ikg-m.de

So. 18.10.2026 | 7. Cheschwan 5787

Kultur

»Shvayg Mayn Harts«. Jiddische Lieder aus der goldenen Ära des New Yorker Yiddish Theatre

Beginn 17:00 Uhr:

Sasha Lurje & Roman Grinberg – Gesang
Shvayg Mayn Harts Orchestra
Dirigent: Michael Alexander Willens

Mit „Shvayg Mayn Harts“ erfüllt sich Michael Alexander Willens einen lang gehegten persönlichen Traum: die Musik seiner beiden Großväter Alexander Olshanetsky und
Herman Yablokoff wieder auf die Bühne zu bringen. Beide gehörten zu den prägenden Persönlichkeiten des jiddischen Theaters in New York.
Als Komponisten, Sänger und Bühnenstars schufen sie Lieder, die weit über die jüdische Gemeinschaft hinaus bekannt wurden und bis heute zum Schatz des jiddischen Musiktheaters zählen. Werke wie „Papirosn“, „Mayn Shtetele Belz“, „Hopkele“ oder „Ikh hob dikh tsufil lib“ erzählen von Liebe und Sehnsucht, von Heimweh und Hoffnung, von den Erinnerungen an die alte Heimat und vom Traum eines neuen Lebens in Amerika.
Gemeinsam mit dem eigens gegründeten „Shvayg Mayn Harts Orchestra“ lässt Michael Alexander Willens diese musikalische Welt neu aufleben. Mit Sasha Lurje und Roman Grinberg, der auch für die Orchesterarrangements verantwortlich zeichnet, stehen zwei der führenden Stimmen der internationalen jiddischen Musikszene auf der Bühne. Sie führen durch ein Programm voller Emotionen, Humor und Lebensfreude und schlagen eine Brücke von den Anfängen des jiddischen Theaters in Osteuropa bis zu seiner Blütezeit in New York.

Voranmeldung erforderlich möglichst bis 7. Oktober unter: festkonzert@ikg-m.de

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